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Upfronts 2010: ABC

Donnerstag, 20. Mai, 2010

Sonderlich dramatische Änderungen gibt es eigentlich bei ABC nicht, seltsamerweise nutzt man auch dieses Jahr weder „Desperate Housewives“ noch „Grey’s Anatomy“ als Lead-In, um eine neue Show zu starten. Aber vielleicht ist es auch am besten, somit weder „Private Practice“ noch „Brothers & Sisters“ zu verschieben.

Der Mittwoch wird etwas durchgemischt mit einer neuen Comedy („Better Together“), dem nicht umbenannten „Cougar Town“ sowie der Crime-Drama „The Whole Truth“.

Auch ABC wagt sich wieder mit einer neuen(!) Serie in den Friday Night Death Slot, soviel zum Thema „Der Freitag stirbt aus“.

Aber ich glaube, alle Augen werden erstmal auf die neuen Mystery-Family-Dramedy (buntes Mega-Genre-Mashup) „No Ordinary Family“ schauen: Eine „ganz normale“ amerikanische Familie erfährt das „Heroes“-Phänomen am eigenen Leib und erhält Superkräfte. Mama (Julie Benz), Papa (Michael Chiklis) sowie Tochter und Sohn dürfen sich plötzlich als eine neue Art von „Fantastic Four“ fühlen. Sehr großes Potenzial, insbesondere auch wegen der Hauptdarsteller — wenn’s richtig gemacht ist.

Allerdings hat ABC auch noch viele neue Serien (und alte: „V“, sowie eventuell noch „Ghost Whisperer“ von CBS) für die Midseason in der Hinterhand — das bedeutet auch, dass ABC dieses Jahr nicht viel Geduld mit quotenschwachen Serien haben muss.

MONDAY:
8:00 p.m. „Dancing with the Stars“
10:00 p.m. „Castle“

TUESDAY:
8:00 p.m. „No Ordinary Family“
9:00 p.m. „Dancing with the Stars the Results Show“
10:00 p.m. „Detroit 1-8-7“

WEDNESDAY:
8:00 p.m. „The Middle“
8:30 p.m. „Better Together“
9:00 p.m. „Modern Family“
9:30 p.m. „Cougar Town“
10:00 p.m. „The Whole Truth“

THURSDAY:
8:00 p.m. „My Generation“
9:00 p.m. „Grey’s Anatomy“
10:00 p.m. „Private Practice“

FRIDAY:
8:00 p.m. „Secret Millionaire“
9:00 p.m. „Body of Proof“
10:00 p.m. „20/20“

SATURDAY:
8:00 p.m. „Saturday Night College Football“

SUNDAY:
7:00 p.m. „America’s Funniest Home Videos“
8:00 p.m. „Extreme Makeover: Home Edition“
9:00 p.m. „Desperate Housewives“
10:00 p.m. „Brothers & Sisters“

ABC Upfronts 2009

Dienstag, 19. Mai, 2009

Keine großen Überraschungen: „The Unusuals“, „According to Jim“, „Samantha Who“ und „Cupid 2.0“ sind abgesetzt, „Lost“ kommt wie erwartet zur Midseason Anfang 2010. Auch „Scrubs“ sowie „Better off Ted“ werden erst wieder im Januar 2010 auf die Bildschirme zurückkehren. Der komplette Mittwoch wird mit neuen Serien bestückt, davon gleich vier neue Comedies. Insgesamt ordert ABC acht neue Serien, das ist ’ne ganze Menge. Das neue SciFi-Spektakel „Flash Forward“ ist von vorneweg auf vier Staffeln ausgelegt und wird auf dem Donnerstag-20-Uhr-Sendeplatz antreten. Das Remake von „V“ soll erst zur Midseason starten. Dass in „V“ eine zentrale Figur der gerade beendeten „Lost“-Staffel eine Hauptrolle spielen wird, ist angeblich noch nicht gleichbedeutend mit dem Ausscheiden des Charakters aus „Lost“.

