Das war 2009: SciFi = Flop, Comedies = Top

Sollte ich das Fazit des TV-Serien-Jahres 2009 auf wenige Worte reduzieren müssen, würde ich es wohl so wie in der Titelzeile formulieren. Während das SciFi-/Fantasy-Genre trotz zahlreicher groß aufgeblasener Neustarts kaum ein überzeugendes Produkt zustande brachte, hat das in den Vorjahren bereits oftmals totgesagte Comedy-Format eine überraschende Wiedergeburt erfahren.

defying-gravityFangen wir mal mit den SciFi-Kandidaten an: Als erstes denkt man wohl an die kreativen Flops „FlashForward“ und „V“, die sicherlich hie und da in visuellen Aspekten recht sehenswert sind und für Network-TV sogar Maßstäbe setzen. Aber in beiden Fällen ging entweder bei der Story und/oder bei den Charakteren katastrophal die Luft aus. Ich fühle mich wieder an das Jericho/Invasion/Surface/Threshold-Debakel so um 2005/2006 erinnert, als die Networks ebenfalls vermeintlich große SciFi-Projekte im Fahrwasser des „Lost“-Erfolgs an den Start brachten und reihenweise scheiterten.

„Defying Gravity“ wiederum hat kaum jemand wahrgenommen, dabei war es immerhin mal etwas Anderes. Der neue „Stargate“-Ableger kann zumindest mich als relativer Stargate-Newcomer gut unterhalten, aber urteilend von dem Backlash im Netz bin ich damit recht allein.

Im benachbarten Fantasy/Mystery-Bereich sah es nicht viel besser aus. Das streckenweise recht nette „Eli Stone“ wurde abgesetzt, „Eastwick“ war wie vorherzusehen ein Desaster, „Eureka“ hat sich auch erschreckend abgenutzt, aber ein wenig Unterstützung von dem bestenfalls durchschnittlichen, aber immerhin goldigen „Warehouse 13“ erhalten. Zumindest „Fringe“ hat sich mit einem spektakulären Cliffhanger nochmal eine neue Gnadenfrist für die zweite Season erarbeitet, aber dafür wurden „Pushing Daisies“, „Life on Mars“, „Reaper“ und die „Sarah Connor Chronicles“ berechtigt abgesetzt. „Medium“ hat inzwischen auch sein Verfallsdatum erreicht und kann selbst mich als langjährigen treuen Fan kaum noch überzeugen. Wenigstens bleibt die Show ihrem Konzept eisern treu.

dichenDie große Hoffnung „Dollhouse“ war dann schließlich das Musterbeispiel für eine Serie, die wohl viel zu überhastet an den Start ging und sich dann in einem Wirrwarr aus Network-Wünschen, Zuschauererwartungen und wechselnden Konzepten der Macher geradezu selbst erdrosselte. Und wie immer in solchen tragischen Fällen fand die Show erst nach der feststehenden Absetzung endlich die Story, die sie wirklich erzählen wollte und konnte (die zweite Hälfte der zweiten Staffel gehört zu meinen Highlights des TV-Jahres). Man könnte sicherlich eine „Best of“-Dollhouse-DVD mit nur 13 Episoden veröffentlichen und niemand würde den Rest vermissen.

Passt „Being Erica“ auch noch in dieses Genre? Ganz knapp vielleicht, nehmen wir die zeitreisende Psychotherapie einfach mal mit dazu. Sie war zwar auch weiterhin „ganz nett“, hat aber auch irgendwie einiges an Charme (des Neuen?) verloren. Ebenso ging es mit „Doctor Who“, der in den Specials zunächst einen traurigen Qualitäts-Tiefpunkt erreichte, bevor er endlich im (zum Teil noch ausstehenden) Big Finale die richtigen Fragen an sich und seinen Daseinszweck stellte und philosophischen Grenzerfahrungen machte. Da auch „Being Human“ enttäuschend in Serie startete, blieb nur der energiegeladene „Tochwood“-Mehrteiler, die „Dead Set“-Miniserie sowie quasi in letzter Minute noch die „Misfits“, um die britische Ehre zu retten. Und das taten sie ausgesprochen sehenswert, aber mit nur sechs Episoden auch reichlich kurz.

