Lost: Loslassen können

Ach, jetzt habe ich das große Finale schon einige Zeit „sacken“ lassen, aber so richtig einig werde ich mir immer noch nicht. Nachfolgend also ein paar Gedanken zu „The End“.

(Sollte wohl jedem klar sein, dass nun einige SPOILER folgen)

Das Finale hat einen sehr ambivalenten Eindruck hinterlassen — der StarTrek/Heroes/QuantumLeap-Fanboy in mir ist hochgradig enttäuscht und hat sich mental während des Finales wohl auch mehrmals am Kühlschrank die Zeit vertreiben. Der GreysAnatomy-Soapfan in mir fieberte hingegen sabbernd vor der Leinwand mit.

Es ist irgendwie bemerkenswert zu realisieren, dass die Lost-Macher wohl wirklich eine komplett andere Show im Sinn hatten, als ihre Fans eigentlich sehen wollten. Zeitweise fühlte sich das schon wie eine Ohrfeige gegen all die Hardcore-Fans an, die jede Folge detailliert auf größere Zusammenhänge abklopften. Ohne jetzt genaue Zahlen zu kennen, würde ich schätzen, dass der Großteil der treuen Zuschauer eben eher aus der SciFi-Fangemeinde stammt, die im Extremfall mehrere Wochen Lebenszeit in die Befüllung der Lostpedia gesteckt haben. Was sich nun im Grunde als vollkommen überflüssig erwiesen hat. Denn es gab eigentlich insgesamt kaum Antworten zu den „big questions“, die sich in den vergangenen Jahren aufgetürmt hatten. Woher kam die Insel, was hatten die Ägypter damit zu tun, wie kamen die Zahlen zu ihrer Macht, wie konnte Dharma Lebensmittel abwerfen und wie hat sich Ben unter dem Baumstamm befreit? Vieles lässt sich wohl einfach damit beantworten, dass es Mittel und Wege von Jacob waren, um die Kandidaten auf die Insel zu locken. Aber in der Lostpedia werden eine Menge weiße Flecken bleiben, ein Mahnmal an die vermeintlichen Masterpläne (der Autoren), die sich zunehmend in Wohlgefallen auflösten.

Dabei hatten die Lost-Macher zuletzt immer wieder gebetsmühlenartig betont „it’s about the characters, not about the story“. Man hatte also schon ahnen können, was da auf einen zukommt. Und nichts hat dieses Mantra dann so sehr unterstrichen wie „The End“. Das Finale war vollgepackt mit höchst emotionalen Abschieden von liebgewonnenen Charakteren (Sawyer und Juliet … *schmacht*), aber jede tiefere Analyse verbietet sich eigentlich (Warum waren Sun & Jin ohne ihre Tochter in dem Himmelstor-Finale? Wo war Mr. Eko? Die haben in ihrem restlichen Leben wirklich keine wichtigeren Personen kennengelernt? etc). Man verdirbt sich ansonsten auch noch die verbliebene Freude an der Show.

Denn diese emotionalen Abschiede inklusive der verstreut platzierten Referenzen auf zurückliegende Episoden waren ohne Zweifel richtig gut gelungen. Wenn man in all diese Charaktere derart investiert war, dann war das Finale ein großes Fest. Das rettete dann „The End“ auch vor dem Attribut „schlechter als das BSG-Finale“.

Die große BluRay-Box ist auf meiner Shopping-Hierarchie erst mal etwas nach hinten gerutscht. Irgendwann werde ich sie mir sicherlich anschaffen, aber gegenwärtig ist das Bedürfnis nicht sonderlich groß, die Insel wieder zu besuchen.

Was bleibt, ist die Erinnerung an viele begeisternde Stunden TV-Unterhaltung mit legendären Höhepunkten wie „The Constant“. Viele faszinierende Charaktere, aber leider auch das dumpfe Gefühl, dass in der Show über weite Strecken der rote Faden fehlte und es am Ende eben doch „just another tv show“ war, die sich mit vielen Macken und Notbehelfen über die Zeit retten musste. Wie Christian Shepard sagte, vielleicht ist es wirklich am besten, wenn „wir erinnern und loslassen“.

Ist das SciFi-Drama-Genre mit großen StoryArcs auf den Networks nun tot? Nach den etwas unbefriedigenden Enden von Battlestar Galactica und Lost, den Flops Heroes, Fast Forward, Invasion, Life on Mars US (und wie sie alle hießen) und den für das Lost-„Event-Finale“ eher mauen Quoten von 13 Millionen Zuschauern war das möglicherweise erst mal für lange Zeit der letzte Ausflug ist das Genre. Der nächste Kandidat „The Event“ hat bereits jetzt Zuschauer verloren — Monate vor dem Start.

P.S.: Happy Towel Day!

48 Antworten

  1. 1
    Stormking schrieb:

    Sorry, aber ich halte es für falsch, die Schuld für eventuelle Mißverständnisse über den Charakter der Show jetzt auf die Fans abschieben zu wollen. Es waren schließlich Lindelof und Cuse sowie die ABC-Marketingabteilung, die über Jahre hinweg die Sichtweise auf Lost als Mysteryshow befeuert haben. Daß die kurz vor Schluss plötzlich behaupten, es sei ja überhaupt und generell eigentlich die ganze Zeit über nur um die Charaktere gegangen, ist mehr eine vorauseilende Rechtfertigung für dieses miese Finale, daß in seiner Sinn- und Zusammenhangslosigkeit das BSG-Finale noch weit unterbietet.

    Die Ausrede „Charaktershow“ zieht schon allein deshalb nicht, weil sich die Handlungen der Figuren schon lange nicht mehr plausibel aus ihren Charaktereigenschaften und den Umständen ergab, sondern sie willkürlich und planlos über das Spielfeld der Geschichte geschoben wurden, zur Not auch mit Unterstützung magischer Quellen und böser Mächte, die von jemandem Besitz ergreifen.

    Und es soll mir jetzt keiner sagen, der Versuch, das alles halbwegs sinnvoll aufzulösen sei ja von vornherein aussichtslos gewesen. Es ist ja nicht so als ob den Autoren erst seit dem Ende der fünften Staffel klar gewesen wäre, daß sie in einem Jahr ein Finale abliefern müssen. Die hatten drei Jahre (!!!) lang Zeit, die Ereignisse der ersten drei Staffeln in ein dramaturgisch-plausibles Storygerüst einzupassen. Stattdessen haben sie einfach so weiter gemacht wie zuvor: Ein Mysterium nach dem nächsten eingeführt und immer aberwitzigere Zusammenhänge gesponnen.

    Bis sie schließlich zumindest sich selbst eingestehen mußten, daß sie sich in der Vielzahl von Handlunssträngen und offenen Fragen heillos verheddert haben. Da haben sie sich offensichtlich entschlossen, die „Flucht nach vorn“ anzutreten. Ein aufgepropfter, „epischer“ Konflikt sowie viel Kitsch und Pathos sollten den Zuschauer über die Zusammenhangslosigkeit und letztendliche Bedeutungslosigkeit des Großteils der Handlung hinwegtäuschen. Und genau wie bei BSG funktioniert das bei geschätzt 70-80% der Zuschauer ganz vorzüglich.