MONDAY:
8:00 p.m. „Dancing with the Stars“ (two-hours)
10:00 p.m. „Castle“

TUESDAY:
8:00 p.m. „Shark Tank“
9:00 p.m. „Dancing with the Stars the Results Show“
10:00 p.m. „The Forgotten“

WEDNESDAY:
8:00 p.m. „Hank“
8:30 p.m. „The Middle“
9:00 p.m. „Modern Family“
9:30 p.m. „Cougar Town“
10:00 p.m. „Eastwick“

THURSDAY:
8:00 p.m. „Flash Forward“
9:00 p.m. „Grey’s Anatomy“
10:00 p.m. „Private Practice“

FRIDAY:
8:00 p.m. „Supernanny“
9:00 p.m. „Ugly Betty“
10:00 p.m. „20/20“

SATURDAY:
8:00 p.m. „Saturday Night College Football“

SUNDAY:
7:00 p.m. „America’s Funniest Home Videos“
8:00 p.m. „Extreme Makeover: Home Edition“
9:00 p.m. „Desperate Housewives“
10:00 p.m. „Brothers & Sisters“

Flashforward

Samstag, 6. Dezember, 2008

Seitdem ich die Prämisse der neuen SF-Serie „Flashforward“ kenne, juckt es mir in den Fingern, die Buchvorlage anzuschaffen. Ausgangspunkt des Romans „Flashforward“ des kanadischen Autors Robert J. Sawyer ist ein seltsames Ereignis, bei dem die gesamte Erdbevölkerung für zwei Minuten und 17 Sekunden einen „Black-Out“ erleidet und in dieser Zeit von ihrer Zukunft im Jahre 2030 „träumt“. Eigentlich ist das eine ideale Vorlage für eine prozedurale Serie mit einem übergreifenden Arc: Das ausgelöste Chaos und die persönlichen Zukunfts-Visionen jedes einzelnen Erdenbürgers würden das „Topic of the week“ bilden und die Suche nach dem größeren Gesamtzusammenhang der Visionen liefert Material für das „big mystery“.

ABC hat wohl gerade eine Pilot-Episode bestellt und will die Serie dann eventuell im Herbst 2009 im Lead-Out von „Lost“ platzieren. Ursprünglich war dies angeblich mal ein HBO-Projekt. Verantwortlich für die TV-Fassung sind Brannon Braga („Star Trek“) und David S. Goyer („The Dark Knight“), die auch bereits den SciFi-Flop „Threshold“ auf der Kappe haben.

Das klingt mal wieder nach einem SciFi-Konzept mit Potential, auch wenn es erneut eine „Zeitsprung“-Story ist, die in den letzten Jahren nicht recht beim Zuschauer ankamen (abgesehen von der ersten Staffel „Heroes“). Insbesondere die Beteiligung von Brannon Braga lässt mich nicht gerade in Freudensprünge ausbrechen (er war verantwortlich für weite Teile des „Enterprise“-Debakels). Aber vielleicht wird’s ja dennoch etwas.

Mal sehen, ob ich mir den Roman unter den Weihnachtsbaum lege. Aber es war ja schon ein großer Fehler, die „Sookie Stackhouse“-Romane vor der Ausstrahlung der „True Blood“-Serie zu lesen. Das wirkte wie ein gigantischer Spoiler (der dann zu allem Überfluss auch nur halbkorrekt war und dadurch zu noch mehr Irritationen führte).

Es kam wie es kommen musste

Freitag, 21. November, 2008

Eine Überraschung ist es wohl nicht mehr, aber eine gewisse Enttäuschung lässt sich nicht verbergen. ABC wird keine weitere Episoden von „Dirty Sexy Money“, „Eli Stone“ und „Pushing Daisies“ bestellen — nach der Ausstrahlung der jeweils abgedrehten 13 Episoden ist somit für diese Serien Schluss. „Life on Mars“, von dem eigentlich auch erwartet wurde, dass es auf dieser „Opferliste“ stehen würde, hat noch einen Gnadenaufschub bekommen und darf vier weitere Episoden produzieren.