Sicherlich laufen auch noch irgendwo „Smallville“, „Supernatural“ und „Ghost Whisperer“, aber in allen Fällen halten sich ständig Absetzungs-Gerüchte und Verlängerungs-Getuschel die Waage. Neue Zuschauer gewinnen die wohl auch kaum mehr. „Supernatural“ hat dieses Jahr immerhin durch interessante Episoden-„Specials“ auf sich aufmerksam gemacht: Die TV-Serien-Parodie-Folge war ungewöhnlich und mutig, auch wenn es mich als SN-Nicht-Fan nicht so mitriss wie eingefleischte Verehrer. Die „Vampire Diaries“ sind mehr Eyecandy-Soap nach „Schema F“ als echtes Mystery und die „The Prisoner“-Neuinterpretation war sicherlich der größte und längste (und irgendwie auch sehenswerte und spannende) „WTF-Moment“ des Jahres, aber leider auch nicht mehr. Der „Dead Like Me“-Spielfilm war ein Lackluster, „Paradox“ großer Müll.

Bleibt da etwa wirklich mal wieder nur noch „Lost“ auf der „Haben-Seite“?

Und weil’s hier gerade gut passt: Ob man sich bei CBS wohl ärgert, dass man seinerzeit dem Serienkonzept „Another Day in Zombieland“ keine Chance gegeben hatte? Das grobe Konzept für satte 23 Episoden einer von Zombies dominierten Alltags-Welt hatten die Autoren vor einigen Jahren bereits für CBS entworfen, doch die winkten noch vor der Pilot-Epsiode ab und produzierten lieber ein Jahr später das ebenfalls vergessene „Babylon Fields“-Testprojekt mit Amber Tamblyn. Eine Art „Doppelfolge“ namens Zombieland spielte schließlich in den letzten Tagen über 80 Mio Dollar an den internationalen Kinokassen ein und das Sequel (sowie das Sequel-Sequel) werden bereits geplant. Hätte CBS anders reagiert, wären vielleicht jetzt nicht Vampire sondern Zombies die großen Renner im TV :). (Auf der anderen Seite passen „CBS“ und „Zombies“ nur in schlechten Scherzen zusammen).

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Nun steuern wir nach 1984 und 2001 erneut auf eine Jahreszahl mit einem großen Namen in der SciFi-Popkultur zu und umso tragischer erscheint es, dass dem Genre im TV irgendwie die innovativen Konzepte auszugehen scheinen. Stattdessen wird immer wieder versucht, mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner einen 0815-Blockbuster auf den Zuschauer loszulassen, anstatt mal etwas Neues auszuprobieren.
Ich bin gespannt, was das kommende „Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“ an neuen Ideen bringen wird oder inwieweit doch nur wieder alte Konzepte in neuen Schläuchen auftauchen. Nachdem NBC „Day One“ auf eine 4-Episoden-Miniserie kastriert hat, werden da wohl auch keine großen Erwartungen sinnvoll sein. Auch SyFy mit „Caprica“ hat bisher noch keine großen Hoffnungen wecken können.

Die habe ich aber natürlich auf den neuen „Doctor“ aus der Feder von Steven Moffat. Das ist eine ganz neue Dimension von „Erfolgsdruck“ ;-). Außerdem hat TNT noch ein „Alien Invasion“-Projekt in der Pipeline, mit großen Namen wie Steven Spielberg und Noah Wyle dahinter.

Aber die heiße Phase der TV-Development-Season beginnt ja erst im Januar, also muss man wohl noch etwas abwarten, bis sich ein klares Bild der Trends der kommenden Season abzeichnet.

2009 hätte also ein recht maues TV-Jahr werden können, wären da nicht die wieder erstarkten Comedies.