  2. 2
    Anubiz schrieb:

    also mir hats gefallen, hab das bekommen was ich erwartet habe: nen Showdown.

    muß auch sagen daß ich auf keine der oben aufgezählen „big questions“ je auf ne Antwort gewartet oder auch nur gesucht hätte!
    die Insel „ist einfach“.
    Vermutlich konsumier ich einfach zu viele SF-Serien 😀
    ok das mit den Zahlen hätt ich gern gelöst gehabt, aber sonst …
    (und das mit Ben und dem Baum, hehe, thats really a big one!! – vielleicht sieht man das in der DVD-Version!)

    Interessant is, daß du nach dem fehlenden Eko fragst, mein Gedanke war da: und Michael??

    ps: weil es erwähnt wurde: das greys finale war HAMMER 🙂
    das Sahnehäubchen auf einer wieder erstklassigen 6. Staffel, nach der grottigen 5.

  3. 3
    Mark schrieb:

    Ich war vom Finale begeistert. Es hat auch ein paar Stunden gedauert, bis ich das verinnerlicht hatte, aber dennoch.

    PS: Eko wollte nicht mehr mitspielen. Dartlon hat ihm eine „juicy sum“ (wie es heißt) angeboten, aber die Zicke wollte wohl nicht.

  4. 4
    Schamotnik schrieb:

    Kann sab und vor allem stormking nur voll und ganz zustimmen. Viel ist nicht mehr hinzuzufügen, außer dass das Finale sehr enttäuschend war.
    Viel kitsch und Herzschmerz. Hauptsache das Licht wird vor der Wolke beschützt…

    Im Endeffekt fasst es dieses Video am Besten zusammen
    http://www.youtube.com/watch?v=G-DShnvNNv0&feature=player_embedded

  5. 5
    Anonymous schrieb:

    Wenn du wirklich denkst das Lost nur eine TV-Serie wie jede andere ist, nur weil den Mythologie-Anhängern das Ende nicht gefallen hat, dann liegts du definitiv falsch

    und Stormking, du hättest gemault egal wie das Ende ausgefallen wäre, weil die autoren die frechheit besessen haben die letzten drei Staffeln nicht so zu gestalten wie sie dir gefallen hätten.

  6. 6
    Frank schrieb:

    Ja ich sehe das ganz ähnlich wie stormking…für mich war das Finale ne absolute Enttäuschung. Jetzt zu sagen das es ja alles nur um die Charaktere ging ist absolute hanebüchen. Klar waren die wichtig aber der eigentliche Star war doch (vor allem in den ersten staffeln) die Insel und ihre Geheimnisse.

    Ich freue mich zwar auch immer über ein Happyend für die Charaktere und eine schöne Beendung ihrer Story (Soap ist schon nicht schlecht manchmal) aber mal ehrlich: Die sind alle tot…in wie weit ist das denn ein befriedigendes Ende. Zumal sie auch nicht alle zusammen gestorben sind. Wie soll man sich das Vorstellen? Kate fliegt mit dem Flugzeug zurück und verbringt dann die restlichen 50 Jahre in ihres Lebens in Einsamkeit während sie Jack (wie sie am Ende selber sagt) so sehr vermisst. Ne wichtigere Person hat sie ja anscheinet in ihrem Leben nicht mehr kennen gelernt, sonst wäre die ja auch in der Kirche am Ende.

    Ich hab auch nicht erwartet das alle Fragen beantwortet werden und vor allem das die glaubhaft beantwortet werden aber zumindest hatte ich erwarte das sie es wenigstens versuchen.

    Jeder der jetzt sagt: „Das war ein super Ende!“…sollte sich mal die Frage stellen ob er/sie Lost auch weiter angesehen hätte wenn schon in der dritten Staffel bekannt gewesen wäre das es auf die großen Fragen keine Antwort geben wird und die ganzen Mysteries nur Beiwerk sind um die Geschichte um die Charaktere spannend zu halten.

    Ganz nebenbei hatte ich auch ein Riesen Problem mit dem ganzen religiösen Zeug am Ende…gut ich bin Atheist, ist also eher persönlich und hat sich ja in den letzten zwei Staffeln schon ein wenig angekündigt.

  7. 7
    Schamotnik schrieb:

    „nur weil den Mythologie-Anhängern das Ende nicht gefallen hat,..“

    Die ganze Serie dreht sich um die Mythologie. Eine Serie auf einem Mysterium aufzubauen und dann zu sagen es war gar nicht so wichtig find ich ein bisschen lächerlich. Wenn das Ganze für die Serie komplett unerheblich ist, hätte die Serie genauso in einem all inclusive Hotel in Hawaii spielen können.
    Ich find stormking und sab kritisieren das Ende zurecht.

    Natürlich wird es, egal wie es ausgeht immer Leute geben, denen das Ende nicht gefallen wird. Allerdings sind hier eher die Leute befriedigt worden, denen eine Art „happy end“ für die Charaktere wichtiger war, als eine Erklärung warum die Leute überhaupt auf der Insel waren.

  8. 8
    dent42 schrieb:

    Es gibt einen Unterschied zwischen keinen Antworten, teilweisen Antworten, Antworten die einem nicht passen und Antworten die ich nicht verstehe.
    Die Frage z.B. warum die Leute auf der Insel sind wurde von Jacob beantwortet.

  9. 9
    Schamotnik schrieb:

    Ja stimmt, ich meinte eigentlich was die Insel überhaupt ist und warum man sie überhaupt beschützen muss.. etc etc.
    Aber egal, jetzt ist ja vorbei. War zwar enttäuscht, hab mir aber nach der 6. Staffel eh nicht mehr so viel erwartet.
    Auch andere Sender haben schöne Serien..

  10. 10
    Frank schrieb:

    „Die Frage z.B. warum die Leute auf der Insel sind wurde von Jacob beantwortet.“

    Mmmmh, ok aber „Ich brauch jemanden der das ominöse Licht gegen einen ominösen Feind beschützt. (…das musste ja auch schon beschützt werden bevor es Smokey gab.)“ kann man höchstens als teilweise Beantwortung der Frage bewerten :-).

    Aber ich muss schon zugeben, ich war schon vor dem Finale echt genervt als die Serie anfing zu sehr ins spirituelle und dann sogar ins religiöse Milieu abzurutschen. In sofern konnten die mit dem Finale bei mir nicht gewinnen.

  11. 11
    mb schrieb:

    War auch enttäuscht. Und verärgert.

    Ich mochte die Inselstory, auch mit dem Ende für Jack, Hurley und Ben konnte ich mich gut anfreunden. Das passte. Lahmer Endfight hin oder her. Wenn nebenbei noch einige wichtige Fragen geklärt worden wären, dann wär ich zufrieden gewesen.

    Aber stattdessen bekam man diesen BeforeAfterlife Quark als Hauptgang. Mir gings da wie Frank. Ich war auf der Seite von Science, aber Faith hat offensichtlich gewonnen. Ich hab mich echt geschämt, diese Show zu schauen, als sie alle gemeinsam ins Licht traten. Und ich hab nicht mal die Augen gerollt, als Ben am Rad drehte und die Insel mit nem Plopp verschwand.