„Dirty Sexy Money“ war mir seit dem Ende der ersten Staffel eigentlich recht egal, aber „Eli Stone“ und „Pushing Daisies“ waren charmante Produktionen, die den Serienalltag etwas bunter machten. Ein dramatischer Verlust sind beide dennoch nicht in meinen Augen, denn so richtig konnten beide Serien ihre Potentiale auch nicht ausnutzen und waren dann doch auf Dauer etwas zu schräg oder zu „zuckersüß“. Dennoch ist es schade, dass solch ungewöhnliche Konzepte bei den TV-Zuschauern immer noch nicht richtig Fuß fassen können und oft nach einer kurzen Staffel scheitern. Bedauerlich ist ferner die Tatsache, dass die finale Episode von „Pushing Daisies“ aus einem Cliffhanger besteht und somit mal wieder eine Serie ohne vernünftigen Abschluss aus dem Diesseits scheidet. Bryan Fuller hofft auf eine Fortsetzung als Comic, aber leider liegen Hoffnung und Realität bekanntermaßen oftmals weit auseinander.

Aber immerhin gibt es heute auch noch gute Nachrichten: „Scrubs“ startet auf ABC am 6. Januar, ein „Arrested Development“-Film erscheint erneut eine winzige Nuance wahrscheinlicher und es gibt einen ersten (aber leider nicht sonderlich überzeugenden) „Cupid“-Trailer.

So ist das im „Serienland“: Shows werden abgesetzt, neue kommen nach.

Upfronts 2008: Nur zwei neue Serien bei ABC

Dienstag, 13. Mai, 2008

So sieht der (gegenüber letzter Season weitestgehend unveränderte) Herbst-Sendeplan von ABC laut Variety aus:

Monday

8- “Dancing with the Stars”
9:30 – “Samantha Who?”
10 – “Boston Legal“ / „the Bachelor“

Tuesday

8 – “Opportunity Knocks” (new reality show)
9 – “Dancing with the Stars” results show / „Scrubs“ and „The Goode Family“ (new comedy, midseason)
10 – “Eli Stone”

Wednesday

8 – “Pushing Daisies”
9 – “Private Practice”
10 – “Dirty Sexy Money”

Thursday

8 – “Ugly Betty”
9 – “Grey’s Anatomy”
10 – “Life on Mars” (new drama)

Friday

8 – “Wife Swap”
9 – “Supernanny”
10 – “20/20”

Saturday

8 – “Saturday Night College Football”

Sunday

7 – “America’s Funniest Home Videos”
8 – “Extreme Makeover: Home Edition”
9 – “Desperate Housewives”
10 – “Brothers & Sisters”

Positiv darin vor allem die Verlängerung von „Samantha Who?„, die mich dieses Jahr wirklich positiv überraschte. „Lost“ kommt erst wieder in der Mid-Season Anfang 2009. Ebenfalls nicht auf dieser Liste ist die verlängerte Comedy „According to Jim“ und die neue Reality-Serie „Opportunity Knocks“.

Über den Verbleib von „Cashmere Mafia“ sowie „Miss/Guided“ gibt es keine Informationen mehr in der ABC-Pressemitteilung — das legt nahe, dass sie wohl abgesetzt sind. In beiden Fällen kein übermäßig tragischer Verlust, aber eigentlich lieferten beide zumindest halbwegs solide Unterhaltung und so wundert es mich schon ein wenig, dass ABC auf diese beiden Shows verzichten will. Auf der anderen Seite: Soviele verlängerte Serien gab es schon lang nicht mehr.

Und spätestens zur Midseason dürfte ABC noch mit einem großen Bündel neuer Serien aufwarten, die momentan teilweise erst im Planungsstadium sind (u.a. „Cupid 2.0“ und „Good Behaviour“).

ABC Previews

Samstag, 2. Juni, 2007

Bei ABC sind nun auch 3-Minuten-Trailer von vier neuen Serien abrufbar (bisher waren das ja lediglich 20sec-Bits) — leider immer mit einem 30-Sekunden-Werbespot vorgeschaltet. Aber wer auf YouTube sucht, wird auch fündig (allerdings in schlechterer Qualität).