Auffallend ist vor allem die Abkehr von der klassischen Punchline-Sitcom („Hank“) hin zu schnellen Formaten mit untypischen Erzählstrukturen. Fünf Jahre nach „Arrested Development“ scheint dessen Comedy-Stil nun endlich im Mainstream angekommen zu sein.

parks-recreation6 Ausdrücklich beziehe ich da nicht nur die neuen Shows ein sondern auch die älteren Comedies wie „The Office“ und „30 Rock“. „Curb Your Enthusiasm“ hatte durch den „Seinfeld“-Casting-Stunt dieses Jahr quasi gleich zwei gute Comedies in einer Show. Besonders erfreulich ist die Entwicklung beim Midseason-Debakel „Parks and Recreation“. Nach den sechs Folgen der ersten Staffel hatte ich eigentlich schon so gut wie mit der Show abgeschlossen, aber inzwischen zählt die Serie zu den Highlights des Jahres. Ich kann nur jedem empfehlen, noch mal einen Blick in die Show zu riskieren, beispielsweise in die „Hunting Trip“-Episode 2×10. Obwohl im Vorfeld oft heraufbeschworen, war ich skeptisch, ob die Autoren den „Office“-Effekt wirklich wiederholen könnten, aber mit „Parks“ wurde eindrucksvoll demonstriert, dass man Formaten, Autoren und Schauspielern manchmal wirklich ein paar Episoden Zeit gönnen muss, damit sie sich „finden“ — so abgenutzt diese Formulierung auch sein mag. Ebenso wie „The Office“ war Season 1 dieser Comedy weitesgehend Schrott.

Wer hatte außerdem nicht damit gerechnet, dass der komplett neue ABC-Mittwoch scheitern würde? Stattdessen kamen mit „The Middle“, „Cougar Town“ und insbesondere „Modern Family“ gleich drei neue Shows, die zwar nicht immer ihr volles Potenzial nutzen, aber willkommene Ergänzungen und Bereicherungen der Comedy-Landschaft sind. Dazu noch das quirky „Community“ auf NBC, das ebenfalls von Episode zu Episode heftig zwischen „genial“ und „meh“ oszilliert. Zum ersten Mal hat mich dieses Jahr auch „The Big Bang Theory“ konsequent zum Dranbleiben überzeugt. Ein bizarrer Fall ist „Californication“, das seit Jahren eigentlich den gleichen, eintönigen Schrott macht — appelliert aber dabei mit all den Titten und Sexstories höchst geschickt an den feixenden pubertierenden Teenager im Zuschauer (Was „Hung“ leider nicht gelang).

Natürlich können nicht alles Sieger sein. „Accidentially on Purpose“ und „Hank“ waren Fehlgriffe aus einer vergangenen Comedy-Zeit. Über die „Scrubs“-Verlängerung kann man streiten (man hätte die alten Zöpfe viel radikaler abschneiden müssen, der neue Cast ist stark genug), „Weeds“ ist nicht mehr wieder zu erkennen (im negativen Sinn) und „How I Met Your Mother“ rutscht in eine zunehmende Sinnkrise, glänzt leider immer seltener. „Better Off Ted“ strauchelt noch ein wenig zu Beginn der neuen Staffel und kommt an die überwältigend komische erste Staffel (noch?) nicht heran. „Scrubs 2.0“ und „Better Off Ted“ werden wohl angesichts der Quoten Anfang 2010 ihre endgültig letzten Folgen ausstrahlen. „Party Down“ hingegen war ein absoluter Comedy-Volltreffer und wohl der überraschendste Newcomer-Erfolg des Jahres. „Flight of the Conchords“ hörte mit einer soliden zweiten Staffel genau zum richtigen Zeitpunkt auf. „Bored to Death“ konnte wiederum nur streckenweise überzeugen.

Auch in den Fullhour-Dramedies gibt es zimindest gute Anzeichen. „Castle“ und „Chuck“ sind wunderbare Kleinode zum Relaxen. Über „Glee“ kann man auch streiten: Die mit viel AutoTune überproduzierten und gekünstelten Gesangseinlagen liegen mir immer noch arg quer im Magen, aber die Comedy-Aspekte machen einfach auch weiterhin viel Spaß in dieser „Guilty Pleasure“-Show.

2010 könnte zudem einen Schub für einen Mix der SciFi- und Comedy-Genres darstellen, wenn das bisher noch unbenannte Comedy-Projekt von Larry Charles bei NBC wirklich den Pickup erhalten sollte: Eine Gruppe von Freunden dreht ihre eigene Fortsetzung einer abgesetzten SciFi-Serie.