    Und ein Happyend war das für mich irgendwie auch nicht. Für so einige Charaktere eher deprimierend. Und macht teilweise auch einfach keinen Sinn. Der Jack im Finale hatte mMn bereits losgelassen, ist glücklich gestorben – „erfüllt“. Warum musste er sich dann einen Sohn herphantasieren? Und warum um alles in der Welt existierte die Insel dort nicht mehr? Soll ich wirklich glauben, dass die versunkene Insel im Sinne von Jack, Hurley, Ben & Co waren? An ihrer Stelle könnte ich erst „loslassen“ wenn ich die Insel in sicherer Hand wüsste und nicht wenn sie kaputt ist. Dieser Red Herring nervte mich eh am meisten. Wurde ja so dargestellt, als wärs ein direktes Resultat der Bombe. Das erweckte Hoffnungen auf einen kleveren Scifi-Ritt ala S5. Dass die nicht erfüllt wurden, hat sich ja schon im Laufe der Staffel abgezeichnet. Ändert aber nichts an meinem Spaß an den ersten fünf Staffeln.

    Aber „It’s about the characters“ ist wohl die offizielle Ausrede aller Autoren, die sich in ne Ecke geschrieben haben und keinen zufriedenstellenden Weg heraus gefunden haben.

  12. 12
    Anubiz schrieb:

    Jeder der jetzt sagt: “Das war ein super Ende!”…sollte sich mal die Frage stellen ob er/sie Lost auch weiter angesehen hätte wenn schon in der dritten Staffel bekannt gewesen wäre das es auf die großen Fragen keine Antwort geben wird und die ganzen Mysteries nur Beiwerk sind um die Geschichte um die Charaktere spannend zu halten.

    öhm – ja?
    ich guck ne Serie nicht weil ich irgendwelche Antworten will, sondern weil ich unterhalten werden will – mit guten Charakteren und Geschichten, und die hatte ich.

  13. 13
    sab schrieb:

    Nur damit keine Missverständnisse auftreten, ich will den Fans hier keine „Schuld“ geben — ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Autoren in eine nicht so attraktive Richtung galoppiert sind. Fast möchte ich den Machern sogar eine gewisse Arroganz vorwerfen — jedenfalls interpretiere ich so nun im Nachhinein beispielsweise das konsequente Verweigern des Nennens des Namens von Jacobs Bruder. Ist eigentlich nur eine Kleinigkeit, aber die Art der Betonung, dieses kleine Faktum nicht zu präsentieren, kann man als „Ihr könnt uns mal“-Geste an die Hardcore-Lostpedia-Fans auffassen.

    Da frage ich mich dann auch ob Lindelof & Co. nicht nur kein vernünftiges, Mythologie-lastiges Ende finden konnten, sondern auch gar nicht erst finden wollten. Das wiederum kann man im Grunde auch als Vision auffassen, die sie durchgezogen haben. Die SciFi-Mythologie wäre somit eher Zuschauer-Lockmittel gewesen.

    Aber dann stellt sich auch irgendwie die Frage inwiefern man den Kreativlingen (respektive Autoren) „Schuld“ geben kann. Am Ende sind wir als Zuschauer ja immer nur passive Konsumenten eines Kulturgutes. Entweder wir mögen die präsentierte Ware oder eben nicht. Sind die Macher dann in Austauch für unsere Aufmerksamkeit und unser Interesse in einer Bringschuld?

    Insofern möchte ich mein Fazit mal so formulieren: So richtig gefällt mir das Opus „Lost“ in dieser Form nicht, aber zumindest in Grenzen kann ich damit leben. Aber es ist noch alles viel zu frisch. Mal sehen, wie das Fazit in einigen Jahren, nach einem „Lost“-Marathon aussieht.

    Ob ich mir die komplette Serie angeschaut hätte, wenn ich das Ende im Voraus gekannt hätte? Vermutlich ja, aber ähnlich wie bei Teilen von Season 2/3 hätte ich bei Season 6 einige Sachen übersprungen/schneller abgearbeitet und nicht so viel hineininterpretiert (was zugegebenermaßen aber auch einen Reiz der Show ausmachte). Gerade bei den klasse Flashbacks in „The End“ wurde mir wieder deutlich, wie faszinierend die erste (und dritte/vierte) Staffel war.

  14. 14
    Frank schrieb:

    Anubiz, du willst mir also ernsthaft erzählen, wenn du gewusst hättest, dass du nie erfahren wirst was es mit der Dharma auf sich hat oder warum es diese Insel überhaupt gibt und warum alle so ein interesse daran haben, hättest du die Serie mit dem gleichen Enthusiasmus mehrer Staffeln weiter geschaut?
    Mich hat ja auch interesiert wer mit wem und wie das Leben der Charactere ist/war/wird aber das war nicht das was Lost für mich besonders gemacht hat.

  15. 15
    dent42 schrieb:

    „Aber dann stellt sich auch irgendwie die Frage inwiefern man den Kreativlingen (respektive Autoren) “Schuld” geben kann. Am Ende sind wir als Zuschauer ja immer nur passive Konsumenten eines Kulturgutes. Entweder wir mögen die präsentierte Ware oder eben nicht. Sind die Macher dann in Austauch für unsere Aufmerksamkeit und unser Interesse in einer Bringschuld?“

    Ich finde dieser Aspekt wird viel zu wenig vorgebracht, vielleicht liegt es ja auch am Zeitgeist. Lost ist die erste richtige Web 2.0 Serie, die die Zuschauer sehr eingebunden hat, vielleicht wurde so der Eindruck erweckt die Zuschauer hätten ein gewisses Anrecht daran, das die Serie sich komplett so entwickelt wie sie es sich vorstellen, was natürlich absolut unmöglich ist. Hier kollidieren Interaktivität des Netzes und das klassische, passive Medium Fernsehen frontal.

  16. 16
    MrPennywise schrieb:

    Tjaaaaaa…was soll man da sagen? Gerade Lost zu Ende geschaut und realisiert, dass nun sechs Jahre Seriengeschichte ein Ende finden. Das zum Teil recht unbefriedigende Gefühl einiger Fans, dass vieles unausgegoren erscheint, kann ich gut nachvollziehen. Ich halte es aber für vollkommen normal. Lost ist schliesslich die erste Serie, die auch durch die Zuschauer massiv mitbeeinflußt wurde. Auf „Spiegel.de“ wird das kurz angerissen, aber es geht mir nicht weit genug. Klar ist doch: Die Autoren hatten nicht den Metaplan in der Tasche. Vielleicht hat man immer zwei Staffeln im Voraus geplant, vielleicht kürzer, vielleicht länger. Aber interessanter ist doch: Hat sich die Serie nicht auch dank der überbordenden Interpretationsspielräume der Zuschauer zu dem entwickelt, was sie wurde? Was hat man nicht alles in die Zahlen 4,8,15,16,23,42 hineininterpretiert. Manchmal glaube ich, die verschiedenen „Verschwörungstheorien“ diesbezüglich wurden von den Autoren nur eingebaut, weil man wusste, dass das Rätselraten weitergeht. Und wer weiß: Vielleicht gab es mal einen Plan dafür, die Existenz der Eisbären zu erklären oder was eigentlich mit Walt passiert ist, der doch in den ersten drei Staffeln so wichtig erscheint und der am Ende keine Rolle mehr spielt.
    Haben die Autoren am Ende gemerkt, dass sich das Storywollknäuel nicht mehr entwirren lässt? Und deswegen zum ultimativen Inselstöpsel gegriffen, der nun alles auflöst?