Sam I Am

Comedy um eine junge Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat. Der Trailer war mal sehr unterhaltsam und verspricht eine amüsante Comedy. Christina Applegate scheint voll in ihrem Element zu sein und spielt sehr frisch auf.

Pushing Daisies

„A forensic fairytale.“ Puh, auch der längere Trailer scheint die großen Hoffnungen in die Show noch nicht zu enttäuschen. Die Einleitung von der Jugend des Protagonisten Ned spricht eine wunderbare bunte Sprache aus einer skurrilen Fantasiewelt, die fast schon ein wenig an Tim Burtons ausgefallene Produktionen erinnern. „Pushing Daisies“ ist ganz klar die Nummer 1 in der Liste meiner Serienhoffnungen für den Herbst.

Women’s Murder Club

Sehr souveränes Krimi-Action-Drama um Powerfrauen, die das Recht selbst in dei Hand nehmen. Doch so richtig glaubhaft scheinen mir die Charaktere zumindest in dem kurzen Ausschnitt nicht. Macht einen etwas over-the-top Eindruck.

Cashmere Mafia

Und noch eine Powerfrauen-Show, diesmal ein „Sex and the City“-Klon (wird ABC nun endgültig zum Frauen-Sender? Mit einem Großteil des Programms scheint man ja weniger Wert auf männliche Zuschauer zu legen). Hat mich schon wie die vorherigen kürzeren Ausschnitte rein gar nicht angesprochen oder interessiert, aber vermutlich bin ich ganz einfach die falsche Zielgruppe.

Upfronts 2007: ABC

Dienstag, 15. Mai, 2007

Pushing DaisiesAuch bei ABC blieben die großen Überraschungen aus nachdem eigentlich alle Pickups und Verlängerungen schon in den vergangenen Tagen und Wochen bekanntgegeben wurden.

Dennoch ist die schiere Anzahl von neuen Produktionen durchaus beeindruckend. ABC hat die imposante Anzahl von sieben neue Dramen und drei neuen Comedies sowie eine Reality-Show geordert. Mit diesen elf neuen Produktionen tauscht ABC einen Großteil seines Line-Ups aus. „Lost“ startet erst im Januar oder Februar, daher ist noch kein Sendetermin für diese Show vorgesehen. „Cashmere Mafia“, „Notes from the Underbelly“ und „October Road“ starten erst ca. 2008 wenn „Dancing with the Stars“ und „The Bachelor“ beendet sind.

Unter anderem wird der komplette Mittwoch im Herbst nur aus neuen Serien bestehen, sicherlich ein gewagtes Unternehmen, aber der aktuelle Mittwoch war ja zuletzt nur noch eine Baustelle mit vielen Schlaglöchern.

Die anderen etablierten Shows wie Boston Legal, Housewives, Brothers & Sisters, Anatomy und Betty behalten alle ihre Sendeplätze bei, auch „Men in Trees“ findet sich auf dem schwierigen Freitag-Sendeplatz wieder, den es im September kurzzeitig innehatte. So kommen lediglich die neuen Shows „Big Shots“ und „Sam I Am“ in den Genuss eines performanten Lead-Ins.

Bei den Absetzungen ist die schon längst überfällige Serie „What about Brian“ nun auch offiziell Geschichte und „The Knights of Prosperity“ scheint trotz anderer Gerüchte nun doch nicht mehr zurückzukommen. Aber eventuell macht ABC hier noch eine nachträgliche Ankündigung – bis zuletzt hieß es ja, dass die Gespräche mit Ray Romano noch laufen. Auch „According to Jim“ kommt wohl nicht mehr zurück.

ABC schien übrigens wirklich an einem Pickup von Scrubs interessiert gewesen zu sein, im Quellcode der ABC-Upfronts-Website findet man nämlich (neben einigen anderen deaktivierten Links) auch einen Link zu einer Scrubs-Promopage — allerdings mit dem Hinweis, dass NBC die Serie für 18 Episoden verlängert hat.

Details im SerienWiki.

