Der grosse Serien-Rundumschlag

Es hat sich einiges angesammelt in den letzten Monaten. Anstatt viele einzelne Postings zu verfassen, werfe ich einfach mal alles in einen großen Topf und lasse die neue TV-Season bis zur Winterpause Revue passieren.

Auch diese Herbstseason 2010 fühlt sich wieder mehr wie eine kontinuierliche Fortsetzung der Vorjahres-Season an. Das mag damit zusammenhängen, dass ich eh kaum noch Zeit habe für Serien und daher eher auf vertraute Favoriten setze. Aber mein kurzer Überblick zu Beginn der Season vor ein paar Monaten zeigte kaum vielversprechende neue Produktionen. Und viel „Geduld“ kann ich mir einfach zeitlich nicht mehr leisten, entweder eine Show überzeugt gleich von Beginn oder sie fliegt aus dem Raster.

Eine der wenigen Ausnahmen ist (mal wieder) eine Comedy-Serie.

Raising Hope

ist ganz klar mein bisheriger Neustart-Favorit. Ein paar Sätze hatte ich ja schon hier geschrieben und die bisherigen elf Episoden haben den Eindruck zu Beginn der Staffel nur bestätigt: Die Serie hat eine verblüffend konstante Qualität an den Tag gelegt. Jede Folge ist vollgepackt mit herrlich bizarrem Humor und ausgefallenen Charakteren, die sich zwar öfters dumm-dämlich dranstellen, aber einfach unglaublich sympathisch erscheinen. Nicht nur „Earl“-Fans sollten hier reinschauen.
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Running Wilde

konnte da leider nicht mithalten. Auch hier viel dumm-dämlicher Humor und idiotische Verhaltensweisen, aber insgesamt überspannt die Show den Bogen dann doch zu sehr. Insbesondere die Nebencharaktere sind nur noch maßlos überzeichnete Karikaturen die sich von einem überreizten Gag zum nächsten schleppen. Schade um Will Arnett und Keri Russell, die mir in den Hauptrollen immer noch gut gefallen, aber das „Gesamtpaket“ überzeugt nicht. Die Show ist ganz oben auf der Abschussliste (beim Network wurde der Stecker schon gezogen).

The Office

geht es leider ähnlich. Die Serie ist auf einem traurigen Abwärtstrend, der sich von Episode zu Episode zu beschleunigen scheint. Nach sieben Jahren wurde wohl wirklich jeder Gag mindestens einmal gemacht (einige auch mehrmals) und die Autoren zwingen sich von Pointe zu Pointe. Die letzten Episoden ließen jeglichen Charme der früheren Folgen vermissen, selbst die früher so bezaubernden Jim&Pam-Momente wirken leer und aufgezwungen, Jim entwickelt sich zudem zur Hassfigur. Mittlerweile gibt es einige Episoden, in denen für mich kein einziger Lacher mehr drin war. Vielleicht kann der Abschied von Steve Carell noch mal Aufschwung geben, aber ich fürchte, dass die guten Tage der Show zumindest in kreativer Hinsicht gezählt sind. NBC hingegen wird die Serie sicherlich noch gute drei Jahre weiterlaufen lassen, es ist eine der wenigen Goldesel des Networks.

30 Rock

ist wie im Vorjahr ein extrem wechselhafter Kandidat. Manche Episoden sind durchweg Vollpleiten, dafür sind andere von der ersten bis zur letzte Minuten eine bunte Achterbahnfahrt. Liz Lemon stolpert zunehmend unkoordiniert durch die Episoden, die Absurditäten in Liz‘ Umfeld sind immer noch so schrill wie in den Vorjahren, aber insgesamt scheint auch hier öfters das gute Material auszugehen.
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How I Met Your Mother

war auch schon öfters am Abgrund, aber hat sich in letzter Zeit wieder etwas aufgerappelt und auf akzeptablen Niveau stabilisiert. Auch diese Show hat wohl ihren Zenit eindeutig überschritten, aber immer mal wieder gelingen ihr überraschende Tweaks des Erzählstils und Running Gags. Da ist noch Leben drin, aber die Mutter muss dringend gefunden werden 🙂
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Cougar Town