    Wer weiß.

    Für mich persönlich bestand die Faszination in Lost schon immer darin, dass 1-2 Fragen beantwortet wurden, aber gleichzeitig 5 neue Fragen auftauchten. Was das angeht, blieb man sich all die Staffeln treu, bis zum schnulzigen Finale. Es bleiben so viele Fragen offen, dass ich hier nachdenklich sitze und diese Sätze in die Tastatur hacke, was ich nicht tun würde, wenn man in einer 19. Folge sämtliche Restfragen geklärt hätte.

    Dem unbedingten Willen und dem Instinkt folgend, alles ergründen zu wollen, wird es noch viele Theorien geben, über die man nachgrübeln und diskutieren kann. Ich glaube, damit atmet Lost weit über das Finale hinaus (und ich persönlich habe die Fragen lieber offen, als dass ich sie in einem Kinofilm noch beantwortet bekomme, ich bete, dass die Finanzkrise nicht so reinknallt, dass J.J. Abrams sich so einen Schritt bis in alle Zeiten verbietet).

    Bis auf die Ungereimtheiten, die man eben nun positiv oder negativ sehen kann (je nach charakterlicher Ausrichtung eben), hat Lost aber alles richtig gemacht.
    Lost hat den Zuschauer auf eine Weise mitgenommen, wie es keine andere Serie bisher getan hat. Starke und ausgearbeitete Figuren, die aufeinander abgestimmt waren. Ein grandioses Setting. Eine stets passende Musikuntermalung, die mit wenig Tönen viel Spannung erzeugte.
    Ein Plot, der mich sechs Jahre lang zum Grübeln gebracht hat. Dialoge, die ich so noch in keiner anderen Serie bestaunen durfte.

    Dieses Gefühl überwiegt den kleinen Kratzer, dass man am Ende eventuell veräppelt wurde. Trotzdem ist mir der hohe Interpretationsspielraum nicht gänzlich unsymphatisch.

    Wesentlich unsymphatischer rumort in mir die Frage:

    Was schaue ich eigentlich nächste Woche?

    So long.

    MrPennywise

  17. 17
    Frank schrieb:

    @MrPennywise

    Da hast du sicher mit vielem Recht….mir wird aber nach dem Finale bei Lost immer der Gedanke im Kopf hängen bleiben den ich hatte als Jacks Vater zur Kirchentür geht: „Bitte kein weißes Licht, bitte kein weißes Licht, bitte kein weißes Licht….“ …und dann kam halt das weiße Licht…und damit erübrigen sich gewöhnlich alle weiteren Fragen. Ab da kann dann alles mit „Gott/Allah/Ein Megawesen hat dafür gesorgt“ beantworten. Im Prinzip tötet das doch sogar einen Haufen Interpretationsspielraum weil man einfach alles durch ein Dogma begründen kann….ok egal, vermutlich geht das zu weit vom Thema weg.

  18. 18
    MrPennywise schrieb:

    das mit dem weissen Licht interpretiere ich aber anders: Es soll dem Zuschauer entgültig klar gemacht werden, dass alle in der Kirche tot sind und ein Leben „nach“ der Insel hatten. So verstehe ich es zumindest. Die Fragen nach den Eisbären und Walt bleiben davon letztlich unberührt und können von Fans und Kritikern gleichermaßen gestellt werden. Vermutlich war den Autoren ein solches Ende eben lieber als ein Ende, in dem man höchstmögliche Aufklärung betreibt. Vielleicht wird das mit der Distanz von einigen Wochen/Monaten/Jahren als das bessere Ende aufgefasst, sicher bin ich mir da zwar nicht, ich für meinen Teil wurde aber trotzdem auf hohem Niveau zufriedengestellt.

  19. 19
    dent42 schrieb:

    Man kann auch alles vollkommen ohne einen Gott erklären.

    Wird Zeit das endlich mal jemand die Musik anspricht, absolut gigantischer Soundtrack nahezu Perfekt im Finale eingesetzt

    Wenn uns die Serie etwas gelehrt hat, dann doch das Masterpläne nicht funktionieren. Jacob, MIB, Mother, Charles Widmore, Ben, Jack, Faraday, Sawyer hatten alle einen und sind damit gescheitert

  20. 20
    onlime schrieb:

    Sab, du sprichst mir aus der Seele. Auf emotionaler Ebene war es für mich ein zufriedenstellendes Finale. Dass etliche liebgewonnenen Figuren noch mal auftauchten und die Momente, in denen sich in den Flashsideways an die Inselvergangenheit erinnert wurde (ok, abgesehen von Sayids bescheuertem Erinnerungsschlüsselmoment…), das sorgte alles für behagliche Schauder.
    Auf der einen Ebene war es ein erfüllendes Ende, aber auf so vielen anderen Ebenen machte das alles überhaupt keinen Sinn mehr…
    Ich kann damit leben, dass keine einzige der großen Fragen über die Insel geklärt wurde, aber dass die große Auflösung am Schluss sich auf die „Totenzwischenwelt“ in den Flashsideways bezog, also im Prinzip auf etwas, das mit der gesamten Handlung von Lost so gut wie nichts zu tun hatte, und das genausogut auch in jeder anderen Serie hätte stattfinden können, das hat mich doch schon arg geärgert und ich fühlte mich leicht von den Autoren verarscht…

    Viel sinnvoller hätte ich es gefunden, wenn die Jughead-Zündung tatsächlich einen alternativen Zeitstrahl gestartet hätte und dass sich die Leute dann dank Desmonds Hilfe nach und nach an das Leben im Insel-Zeitstrang erinnern, sich im Finale alle wiederfinden und glücklich und zufrieden in der Parallelwelt leben. Das wäre zwar schrecklich schnulzig gewesen, hätte aber Sinn gemacht und hätte wenigstens mit der restlichen Handlung der Serie zu tun gehabt ^^

    Und man hätte ja sogar noch bis kurz vor Schluss die Kurve kriegen können. Wenn die letzten 6 Minuten nicht gewesen wären, wäre ich vollkommen zufrieden gewesen.

    Und auch in der Serie war man bis zur Folge „The Candidate“ noch durchaus auf dem Weg, einige Antworten zumindest theoretisch möglich zu machen, hat dann aber einen anderen Weg eingeschlagen, indem man Jacobs Widersacher eindeutig als Bösewicht positionierte und einen Haufen Leute recht sinnlos sterben lies, die noch so viel Potential für eine Fortführung ihrer Geschichte gehabt hätten.