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Und was machen eigentlich die Dramen? Same procedure as last year, möchte man meinen. Es sind wieder mal die üblichen Verdächtigen mit den grandiosen „Mad Men“, „Friday Night Lights“ und „Breaking Bad“, die das Bild dominieren. „The Good Wife“ ist eine der wenigen guten Neustarts dieser Season. Aber danach wird die Luft schon dünn. „White Collar“ konnte mich nach einer guten Pilot-Episode nicht mehr überzeugen. Was „Brothers & Sisters“, „Grey’s Anatomy“, „House“ und die ganzen CSI-Ableger so machen, weiß ich ehrlich gesagt auch gar nicht. „Sons of Anarchy“ steht auch leider nur auf meiner TODO-Liste. „Men of a Certain Age“ ist schwer eindeutig in die Drama- oder Dramedy-Sektion einzuordnen, aber ist so oder so ein sehr vielversprechender Neustart, der eine höchst unterhaltsame und zugleich authentisch wirkende „fiftysomething“-Geschichte erzählt.

In diesem Sektor liegen im Moment vor allem hohe Erwartungen auf dem exzellent besetzten „Parenthood“auf NBC sowie CWs endlos verzögertem „Life Unexpected“. Aber wir wissen ja alle, wie das mit großen Erwartungen so ist…

Ansonsten deutet sich jetzt schon an, dass es auch 2010 mit den Remakes weitergehen wird: ABC plant schon mal ein „Charlie’s Angels“-Projekt, CBS hat sich mit „Hawaii Five-O“ ein weiteres Markenzeichen aus den Archiven gesichert. MTV wiederum vergreift sich an „Skins“ und „Teen Wolf“. CBS will außerdem möglicherweise eine „Criminal Minds“-Spinoff an den Start bringen und J.J.Abrams macht mal wieder ein Spion-Drama, indem er das „True Lies“/“Mr. & Mrs. Smith“-Konzept „ausleiht“ und es „Undercover“ nennt.

Haken wir also 2009 ab als ein weiteres Jahr, in dem der Reality-Boom mal wieder nicht wie prophezeit alles überrannte, sondern vielmehr endlich Ermüdungserscheinungen zeigte. Ende 2010 dürfte NBC hoffentlich auch eine Lösung für sein Leno/O’Brien-Problem gefunden haben (selbst wenn es darin besteht, O’Brien zu FOX gehen zu lassen oder NBC gleich ganz einzustellen) und damit auch dieses peinliche Kapitel beschließen. Und wie Serien wie „Party Down“, „Mad Men“ und „Breaking Bad“ in den letzten Jahren gezeigt haben: Die größten Hits kommen oftmals ganz leise und unerwartet.

In diesem Sinne: Irgendwas läuft immer, alles wird gut. 🙂

13 Antworten

  1. 1
    Schelm schrieb:

    Ich muss sagen, dass der Trend aus 2008 weitergeführt wurde und mich keine der neuen Serien auch nur ansatzweise interessiert. True Blood ist als Guilty Pleasure noch ganz passable, aber sonst läuft bei mir nur noch Lost.
    Für alle die noch nicht bescheid wissen: Für den Januar komplett freinehmen, Lost Staffel 1 bis 5 durchgucken und dann anfang Februar die letzte Lost Staffel live miterleben. Ob im positiven oder negativen Sinne ich bin mir sicher, dass die letzte Staffel etliche Münder offenstehen lassen wird.
    Sollte mich bis Ende Mai nichts mehr fesseln können, muss ich mich wohl oder übel aus dem Seriengenre zurückziehen.

  2. 2
    Andi schrieb:

    Wow. Das war mal ein Rundumschlag!
    Ich kann dir bei vielen Punkten nicht zustimmen (Better Off Ted ist für mich momentan die beste Comedy, V finde ich toll, FlashForward und How I Met Your Mother begeistern mich immer noch…) aber beim meisten kann ich dir nur recht geben.
    Gut auf den Punkt gebracht.

    Erwähnenswert wäre vielleicht noch 24, das endlich wieder sowas-wie-spannend war.