hat auch noch reichlich Leben, die Show hat nach ihrer „Neuorientierung“ im vergangenen Jahr ihren Ton gefunden und ist jetzt so eine Art „Friends 2.0 für thirtysomethings“. Ob das alles noch Sinn macht, wie diese Gruppe von Freunden, Nachbarn und Familienmitgliedern immer wieder zusammenfindet, spielt schon längst keine Rolle mehr, stattdessen geht es in erster Linie darum, irgendeine belanglose Rahmenhandlung für ausgefallene Charakter-Eigenheiten und amüsante Rituale im Freundeskreis zu finden. Harmloser, aber sehr unterhaltsamer Spaß, ebenso wie…
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The Middle

Auch diese Show hat seit ihrer ersten Episode letztes Jahr eine erstaunlich konstante Qualität geliefert. Jede Episode ist gute Unterhaltung, Charaktere stellen sich auch hier oftmals gezwungen blöd dran, aber ähnlich wie bei „Raising Hope“ passen ihre Verhaltensweise auch harmonisch in das Gesamtbild und wirken keinesfalls überzogen. Die beste „Working Class“-Familienkomödie seit „Malcolm in the Middle“.
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The Big Bang Theory

zeigt auch schon erste Alterungserscheinungen und scheint immer öfters auf der Stelle zu treten, aber schon die Verpflichtung von „Blossom“ und der gelegentliche Auftritt von Evil Wil Wheaton dürften mich auch weiterhin bei der Stange halten. Manchmal habe ich aber das Gefühl, dass sie die Scherze um Sheldons Eigenheiten zusehends überreizen.
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Modern Family

gehört ganz klar in die Kategorie „Verlässlicher Lachgarant wie im Jahr zuvor“ (VeLaWiJazu). Leider fehlen die ganz großen Kracher wie im Vorjahr, bei denen man lachend vom Sofa fällt, aber der Charme der oftmals sehr gegensätzlichen Charaktere überzeugt auch weiterhin. Jedesmal garantierte 20 Minuten gute Unterhaltung. Ebenso wie…
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Community

Ohne Zweifel das beste, was die Comedy-Schiene zur Zeit bieten kann und ebenfalls in der VeLaWiJazu-Schublade. Auch hier kämpfen die Autoren zuweilen spürbar, um an die großen Erfolge des Vorjahres anzuknüpfen — aber nachwievor haben sie bei ihrer Suche richtig viel Erfolg. Mittlerweile sind meine Ansprüche an die Show aber auch wahnsinnig hoch, jede Folge muss sich mit der Episode „Modern Warfare“ messen — das ist natürlich eine verflucht hohe Latte. Dadurch war auch der Überraschungs-Effekt der Stop-Motion-Folge nicht so groß wie man sich das wünschen mag, aber die Folge im 1980er-Raumschiff-Simulator oder die Zombie-Episode oder die Meta-Bottle-Show um den verschwundenen Stift sind Highlights des TV-Jahres. Auch sehr empfehlenswert ist übrigens die DVD-Box der ersten Staffel: Massig Outtakes und mindestens ein Audio-Commentary zu jeder Episode liefern ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis und reichlich Füllmaterial für langweilige Winterabende.
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Castle

gehört auch weiterhin in die Comedy-Schublade und ist die erste Serie, die endlich ohne jegliche Kompromisse an die großen Krimikömdien-Serien aus den 1980ern (Hart to Hart, Scarecrow and Mrs King, Moonlighting, Remington Steele, Murder She Wrote, Riptide, Fall Guy, Simon & Simon, A-Team …) anschließen kann. Jede Woche ein mehr oder minder verworrener und über viele Ecken und Red Herings zu lösender „Case of the week“, den aber kaum ein Zuschauer wirklich interessiert. Die eigentlichen Gründe warum das eine Must-See-Show ist, heißen weiterhin in dieser Reihenfolge Nathan Fillion, Nathan Fillion und Nathan Fillion (ebenso wie seine Chemie mit Stana Katic). Im Moment sehe ich keinerlei Anzeichen, wie diese einfach gestrickte Show in nächster Zeit an Unterhaltungswert verlieren könnte, insbesondere wenn sie auch weiterhin einmal pro Halbjahr eine kleine „Firefly“-Anspielung („just a tv show I used to love“) unterbringen.
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Chuck