    Was die ganzen fehlenden Antworten betrifft, so bin ich mittlerweile der Meinung, dass überhaupt so gut wie niemand von sämtlichen Figuren auch nur die geringste Ahnung hat, was hier eigentlich los ist. Nicht mal Jacob wusste, was es eigentlich mit der Insel auf sich hat. Er hat halt die Insel bewacht, weil ihm Mutti gesagt hat, er müsse das tun, weil sonst die Welt untergeht. Ebenso wie Desmond auf den Knopf gedrückt hat. Oder Richard jahrhundertelang Jacobs Anweisungen befolgt hat.
    Die Leute, die hätten Antworten geben können oder ein bisschen Ahnung hatten, zogen es vor, dies nicht nicht zu tun (Eloise Hawking) oder wurden in der Regel getötet, bevor sie es hätten tun können. Und das sogar oftmals relativ unnötig (Daniel Faraday, Charles Widmore).
    Die meiner Meinung nach letzte Person, die wirklich Ahnung von den Geheimnissen der Insel hatte, war die „Mutter“ von Jacob und seinem Bruder. Nach ihrem Tod haben die Hinterbliebenen einfach das getan, von dem sie glaubten, es tun zu müssen. Bei Lost geht es nun mal um den Glauben, und was man aufgrund seines Glaubens alles tut. Vielleicht hatter der Mann in Schwarz ja sogar recht und dieses ganze Gewese um die Geheimnisse der Insel hat überhaupt keine Grundlage. Insofern ist es für mich völlig in Ordnung, dass keine Fragen beantwortet wurden.

    Aber dass die „Auflösung“ des Finales überhaupt nichts mit der Serie zu tun hatte, das wurmt mich doch ungemein. Und das Vorhaben, noch mal alle Folgen von vorne bis hinten zu gucken und nach versteckten Hinweisen auf die große Auflösung zu achten, kann ich ja jetzt erst mal knicken.

    Lost war die Serie, die mich mitgenommen und beschäftigt hat wie keine andere, und nun mit dem Ende bleibt eine gewisse Leere und Enttäuschung in mir zurück. Verursacht durch läppische 6 Minuten.

  21. 21
    MrPennywise schrieb:

    @onlime:

    Eine sehr interessante Sichtweise, was die Flashsideways angeht. Dein Gedankengang, dass sich über die Zeit alle an die Insel erinnern und eben in der Parallelwelt glücklich leben, ist meiner Meinung nach aber der, den jeder (auch ich) beim Schauen dieser Staffel hatte. Für mich ist auch jetzt noch nicht so genau erklärt, wie die Flashsideways in all den Folgen der sechsten Staffel eigentlich auf das Ende hindeuten bzw. damit zu tun haben. „Leben“ in den Flashs der Folgen 1-16 alle Protagonisten noch und sind sie in der letzten Folge erst alle tot? Oder sind sie es bereits die ganze Staffel lang und sie müssen sich für das große Finale erst „finden“? Da habe ich jetzt noch eine ziemlich große Logiklücke, auch die Tatsache, dass Hurley und Desmond die Protagonisten in der letzten Folge zusammentreiben…geschieht das aufgrund der Jacob-Macht von Hurley? Oder ist der mittlerweile auch tot? Ach herrje…so viele neue Fragen… 😀

  22. 22
    kyael schrieb:

    Wäre es vielleicht möglich, dass das Ende (die letzten 6 Minuten) doch etwas mit der ganzen Serie zu tun hat?

    Es endet an der Stelle, an der die Serie begonnen hat. Jack schließt seine Augen und stirbt an dem Platz, wo er zum ersten mal aufgewacht ist und die Serie startete.

    In einer Mobisode sehen wir, wie Christian (sicherlich als Gatekeeper des Afterlife) zu Vincent sagt, dass sein Sohn noch etwas zu tun hat.
    Vielleicht hat Christian dafür gesorgt, dass Jack noch nicht stirbt.
    Weil Jack die Insel und die Menschheit retten muss und weil er noch nicht für sein Afterlife geläutert ist.

  23. 23
    MrPennywise schrieb:

    @onlime again:

    habe mir nun einige der Flashsideways angeschaut. Ist es nicht auch so zu verstehen, dass die Szenen von Folge 1-16 tatsächlich aus einem Erzählstrang sind, der nach der Bombe abläuft? Und die Szenen aus der letzten Folge die Figuren „tot“ darstellen, sie sich aber nun wieder klar erinnern, als sie jeweils wieder aufeinandertreffen?

  24. 24
    MrPennywise schrieb:

    @onlime:

    in Everybody loves Hugo trifft Hurley ja seine alte Liebe wieder, die ihn daran erinnert, dass er auch damals in der anderen Realität auf der Insel war. Das „muss“ ja zwangsläufig eine parallele Welt sein, denn da Hurley der Inselhüter ist, würde sein Verhalten in „Everybody loves Hugo“ ja keinen Sinn ergeben. Erst in der finalen Episode tritt er auf einmal als Inselhüter auf und führt die Charaktere zusammen mit Desmond wieder zusammen.

  25. 25
    Frank schrieb:

    @MrPennywise

    Mmmmh, der Vater von Jack sag aber schon ziemlich klar, dass die jetzt alle tot sind…zumindes in der letzten Folge in der Kirche.

    Wenn die vorher in den Flash Sideways nicht tot sind dann müssten die ja entweder innerhalb der Flash Sideways sterben oder gegen tote getauscht werden…das ergibt ja immer weniger Sinn. Vielleicht musste sich Hurley ja auch erst wieder errinnern wer er auf der Insel war nachdem er als Toter in der Zwischenwel angekommen ist…oder es ist mal wieder so eine random Mysterie zu dem nie eine Antwort geplant war und das man eigentlich auch nicht verstehen kann 😉

  26. 26
    onlime schrieb:

    Laut Chriatian ist diese Parallelwelt eine Art Wartezimmer, die quasi außerhalb der Zeit liegt („Some have died before you, some after you.“), und wo alle darauf warten, dass sich alle erinnern, damit sie dann „weiter ziehen“ können. Ins weiße Licht %-)
    Also werden Sawyer, Kate, Claire, Hurley und Ben (wieso waren eigentlich Miles, Richard und Lapidus nicht in der Kirche???) noch lange Zeit nach dem Serienfinale gelebt haben. Hurley und Ben erzählen sich ja auch, dass sie jeweils ne ganz tolle Nr. 1 bzw. Nr. 2 gewesen sind.

    Komischerweise ist Jack der einzige, der den Sachverhalt von seinem Vater erklärt bekommen muss, während alle anderen von alleine drauf gekommen zu sein scheinen.

    Allerdings macht dann die „Reise“ von Desmond in die Parallelwelt keinen Sinn. Der behauptete ja auch, jetzt alles zu verstehen, war aber wohl eher der Meinung, die ich weiter oben schon geäußert hatte. Auch bekräftigt durch Daniels rätselhafte quantentheoretische Notizen. Oder hat sich nur der Desmond in der Lost-Welt geirrt und der Desmond in der Parallelwelt hats wirklich kapiert?

    Wie gesagt, jene Erklärung für die Flashsideways wäre wesentlich sinnvoller und zufriedesntellender gewesen. Ich ersetze sie einfach in meinem Kopf mit den letzten 6 Minuten des Finales. 🙂

  27. 27
    MrPennywise schrieb:

    ich glaube, dass vielleicht einiges noch klarerwird, wenn man die sechste Staffel und insbesondere die Flashsideways nochmal schaut.
    Gestern in der ersten Folge:
    Jack sitzt nach der Detonation im Flugzeug und der Rüttler, der sie alle normalerweise auf die Insel führt, ist überstanden. Da schaut Rose von rechts herüber und sagt ihm: „Sie können jetzt loslassen.“ Interessant. Vielleicht meinte sie ja da schon etwas anderes als „Sie können die Griffe der Sitze loslassen“. Kurz danach geht Jack ja auch auf die Flugzeug-Toilette und entdeckt dort das erste mal die Wunde, die Locke ihm in der letzten Folge mit dem messer am Hals zufügt. Insofern stimmt die Wartezimmertheorie natürlich. Muss das mal überprüfen und schaue mir vielleicht nochmal alle Folgen an 🙂

  28. 28
    kyael schrieb:

    Die Reise von Desmond passt schon.
    Er war danach sehr selbstbewußt und ohne Angst.
    Er hatte verstanden, dass er bei diesem Flash im Afterlife ist.
    Er wusste dass alles gut sein wird und er sie dort nur zusammenführen muss, um weiterzugehen. Und dass ihnen diese weitergehen nur ermöglicht wird, weil sie es geschafft haben und ihre Aufgabe positiv gemeistert haben.