  3. 3
    Thomas Television schrieb:

    Ich muss Schelm zustimmen, es gibt keine wirklich guten neuen Serien, auch nicht bei den Comedies. Wobei ich zustimme, dass Parks and Recreation wirklich sehr gut ist. Gleiches trifft im Drama-Bereich auf „The Good Wife“ zu, dass trotz entsprechender Bewertung hier nur in einem Halbsatz abgehandelt wird und auch nicht gefettet ist!

    Ich glaube auch nicht, dass da demnächst mehr kommen wird. In Deutschland und UK ist es ja nicht anders. Überall Flaute irgendwie.

    Auf meinem Blog habe ich 5 Serien ausgewählt, die man 2009 gesehen haben darf:

    http://tvundso.com/2009/12/27/die-besten-neuen-serien-2009/

    Mit dabei ist auch Nurse Jackie, dass hier scheinbat nicht erwähnt wurde? Überhaupt: in der Midseason liefen einige Sachen, die deutlich unterhaltsamer waren, als so mancher Herbststart. „Hung“ könnte man noch dazu zählen oder „10 Things I Hate About You“.

  4. 4
    Anubiz schrieb:

    tjo, kann man nur wenig hinzufügen, aber ich machs mal 😀

    – Greys Anatomy ist zur zeit wieder so gut wie in seinen besten Zeiten!
    – Legend of the Seeker behällt den Trend einer stark steigenden Qualitätslatte auch in S2 bei.
    – selbes gilt für Sanctuary (hab ich jetzt grad erst fast ganz durchgezogen). Bis auf eine schwächere sparep mit nur 2 mainchars hatte ich in S2 nur gute Folgen

    für neues im Januar hab ich mir erstmal Human Target und Spartacus auf die Liste gesetzt
    mal sehen was da kommt 🙂

  5. 5
    dent42 schrieb:

    V hatte gerade vier Folgen und enormes Potential.

    Flash Forward ist Opfer des eigenen Hypes geworden, viele haben ein neues Lost erwartet und gemessen daran muß man scheitern. Gtes konzept, fehlt nur etwas Dynamik.

    Wenn Doctor Who auch nur Ansatzweise so großartig wird, wie es werde könnte, wird es verdammt großartig. Da ich total ungespoilered war hat mich das ende von „The end of Time I“ ziemlich umgehauen.

    Scrubs ist zwar nicht mehr so lustig wie früher, aber Dr. Cox ist noch dabei, aber immer noch lustiger als das meisste andere.

    The Prisoner ist mit Abstand die Gurke des Jahres gewesen

    Friday Night Lights ist der gamechanger gut bekommen

    Noch 34 Tage bis Lost, Staffel 6 – Wir werden nicht enttäuscht werden.

    Die meissten Procedurals kann man eigentlich auch gucken, CSI und Law and Order haben sich ziemlich abgenutzt. House, NCIS und Bones sind, trotz langer Laufzeit, ziemlich sehenswert mit einigen echten highlights.
    Castle, Fringe und The Mentalist geben im 2. Jahr richtig Gas und
    es gibt sogar einige sehenswerte Arzt/Krankenhausserien.

  6. 6
    sab schrieb:

    @Thomas:

    Mit dabei ist auch Nurse Jackie, dass hier scheinbat nicht erwähnt wurde? Überhaupt: in der Midseason liefen einige Sachen, die deutlich unterhaltsamer waren, als so mancher Herbststart. “Hung” könnte man noch dazu zählen oder “10 Things I Hate About You”.

    Stimmt, „10 Things I Hate About You“ hatte mir auch recht gut gefallen als Sommer-Guilty-Pleasure. „Hung“ war auch „solide“, aber hat mich einfach in keinerlei Hinsicht besonders bewegt, ich fand keinen der Charaktere besonders interessant. Da war das von mir oben vergessene „United States of Tara“ viel sehenswerter.

    Und „Nurse Jackie“ … naja, hat mich irgendwie kaltgelassen. Kann auch Zufall gewesen sein, dass ich zu der Zeit einfach keine Lust hatte, mich in eine weitere Serie zu investieren. Ähnliches gilt für „In Treatment„. Da war die Anzahl der Episoden pro Zeiteinheit einfach viel zu abschreckend trotz der interessanten Pilot-Folge.