ist diese kleine Show „that just wouldn’t die“. Kaum eine andere Serie wurde schon so oft totgesagt oder am Abgrund gesehen und nun gibt es schon wieder erste vorsichtige Anzeichen für eine erneute Verlängerung. Allerdings muss man auch zugeben, dass dieses ständige Hin-und-Her nicht ohne Konsequenzen für die Show blieb, das Budget ist offensichtlich mittlerweile ein Witz, die Show musste schon mehrere Beinahe-Finals mit einem neuen Story-Arc überdecken. Immerhin dürfen sich die Charaktere weiterentwickeln und die Beziehung zwischen Chuck und Sarah ist immer noch unterhaltsam und abwechslungsreich. Zudem bin ich der letzte, der sich über die zunehmende Anzahl von Szenen mit einer sehr dürftig bekleideten Yvonne Strahovski beschweren würde, aber bei all den „evil empire“-Organisationen blickt man ja kaum noch durch und die Story wird weiterhin von Scheunentor-grossen Logiklöchern geplagt. Es ist auch hier abzusehen: Sollte es wirklich noch eine fünfte Staffel geben, wäre es vielleicht wirklich am besten, die Show zu einem versöhnlichen Ende zu bringen bevor alleine schon das Catering-Budget von „Glee“ höher ist als das Gesamtbudget von „Chuck“.
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Eureka

ist noch etwas extremer in Hinsicht auf das (nicht) verfügbare Budget und auch hier freue ich mich zwar immer noch über neue Episoden, aber mehr als ein optionaler Lückenfüller ist sie nicht mehr. Der Zeitreise-Arc und der Sprung in die alternative Parallel-Realität war ein netter Trick, um die Serie (dauerhaft?) neuzubooten — dieses Device können wirklich nur ganz wenige Serien erfolgreich nutzen. Aber dennoch oftmals zu harmlos. Gleiches gilt für die Schwesterserie …
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Warehouse 13

Auch hier dominiert der „Job of the week“ mit ein paar dünnen übergreifenden Arcs. Leider sind diese wöchentlichen Aufträge oftmals zu simpel gestrickt und zu vorhersehbar, da macht sich dann gerne Langeweile breit. Aber gelegentlich kann die Show mit interessanten Ideen überraschen wie einem weiblichen H.G. Wells.
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Stargate Universe

schaut wohl mittlerweile auch der definitiven Absetzung entgegen, daher nicht mehr viele Worte, außer: Mir hat’s eigentlich wirklich gut gefallen. Kein Must-See, aber für jemanden, der bisher so gut wie keinen Kontakt mit dem Stargate-Universum (no pun intended) hatte, waren das immer passable 40 Minuten Standard-SciFi-Kost.
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Weeds

hat sich recht erfolgreich „neugebootet“, indem man einige alte Story- und Charakter-Zöpfe abgeschnitten hat und aus den Resten ein „Back to the roots“-Roadtrip-Familiendrama zusammenstrickte. Dadurch konnte sich die Show wieder mehr auf das eigentliche Interessante fokussieren: Die absolut dysfunktionale Familie rund um Nancy. Durchweg unterhaltsamer und abwechslungsreicher als das was in den Vorjahren so präsentiert wurde.
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Rubicon

war eine der wenigen Drama-Neustarts, die ich verfolgt habe. Und die wurde dann auch prompt nach der ersten Staffel abgesetzt. Noch bin ich nicht ganz durch, aber diese smarte und spannende Verschwörungstheorien-Drama hat mich bisher durchweg fasziniert. Angeblich empfanden viele Zuschauer die Serie als „zu langsam“ und ihnen fehlte die Action. Hachjeh, die gibt es bei „Mad Men“ auch nicht.
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Stattdessen gibt es ja …