    Daher war er dann auf der Insel so selbstbewußt und unerschrocken.
    Denn er wußte es wird gut. Auch wenn er vielleicht nicht unbedingt wusste, dass sie es schaffen werden die Insel und die Menschheit zu retten. So wusste er, dass sie sich so oder so im Afterlife treffen und und die Chance auf das „move on“ bekommen.

    Zumindest kann ich Desmonds Reaktion so durchaus nachvollziehen.
    Ich würde auch mit einem selbstbewussten Grinsen durch das Leben laufen, wenn ich wüsste dass ich nach meinem Tod im Afterlife lande und die Erleuchtung erhalte, wenn ich meine Seelenverwandten versammele.

    Die Serie ist nix für Atheisten (deswegen gibts wohl auch so einen Aufstand von wegen Kitsch und was der Quatsch mit dem Licht soll, wobei ich hier und in anderen Foren niemandem etwas unterstellen möchte), man muss schon so etwas wie einen Glauben besitzen. Allerdings ist es entsprechend der Kirche, in der viele verschiedene Religionen vertreten sind, egal welchen Galuben man hat.

    Und Jack war schon immer begriffsstutzig 😉

  29. 29
    dent42 schrieb:

    Ständig lese ich „nix für Atheisten“ und als einer muss ich ständig widersprechen. Wer das Ende so interpretiert, das Gott seine Hände im Spiel hat bitteschön, aber es gibt auch andere.

  30. 30
    kyael schrieb:

    @dent42
    Ok, nehmen wir ein „wahrscheinlich“ dazu.
    Ich versuche halt, so wie du, als Fan der Serie zu verstehen warum es so einen Aufschrei gibt.

    Natürlich muss es nicht Gott gewesen sein. Das finde ich ja so stark an der Kirchenszene. Jeder kann etwas für sich interpretieren. Egal welche Religion, welchen glauben er hat oder auch nicht.

    Ich meinte auch eher damit, dass das Ende solche Atheisten trifft für die in dieser Szene doch zu viel göttliches zu sehen ist und diese Szene vielleicht nicht so sehen können wie du.
    Ich denke mal, dass es, ähnlich wie bei Menschen, die an einen Gott glauben, auch im Atheismus unterschiedliche Strömungen und Ansichten gibt. Ähnlich wie Muslime, Juden, Katholen und Evangelen alle letztenendes an denselben Gott glauben. So wie Atheisten dann wahrscheinlich in unterschieldichen Richtungen und Auffassungen darüber nachdenken, dass es Gott eben nicht gibt.
    Aber ich begebe mich hier auf sehr dünnes Eis, da ich nicht genügend Ahnung hab um darüber zu diskutieren.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Sorry dent42, ich wollte dir und anderen Atheisten nicht auf den Schlips treten. Genausowenig wollte ich in den Foren jemanden zum Atheisten machen, der keiner ist.

    Ich denke zum Beispiel dass gerade auch viele Nerds, die viel Zeit im Internet, mit den Zwischenspielen und damit jede Folge Frame für Frame auseinanderzunehmen, verbracht haben, sehr enttäuscht sind.
    Sie sind zu tief eingestiegen und haben den Blick fürs wesentliche verloren und sind jetzt am Mosern.
    Wobei ich auch hiermit nicht alle über einen Kamm scheren will und es sicherlich Nerds gibt, die sehr zufrieden sind.

    Einerseits finde ich diese ganze Diskussion über die Serie nervig, andererseits ist es logisch, dass es sie geben muss und es auch so kommen musste. Entsprechend ist die Diskussion auch nicht schlecht weil man als Fan nicht einfach einen Strich ziehen muss, sondern sich durch die Diskussion einigen Sachen klar werden kann und die Serie für einen intensiver weiterlebt.

    Ich für meinen Teil liebe diese Serie und werde weiterhin in Diskussionen für sie sprechen.

  31. 31
    Frank schrieb:

    @kyael

    „Natürlich muss es nicht Gott gewesen sein.“

    Mmmmh, naja die sind in einer Kirche (Gotteshaus) und gehen in ein weißes Licht. Also viel klassischer geht ein „Aufstieg in den Himmel“ doch kaum mehr. Da muss man sich schon ziemlich verbiegen um da „einen Gott“ raus zu rechnen.

    Ich glaube, den Aufschrei gibt es vor allem weil das Ende (vor allem die letzte 6 Minuten) so plump sind. „Ja ihr seit jetzt alle Tot, also ab in Licht mit euch“. Es gab halt sehr viele SciFi Fans die die Show gesehen haben und ich glaube viele hatten ein SciFi Ende und kein Religionsende erhofft.

    Mich hat die Serie auch sehr gut unterhalten über die Jahre (vor allem Staffel 1-4). Es ist halt einfach ernüchternd fest zu stellen, dass die Autoren doch keinen genialen Masterplan hatten was die Inselgeheimnisse angeht. In der Richtung hab ich einfach sehr viel mehr erwartet. Viele der Rätsel wirken halt im Nachhinein als hätte man sie einfach mal erfunden ohne sich irgendwelche Gedanken zu machen was überhaupt dahinter steckt.

    Wie gesagt, über weite Strecken eine geniale Serie aber das Ende hat mich enttäuscht.

  32. 32
    Der Umblätterer » Lost: 6. Staffel, 17. und 18. Folge schrieb:

    […] sablog vermutet übrigens, »dass der Großteil der treuen Zuschauer eben eher aus der SciFi-Fangemeinde stammt«, die […]

  33. 33
    dent42 schrieb:

    Ja, das am Ende nicht alles in einer genialen Auflösung endet die dem ganzen einen ultimativen Sinn gibt ist schon irgendwie schade, andrerseits bin ich nicht wirklich unzufrieden mit dem Finale.

    Was den Atheismus angeht gibt es natürlich verschieden Starke Ausprägungen, es gibt Angnostiker, Deisten und reine Atheisten, es gibt auch Polytheisten die das nochmal anders sehen, ein Katholik ist in Bezug auf andere Religionen auch Atheist, aber ich schweife ab.