Die Pressemeldung von ABC…

Restlichen Eintrag lesen…. »

ABC verlängert "October Road"

Samstag, 12. Mai, 2007

… behauptet zumindest der Hollywood Reporter.

Demnach wurde nicht nur „October Road“, sondern auch „Notes from the Underbelly“ semi-offiziell für eine weitere Staffel geordert. Außerdem bekamen folgende neuen Serien knapp eine Woche vor der Upfronts-Präsentation bereits grünes Licht:

Dramen: „Private Practice“, „Cashmere Mafia“, „Pushing Daisies“, „Women’s Murder Club“, „Dirty Sexy Money“, „Eli Stone“, „Big Shots“ (ehemals: „Untitled Jon Feldman Project“)

Comedies: „Sam I Am“, „Cavemen“, „Carpoolers.“

Diese Ankündigung unterscheidet sich damit leicht von Ausiellos „rumored fall schedule„, bspw. ist „Women’s Murder Club“ nicht auf Ausiellos Liste gewesen.

Am meisten bin ich ja auf „Sam I Am“ (mit Christina Applegate) und Bryan Fullers „Pushing Daisies“ gespannt. Letzteres handelt von einem Mann, der tote Menschen durch einfaches Handauflegen für wenige Minuten wieder zum Leben erwecken kann. So kann er beispielsweise letzte Wünsche erfüllen oder Mörder ermitteln. Doch die Sache wird kompliziert, als er seine große Liebe „wiederbelebt“ … dauerhaft. Doch sollte er sie jemals wieder berühren, wird sie sterben. Hingegen überrascht das Pickup von „Cavemen“ schon etwas. Darüber hat man in den letzten Tag ja nur Übles gelesen.

ABC verlängert sieben Dramen

Donnerstag, 22. März, 2007

Auch wenn draußen noch Schnee fällt: Die Upfronts und das Ende der Pilot-Season werfen ihre langen Schatten voraus. Nun bringen die Networks mit ein paar vorzeitigen Renewals ihre ersten Schäfchen ins Trockene.

Gestern gab ABC bekannt welche ihrer Produktionen bereits jetzt für die kommende Season 2007/08 verlängert werden: Viele bereits im Vorfeld klar absehbare Entscheidungen sind darunter, aber auch ein paar frühere Wackelkandidaten.

Brothers & Sisters

Zählt für mich zu den besten neuen Serien dieser Season. Manche Storylines sind für meinen Geschmack etwas zu soapig, aber exzellente Schauspielerleistungen vor allem der weiblichen Hauptdarstellerinnen Sally Fields, Rachel Griffiths, Patricia Wettig und Calista Flockhart machen diese Show zu einem sehenswerten Highlight in ABCs Lineup. Einer der größten Schwachpunkte war die vermeintlich romantische Beziehung zwischen „Warren“ (Josh Hopkins) und „Kitty“ (Flockhart), die jedoch on-screen so gut wie keine Chemie hatten. Das Ersetzen dieser Storyline durch Rob Lowes neuen Charakter war daher ein klarer Gewinn für die Show. Ich kann nur hoffen, dass sie Lowe auch für Staffel 2 halten können. Das Polit-Business scheint wirklich seine Paraderolle (nach „West Wing“) zu sein. Ich hoffe jetzt nur noch auf ein paar versteckte „thirtysomething“ oder „Everwood“-Reunions — Emily VanCamp ist ja jetzt auch an Bord.

Ugly Betty

Habe ich seit den ersten paar Folgen nicht mehr gesehen. War mir ’ne Ecke zu „silly“.