The Walking Dead

mit reichlich Action und richtig viel Tempo. Viel, viel zuviel Tempo sogar — da wurde soviel Handlung in lächerliche sechs Episoden gepresst, dass manche Erzählstränge wie ein Schnellzug am Zuschauer vorbeirasten. Der Vater, der seine Familie sucht? In zwei,drei Episoden abgehakt. Das große Finale um einen letzten Wissenschaftler? In einer Folge durchgehetzt, obwohl man da noch soviel Kapital für eine gute halbe Staffel herausschlagen könnte. Dadurch entstehen dann auch ein paar Plausibilitäts-Probleme (yeah, i know we’re talking about a show about ZOMBIES) wie beispielsweise der Shut-Off-Timer, der „zufälligerweise“ genau an dem Tag abläuft, an dem die Truppe dort ankommt. Unter die Räder kommt dabei auch die Charakterentwicklung, die aber wohl eindeutig der große Schwerpunkt der Serie sein soll. Denn um eine Aufarbeitung des „Wie, Warum, Wo?“ geht es bei dieser Zombie-Apokalypse ganz offensichtlich nicht wie die finale Episode mit ihren Millionen ungestellter Fragen bewies.
Ich kenne die Comic-Vorlage nicht im Detail, daher kann ich nicht beurteilen, wie sehr sie der Vorlage entspricht. Aber für mich zählen eh andere Kriterien, in erster Linie wie gut mich eine Serie im Jahre 2010 unterhalten kann und da hat „The Walking Dead“ massive Defizite. Wäre das die erste Zombie-Produktion seit Generationen und hätte es nie die UK-Produktion „Dead Set“ oder die Mainstream-Film-Hits „Shaun of the Dead“, „Zombieland“ oder den Pilot „Babylon Fields“ gegeben, würde mein Fazit sicherlich anders ausfallen. Heutzutage kann zumindest ich wohl keinen Zombie-Film/Serie mehr schauen, ohne eine ironische Brechung zu erwarten. „The Walking Dead“ nimmt sich hingegen richtig todernst und setzt den Fokus auf Charakterdrama und den hoffnungslose Kampf gegen die übermächtige Apokalypse. Leider sind die Charaktere dazu zu uninteressant, farblos und eindimensional. Was aber wiederum an dem hohen Tempo liegt. Vielleicht hätte amc doch lieber noch warten sollen, bis der Wunsch-Regisseur/-Autor für eine längere Zeit verfügbar gewesen wäre und statt 6 mindestens 12 Episoden produziert. Ob ich mir die zweite Staffel anschauen werde, ist jedenfalls nach dieser Enttäuschung noch mit einem großen Fragezeichen versehen.
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Doctor Who Weihnachtsspecial

hat mir ausserordentlich gut gefallen. Was für eine bezaubernde Zeitreise-Variante des „Ghosts of Christmas“-Konzept, die in jeder Szene vor typischen Moffat-Inspirationen nur so sprüht. Alleine schon das Konzept der fliegenden Fische? Traumhaft. Dazu eine ganze Reihe von erstklassigen und hochamüsanten Dialogen, die zu dem besten zählen, was dem Doctor in der Neuzeit über die Lippen kam („Ah! Yes, blimey sorry! Christmas Eve on a rooftop, saw a chimney, my whole brain just went „What the hell!?“ | „Look – it’s either this or going to your room and designing a new screwdriver: Don’t make my mistake.“ ). Mag sein, dass Moffat mit der Konzeption einer wöchentlichen Who-Show ein wenig überfordert ist, aber er ist und bleibt ein ganz großer Geschichtenerzähler mit einer fantastischen kindlichen Vorstellungskraft und Phantasie. Matt Smith wiederum konnte erneut unterstreichen, welch eine absolut perfekte Wahl er für diese Rolle war. Lang lebe Doctor Who!
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Der große Rest und 2011

Andere Serien tauchen hier nicht auf, weil ich einfach nicht genug gesehen habe (Dexter 5, Misfits 2, Men of a Certain Age 2, Friday Night Lights 5, Parenthood 2, Life Unexpected 2 (eh schon abgesetzt), …)

In der Midseason kommen nun noch eine kleine Handvoll vielversprechender neuer Produktionen, in erster Linie „The Cape“ und „Mr. Sunshine“. Außerdem kommen „V“ (downdown), „Californication“ (down) und „Parks & Recreation“ (upup) zurück.