    Es gibt auch eine These die besagt, das unser Gehirn auch auf Quantenebene funktioniert und diese Quantenenergie nach dem Tod erhalten bleibt, das ist höchst kompliziert, ich habe das nichtmal anstazweise verstanden aber ich musste nach dem Finale daran denken, dennes wäre ein Denkansatz der auf science nicht auf faith basiert

  34. 34
    mb schrieb:

    Was ganz anderes…

    Hat eigentlich sonst noch jemand fest mit einem Auftritt von Julie Bowen gerechnet? Nicht unbedingt im Finale aber irgendwann in der letzten Staffel. Und dann fand das Modern Family Finale sogar noch in Hawaii statt! *g*

  35. 35
    Michael L. schrieb:

    Für alle SciFi-Fans gab es am Ende ein böses Erwachen bei Lost. Viele sind enttäuscht in den Foren. Da ich bzgl. Sopranos schon vorgeimpft bin was ein ungewöhnliches Ende betrifft, habe ich mich nicht so „betrogen“ gefühlt wie sich viele äußern. Das Ende war natürlich ein wenig überzogen in Sachen Kirche und Licht, aber immerhin seit Folge 1 der Staffel 6 so geplant (Jack blutet hier das erste Mal im Flugzeug am Hals und Rose sagt da schon: Sie können jetzt loslassen… bzw. Wir haben es geschafft… zwei deutliche Hinweise.)
    Zu den offenen gebliebenen Fragen – wobei soviele ich gar nicht ungeklärt finde – wenigstens nicht im Wesentlichen ( schließlich darf der Mensch an sich auch mal nachdenken) – kann ich nur meine Soprano-Erfahrung („Was ist mit dem Russen passiert?“) äußern: Nicht alles im Leben wird aufgeklärt. Das Leben besteht nunmal auch aus Geheimnissen.
    Problematisch ist nunmal, dass aus jeder Kleinigkeiten bei Lost ein riesen Hype gemacht wurde. Und statt sich von Überraschungen unterhalten zu lassen (und die Wendung am Ende war eine Überraschung), spekulieren alle wie wild um jede Szene und jeden Dialog. Um ehrlich zu sein, ich habe nie erwartet, dass alles aufgeklärt wird. Wie denn auch? Mit einer Strichliste, die Jacob und MIB im Abspann vorlesen??? Absolter Käse, was einige Fans für Vorstellungen hatten.
    Aber da kommen echt Fragen auf, wie Was ist die Insel? Was wollte die Dharma-Initiative? Für mich beides klar beantwortet:eine Insel mit einer Energiequelle bzw. Forschen aufgrund der Energiequelle.
    Natürlich hätte die Entwicklung und das Ende in der Parallelwelt auch anders laufen können. Aber ein Zusammenführen dieser Welten/Zeitlinien hat doch jeder erwartet und wäre dann auch 08/15 gewesen. Da ist die Wendung schon was Spezielles, wenn auch für SciFi-Fans zu religiös angehaucht. Die hätten lieber Außerirdische gesehen, evtl die Borgs oder Predators, die in einer Rückblende Ägypter die Statue errichten lassen und die Licht/Wasserquelle anlegen indem Sie einen Teil eines anderen Planeten auf die Erde brachten. Und am Ende bauen alle ein Tor zur einer anderen Welt… Stargate!!!
    Mir hat zwar am Ende auch das Große etwas gefehlt, aber ich bin zufrieden. Es war seit Folge 1 spannend und jetzt ist es schade, dass es vorbei ist. Ich bin mir sicher, dass mit ein paar mehr Sendeminuten man mehr hätte rausholen können, aber das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert. Es muss sich jetzt erstmal eine andere Serie finden, die den gleichen Unterhaltungswert liefern kann.

  36. 36
    mb schrieb:

    Das Problem ist für mich nicht mal erstrangig der religiöse Touch, sondern dass das alles herzlich wenig mit der Insel zu tun hat. Die Autoren schickten uns auf eine sechsjährige Reise, um uns am Ende zu zeigen, dass jeder Mensch nach dem Tod einen gemeinschaftlichen spirituellen Fiebertraum durchmacht, in dem wir unsere „Lieben“ wieder finden und dann gemeinsam weiterreisen. Die Insel war dabei nur zufällig der Ort, an dem sich diese bestimmte Gruppe Menschen „gefunden“ haben. Die Insel spielt in diesem Vorgang also überhaupt keine Rolle. Mit anderen Worten: Die Insel ist austauschbar. Das alles hätte auch in einem Krankenhaus oder -hey- in der Lindenstraße stattfinden können. Und wer weiß, in einer Kirche nebenan wartet wahrscheinlich Else Kling auf ihren Olaf. Bei dem Setting hätte die Serie ganz andere Leute angesprochen, wenn sie überhaupt von einem Sender gekauft worden wäre.

    Wenn man das mit der Mythologie der Insel verknüpft hätte, wäre ich zufrieden gewesen. Zum Beispiel, wenn das Licht im Herz der Insel der „Ort“ ist, an dem die FlashSideways „stattfinden“. Und wenn dieses Licht nicht brennt, kann niemand weiterreisen, sondern endet als Flüstergeist. Oder so.

    Das alles hätte mit zwei Dialogzeilen abgehandelt werden können.

    Jack: „What is this place?“
    Christian: „You sacrificed your life to save it, Jack.“

    Als zusätzlichen Effekt noch einen Orkan an Flüstern einmischen, wenn die Insel entkorkt wird.

    Das wär mein Quick Fix. =)

  37. 37
    sab schrieb:

    Das Problem ist für mich nicht mal erstrangig der religiöse Touch, sondern dass das alles herzlich wenig mit der Insel zu tun hat.

    Jepp, genau das ist auch einer meiner größten Stolpersteine in der Finale-Story. Das wäre vielleicht nicht ganz so tragisch gewesen, wenn die „Sideways“ nur in der finalen Episode thematisiert worden wären, aber so waren sie ein wesentlicher Bestandteil der Struktur der gesamten letzten Staffel. Dass die Insel nun eigentlich als ein gigantisches „MacGuffin“ gesehen werden kann, wurde ja schon weiter oben in den Kommentaren erwähnt.

    Übrigens ein sehr guter „quick fix“, mb :). Das hätte in der Tat dem Finale eine komplett neue (und bessere) Bedeutung gegeben.

    An Julie Bowen hatte ich ehrlichgesagt gar nicht mehr gedacht. Ich war nur fixiert darauf, ob Elizabeth Mitchell noch mal auftauchen würde.

  38. 38
    dent42 schrieb:

    Ich empfehle dringen das recap von Vozzek auf DarkUFO zu lesen

    http://darkufo.blogspot.com/2010/05/things-i-noticed-end-by-vozzek69.html

  39. 39
    Kolkrabe schrieb:

    Die Insel soll nichts mit der Sideways-Welt zu tun haben? Ich erinnere hier an eine Bombe, die Ende der fünften Staffel gezündet wurde. Wie sagte Christian im Finale: „Ihr habt diesen Ort zusammen erschaffen“.

    Für mich ist klar: Das war die metaphorische Magic Box, von der in früheren Folgen die Rede war. Die Explosion der Bombe hat sich mit der Energie der Insel verbunden, die ja durch das Licht dargestellt wurde. Namentlich die Kraft von „Leben, Tod und Wiedergeburt“, wie es in einer der letzten Folgen hieß. Nur war das Ergebnis eben nicht einfach die simple Abspaltung einer Reboot-Zeitlinie.

    Und wo wandeln noch die Toten umher? Auf der Insel, siehe Michael. Nur war der eben noch nicht so weit; er hatte sich selbst noch nicht vergeben.