Men In Trees

Wenn das keine „Chick-Show“ ist, dann weiß ich es auch nicht mehr. Ich hätte gedacht, dass es ein perfektes Pendant zu „Grey’s Anatomy“ ist, aber die Quoten im Post-GA-Slot waren ja dann doch nicht sonderlich überzeugend. Insofern war es wohl im Gegensatz zu „Brothers & Sisters“ und „Ugly Betty“ eine der Shows, deren Verlängerung nicht so klar vorhersehbar waren. „Men In Trees“ ist eine klassische „romantische Comedy-Soap“, die als Guilty-Pleasure-Show durchaus ganz nett anzuschauen ist. Eines ist aber auch klar: Ohne Anne Heche wäre die Show schon längst tot. Abraham Benrubi (als uriger Barmann) und Cynthia Stevenson (als klammernde Mutter) sind eine perfekte Ergänzung nicht nur für den Comedy-Anteil der Show. Aber jedesmal wenn James Tupper (als „Jack“) grummelnd in die Kamera grunzt will man(n) am liebsten eine Horde Eisbären auf seinen Charakter loslassen. Die weibliche Zuschauerschaft schmachtet an diesen Stellen jedoch meistens mit einem verklärten Blick in Richtung Bildschirm. Dazu habe ich wohl ein Y zuviel 😉

Boston Legal

Seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Wo die Show erfolgreich ist, hebt allerdings ABC genüsslich in ihrer Pressemeldung hervor: „The drama stands as the No. 1 TV show this season, based on the concentration of high income viewers in its young adult audience (Adult 18-49 index w/$100K+ annual income).“

Desperate Housewives

Nach der verkorksten zweiten Staffel war wohl der Gigant schon leicht am Wanken, doch in Staffel drei haben sich die „Hausfrauen“ wieder erholt. Daher war die Verlängerung wohl keine Frage.

Grey’s Anatomy

Auch hier wieder keine Überraschung. Die Show, die sogar CSI das Fürchten lehrte, ist einer der wenigen stabilen Quotentürme von ABC. Aber gegen Mitte der aktuellen Staffel wurden schon allmählich erste Stimmen laut: Did the show jump the shark? Dazu die unappetitlichen Ausfälle von Isaiah Washington, die in ein formidables PR-Desaster mündeten und wohl einiges über die Stimmung unter den Darstellern am Set aussagte. Nicht zu vergessen die an die Öffentlichkeit getragene Unbehaglichkeit mit der Casting-Entscheidung für die neue Spin-Off-Serie. Nicht jede(r) von ihren Kolleginnen scheint Kate Walsh („Dr. Addison“) die eigene Show zu gönnen. Auf der anderen Seite sind solche Gerüchte immer mit Vorsicht zu geniessen: Gerade die Boulevard-Blätter stürzen sich natürlich mit Vorliebe auf solche Geschichtchen und bauschen eine Non-Story gerne üppig auf — vielleicht auch mit inoffizieller Hilfe der Konkurrenz-Networks. Aber hier könnte ABC die Show wohl auch schon für die Season 2008/09 klarmachen, ebenso wie…

Lost

Die Serie ist zwar etwas unglücklich vom hohen Sockel des Mega-Hits gefallen, aber ist als Kult-Show immer noch ein ein fettes Pfund. „Lost“ ist eines der wichtigsten Markenzeichen für Buenavista/ABC und die werden den Teufel tun und sich von „Heroes“ die Butter vom Brot nehmen lassen. Daher rechne ich bereits jetzt trotz der etwas kühlen Quoten nicht nur mit einer vierten, sondern auch noch mit einer fünften Staffel. Ob die kreative Abteilung jedoch da noch mithalten kann, steht auf einem anderen Blatt.

Ferner wurden verlängert

„The Bachelor“ (ugh), „Dancing With the Stars“ (ugh^2), „Extreme Makeover: Home Edition“, „Jimmy Kimmel Live“, „America’s Funniest Home Videos“, „Supernanny“ sowie „Wife Swap“.

Es fehlen (noch?)

„October Road“, „Six Degrees“ und „What about Brian“ sowie alle Comedies und die kommenden Midseason-Shows (wie bspw. „Traveler“). „What about Brian“ ist glaube ich mittlerweile fast eine komplett neue und „runderneuerte“ Show. Alle Hauptcharaktere haben in den zwei bisherigen Staffeln mindestens schon zwei 180°-Wendungen durchgemacht. In diesem Sinne ist Tiffani Thiessen ja geradezu eine ideale Ergänzung für den Cast.