  7. 7
    Thomas Television schrieb:

    @sab:

    „Und “Nurse Jackie” … naja, hat mich irgendwie kaltgelassen. Kann auch Zufall gewesen sein, dass ich zu der Zeit einfach keine Lust hatte, mich in eine weitere Serie zu investieren.“

    Komisch, wurde insgesamt nicht so viel beachtet, ähnlich wie Parks and Recreation. Aber wenigstens ist Nurse Jackie für einen Golden Globe nominiert. Parks and Rec leider nicht.

    @@dent42:

    „The Prisoner ist mit Abstand die Gurke des Jahres gewesen“

    Wenn es nicht so ein doofes Ende gehabt hätte, wäre es ganz ok gewesen. Die Gurke des Jahres war eigentlich eher „Hank“ bei den Sitcoms würde ich sagen.

  8. 8
    Ralph schrieb:

    Mein Highlight war die unglaublich gute, zweite Staffel von Sons Of Anarchy. Da stimmte wirklich alles. Neben Lost die beste Serie, die momentan zu haben ist.
    Zum Rest: Die vierte Staffel Dexter war ganz fantastisch.
    Friday Night Lights konnte ebenfalls an die grandiose dritte Season anknüpfen.
    Being Erica ist trotz kleiner Einbußen im Sektor Charme weiterhin sehr unterhaltsam.
    Flash Forward war nur gemessen an den selbst aufoktroyierten Erwartungen eine Enttäuschung. Da ist zwar gehörig Luft nach oben und die eine oder andere dramaturgische Fehlzündung ließ einen tatsächlich konsterniert zurück, jedoch darf man getrost die Staffel zu Ende schauen.
    Chuck war konstant launig und charmant und wird es hoffentlich auch in der dritten Staffel bleiben.
    Bei Dollhouse ist leider der tragische Fall eingetreten, dass die zweite Staffel-Hälfte absolut großartig ist und man sich plötzlich mit genau der Serie konfrontiert sah, die man von beginn an sehen wollte. Dass es genau dann enden muss, wenn die Serie zu einem absoluten Highlight generiert, ist fast schlimmer als wenn sie konstant enttäuschend geblieben wäre.

  9. 9
    sab schrieb:

    “The Prisoner ist mit Abstand die Gurke des Jahres gewesen”

    Wenn es nicht so ein doofes Ende gehabt hätte, wäre es ganz ok gewesen. Die Gurke des Jahres war eigentlich eher “Hank” bei den Sitcoms würde ich sagen.

    Genau, bis auf das Ende war „The Prisoner“ ein bizarrer, aber genießbarer Ausritt ins Surreale. Auch beim Flop des Jahres würde ich „Hank“ nominieren, mit FOX‘ „Brothers“ auf Nummer Zwei. Auch schnell vergessen waren „Knight Rider“ sowie „Kath & Kim“, die noch im Januar 2009 liefen.

  10. 10
    DJ Doena schrieb:

    Die britische Serie heißt übrigens „Being Human“, nicht „Human Being“, letzteres ist nur das Wort für „Mensch“. 😉

  11. 11
    sab schrieb:

    Die britische Serie heißt übrigens “Being Human”, nicht “Human Being”,

    LOL, ich hab mir beim Verfassen noch extra gedacht „jetzt schreib‘ auf keinen Fall ‚human being'“ und dann ist es wohl erst recht passiert. Ich werde langsam senil 🙂 Ist jetzt gefixt, danke für den Hinweis.

  12. 12
    dent42 schrieb:

    “The Prisoner ist mit Abstand die Gurke des Jahres gewesen”

    „Wenn es nicht so ein doofes Ende gehabt hätte, wäre es ganz ok gewesen. Die Gurke des Jahres war eigentlich eher “Hank” bei den Sitcoms würde ich sagen.“

    Bei Hank konnte man vorher wissen das es ein Flop wird ansonsten spätestens nach 10 Min der ersten Folge. Bei The Prisoner gab es, aufgrund der Vorlage, Hoffnung, bei mir allerdings im laufe der Zeit immer weniger.

  13. 13
    Paco schrieb:

    Hab das hier mal wieder viel zu spät gelesen. Aber allein für dein treffendes Urteil zu »Californication« gebührt dir ewiger Dank, Sascha!

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