  40. 40
    MrPennywise schrieb:

    in meinen augen ist die Bombe aus Staffel 5 nie detoniert…wäre das der Fall gewesen, dann wären die Losties ja nie auf die Insel gekommen (kein Desmond da, der die Taste zu spät drückt und damit den Absturz von Oceanic 815 verursacht)…da sie immer noch da sind, zeigt mir, dass Juliette es nicht geschafft hat. Die Zuschauer sollten ja alle denken, dass es sich bei den Sidewys um die Welt handelt, die es MIT detonierter Bombe gegeben hat…und am Ende stellte es sich eben anders heraus.

  41. 41
    Kolkrabe schrieb:

    Der „Zwischenfall“ war genau das: Die Detonation der Bombe. Das hat dann zum Bau der Schwanenstation geführt, welche diese Energie eindämmen sollte. Daher das Drücken der Zahlen.

    Nur war das Ergebnis in zweierlei Hinsicht anders als erwartet. Zum einen hat die Explosion nicht die ursprüngliche Zeitlinie überschrieben, wie von Faraday erhofft. Wäre ja auch paradox gewesen. Whatever happened, happened. Ohne Ausnahme. Die Bombe hat aber zum anderen auch keine klassische zweite Zeitlinie abgespalten. Das wäre im übrigen auch unlogisch, denn dort hätte dann ebenfalls die Bombe hochgehen müssen. Außerdem könnten sich die Losties dann wohl kaum an die parallele Zeitlinie erinnern.

    Das, was entstanden ist, war stattdessen diese Afterlife-/Sidewayswelt, aus deren Sicht alle tot sind. Denn irgendwann sind auch in der Inselrealität alle Überlebenden später mal gestorben. Und wir wußten ja bereits zuvor, daß die Insel u. a. ein Übergangsort für die Toten ist.

  42. 42
    MrPennywise schrieb:

    hmmm, ging es da wirklich darum, die Energie der Bombe einzudämmen? Was will man denn da eindämmen? Explodiert ist explodiert oder nicht? Ich hatte das bisher immer so verstanden, dass dieser Wahnsinns-Magnetismus halt generell auf der Insel existiert und halt dann von der Dharma eingedämmt worden ist. (wobei ich mir bis heute die Frage stelle, warum man nicht einfach einen 108 Minuten Countdown eingebaut hat, der nicht unbedingt von einem Menschen bedient werden muss. Vielleicht waren die 8 Bit PCs aber damals einfach noch nicht soweit, haha). Für mich macht es auch recht wenig Sinn, dass die Bombe explodiert, schliesslich sterben dadurch ja eigentlich auch alle Bewohner der Insel und damit sind gewisse Dinge ja auch wieder nicht möglich (Geburten von diversen wichtigen Personen usw.)

  43. 43
    onlime schrieb:

    …und was ist eigentlich schlimmes passier, als der Knopf nicht gedruckt wurde. Die welt ist jedenfalls nicht untergegangen, wie man Desmond erzählt hat.
    OK, der Himmel wurde lila und die Insel war für kurze Zeit „sichtbar“. Aber sonst???

  44. 44
    mb schrieb:

    Mein Verständnis der S5 Storyline.

    Auf der Insel gibt es mehrere „Energypockets“. Eines davon wurde zum Problem, als die Dharma Leute es angebohrt haben. Die Bombe sollte nicht die Insel in die Luft jagen, sondern allein diese Energie neutralisieren. Mit dem Ziel, dass es nie eine Swan Station geben muss und es so auch nicht zum Absturz von Oceanic 815 kommt. In meinem Verständnis von Faradays Plan hätten sich die Energie der Bombe und der Elektromagnetismus irgendwie gegenseitig aufgehoben und die Insel wäre nicht zu Schaden gekommen. Ob er recht hatte ist natürlich offen. Das wurde von diversen Charakteren schließlich auch angezweifelt.

    Hm. Ich sehe Parallelen zu dem russischen Vorschlag die sprudelnde Ölquelle mit einer Atombombe zu versiegeln. 😉

    Dass das jetzt als Nebenprodukt die FlashSideways erschaffen haben soll, halte ich für unbefriedigend. Diverse Charaktere aus der finalen Kirchenszene waren auch zu dem Zeitpunkt nicht auf der Insel oder bereits tot. „This is the place you all created (…)“

  45. 45
    Tobias schrieb:

    Es ist wirklich kaum zu glauben wie viel sich im Internet über das Finale von Lost gestritten wird. Ich kann beide Standpunkte sehr gut verstehen und im Prinzip hätte ich mir auch ein Ende gewünscht, bei welchem die wichtigsten Fragen geklärt werden. Allerdings habe ich das seit Mitte der sechsten Staffel schon kommen sehen, dass nicht alle Fragen geklärt werden. Dafür blieb einfach zu wenig Zeit. Wie Ben unter dem Baum weg kam ist mir zudem auch sehr schleierhaft. Wenn das ein Filmfehler sein soll, dann ist das echt peinlich in der letzten Folge.

  46. 46
    onlime schrieb:

    @dent42: Vielen Dank für den Link zu Vozzek. Diese Review hat moch doch ein wenig mehr mit dem Lost-Finale versöhnt. 🙂

    @mb: Das „Sie waren doch zu dem Zeitpunkt teilweise schon längst tot“-Argument lässt sich super mit dem unschlagbaren „Liegt außerhalb der Zeit“-Argument übertrumpfen. Damit lässt sich rückwirkend einfach alles in der Flashsideways-Welt erklären.

  47. 47
    Michael L. schrieb:

    Ein Kommentar zu den oft hinterfragten Zahlen „4,8,15,16,23,42“:

    Die Erklärung der Zahlen passiert im Grunde in der Höhle Jacobs. Die Zahlen, die für die OceanicSix stehen (also vor den Namen stehen), symbolisieren das gemeinsame Schicksal dieser Gruppe. Deshalb treten diese Zahlen immer wieder gemeinsam auf. Im Grunde stehen die Zahlen in der Höhle schon seit der Kindheit der OceanicSix (der Spiegel im Turm; das Haus aus Lacks Kindheit) – Jacob hat diese ja schon vor Jahren ausgesucht (und wohl rein zufällig gewählt.) Die Zahlen kehren immer wieder durch die Verbindung dieser Menschen – bis über den Tod hinaus. Ich habe die Frage zu den Zahlen schon in so vielen Foren gelesen, aber ein wenig nachdenken hilft eben auch mal. Warum erwarten Zuschauer immer alles bis ins Detail vorgekaut zu bekommen? Wer das will, sollte ein wissenschaftliches Buch lesen, keine Mystery-Serie ansehen… (Schon mal an die Zahl 23 der Illuminaten gedacht?! Ein Mysterium wird auch durch eine wiederkehrende Diskussion aufgebaut, obwohl am Ende keine rein logisch wissenschaftliche Erklärung existiert. Schicksal oder Zufall eben!)

  48. 48
    onlime schrieb:

    Ich denke, die Zahlen bedeuten gar nichts. Sie sind nur eine von den Autoren konstruierte „zufällige“ Kombination und sollen das Phänomen versinnbildlichen, dass man, wenn man auf bestimmte Dinge achtet, diese andauernd um sich herum bemerkt. Ich empfehle diesbezüglich die Lektüre von Ecos „Das Foucaultsche Pendel“.

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