Der Vollständigkeit halber fehlt auch „The Nine“, aber abgesehen von einer „Wegsendung“ der bereits produzierten Episoden im Sommer dürfte da nix mehr passieren. Ähnliches gilt für „Day Break“, das wirklich eine gute Show war und immerhin im Internet zu einem (akzeptablen) Ende gebracht wurde.

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ABC: "Brothers & Sisters" solide

Montag, 9. Oktober, 2006

Auch in der dritten Woche hat ABCs neue Dramahoffnung „Brothers & Sisters“ ein wenig bei den Zuschauerzahlen einbüssen müssen (von 9,1 auf 8,6 in den Overnights), der Unterschied zum Lead-In „Desperate Housewives“ ist noch ein Stückchen größer geworden.

Aber ich denke, die Show hat sich nun stabilisiert. Und das gilt nicht nur für die Quote. Die ersten beiden Episoden waren noch etwas sperrig und hatten mich zunächst nicht sonderlich angesprochen. Aber in Woche drei wurde die Sache interessanter, die Charaktere etwas mehrdimensionaler. Ich würde „Brothers and Sisters“ derzeit am ehesten für den alljährlich vergebenen „thirtysomething“-Gedächtnis-Preis nominieren — sie hat dieses Jahr von allen neuen Shows am meisten „30s“-Touch. Und das nicht nur wegen Patricia Wettig (vor der Kamera) und Ken Olin (hinter der Kamera). Nein, vor allem wegen Sally Fields. Die Frau ist fast schon zu schade für TV — sie hatte ja schon in „ER“ gezeigt, dass sie bei emotional schwierigen Szenen zu Höchstform auflaufen kann.

Aber auch AllyCalista Flockhart ist ein überraschend solider Grundpfeiler des Dramas, sie hat seit „Ally McBeal“ doch deutlich mehr an Ausdrucksfähigkeit hinzugewonnen. Dazu auch eine sehr gute Leistung von Rachel Griffiths, deren Charakter zwar nicht an ihre facettenreichen Rolle in „Six Feet Under“ heranreicht, aber dennoch interessantes Potential zeigt. Schade ist etwas, dass die Liebesbeziehung zwischen Kitty (Flockhart) und Warren (Hopkins) so in den Vordergrund gestellt wird — mir stehen die ganzen „Wer-schläft-mit-wem“-Dramasoaps langsam Oberkante Unterlippe. Aber es werden immerhin die ärgsten Klischees umschifft. Umso mehr freue ich mich dann auf die Momente, in denen es mal nicht nur um „das Eine“ geht. Immerhin halten sie nicht mit allen großen Geheimnissen lange hinter dem Berg und haben gerade in der dritten Episode einige überraschende Enthüllungen in eine Episode gepackt, die andere Serien über eine ganze Staffel gestreckt hätten (womit wir wieder bei der Kitty/Warren-Beziehung wären). Im Mittelpunkt der Show steht eine recht alltägliche Familiengeschichte, das ist einerseits eine erfrischende Abwechslung (keine ausladende und schwergewichtige High-Profile-Show), aber auch gleichzeitig ein Schwachpunkt. Denn solche Serien, die „einfache“ Geschichten erzählen, haben es heutzutage schwer, die kritische Masse an Zuschauern zu gewinnen, da sie sich nur schwer promoten lassen. „Once and Again“ war eines der letzten Dramen, die sowas (zunächst ja auch recht erfolgreich) versuchten.

Einziger dicker Minuspunkt ist derzeit noch Ron Rifkin. So schnell nach seiner „Alias“-Fiesling-Rolle ist er einfach der Falsche für diese Rolle. Ich kann gar nicht anders, als seinem Charakter zutiefst zu misstrauen (was wohl auch berechtigt ist) — aber dass ich immer noch jeden Moment damit rechne, dass Sydney Bristow hereingestürmt kommt und Sloane umnietet, hilft beim Geniessen der Show nicht so recht.

Zusammengefasst ist die Schauspielerleistung von „Brothers and Sisters“ sicherlich exzellent und sehenswert. Auch die Skripte werden zunehmend besser und „echter“. Aber es fehlt noch ‚was: Mehr „thirtysomething“-Feeling 😉