Wie sieht’s bei euch aus? Schaut noch irgendjemand „No Ordinary Family“ oder eine der anderen Neustarts?

16 Antworten

  1. 1
    DJ Doena schrieb:

    SG Universe ist bereits abgesetzt. Wenn dir so Sachen wie Castle gefallen, sollte dir eigentlich auch das originale SG-1 Spaß machen

  2. 2
    GG schrieb:

    Ich schau noch die Defenders – aber hast du wirklich Boardwalk Empire verpasst?

    Zu ‚The Walking Dead‘:
    Da schaust du vielleicht zu wenig Zombie-Filme…mittlerweile muss man die guten, sich ernstehmenden Filme mit der Lupe suchen…entweder sind die Zombie-Filme Komödien oder Trash (quasi IMDB-Wertung < 4).

  3. 3
    Jojo schrieb:

    The Walking Dead hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Vielleicht liegt es auch daran, dass es für mich die erste Serie mit der Thematik ist. Sollte wohl zuerst eine Mini-Serie werden und nun musste man sich halt etwas strecken ums auszubauen. Ansonsten würde ich dir größtenteils bei der Bewertung zustimmen.

  4. 4
    Ralph schrieb:

    War doch ein großartiges TV-Jahr mit nur wenigen Enttäuschungen:

    Breaking Bad: Die dritte Staffel gehört vermutlich zum Besten, was jemals im Fernsehen zu sehen war.

    Terriers: Die schlimmste Absetzung seit „Firefly“. Wenigstens mit rundem Ende. Also bitte anschauen!

    Boardwalk Empire: Verdammt gute, erste Staffel. Ein Epos, wie es das amerikanische Kino seit Jahren nicht mehr zu Stande gebracht hat.

    Friday Night Lights: Die fünfte Staffel scheint ein absolut würdiges Finale zu sein.

    Treme: Auch das neue Stadtporträt von David Simon ist erstklassiges Fernsehen.

    Justified: Zumindest die zweite Hälfte der ersten Staffel hielt alles ein, was der großartige Pilot versprach.

    Chuck: Die vierte Staffel ist bislang solide. Langsam kann es aber dann doch zu Ende gehen.

    The Walking Dead: Mir hat die Zombie-Serie in den meisten Episoden gut gefallen. War tatsächlich oftmals zu gehetzt und etwas holprig erzählt, aber die Vorlage hat so viel zu bieten, dass die Chancen für eine qualitative Steigerung in der zweiten Staffel sehr, sehr gut stehen.

    Enttäuschend war leider die weitestgehend verkorkste dritte Staffel von Sons of Anarchy. Zumindest das Finale gab Anlass zur Hoffnung, dass es Kurt Sutter doch noch kann. Wird auf jeden Fall weitergeschaut.
    Bei Dexter bin ich mir da nicht mehr so sicher: nach vielversprechendem Beginn war die fünfte Season ein ziemlich schwachbrüstiges Sampling von Staffel 2 und 3. Hier sollte mit der sechsten Staffel dringend ein Endpunkt gesetzt werden.

    Mad Men und Rubicon habe ich dabei noch nicht gesehen, reihen sich aber sicher in die Liste der vielen guten Seasons des TV-Jahres 2010 ein.

  5. 5
    sab schrieb:

    @DJ Doena: Ich hatte seinerzeit die ersten Folgen (oder sogar die erste Staffel IIRC) von SG1 geschaut, aber dann das Interesse verloren.

    @GG: Broadwalk Empire habe ich nicht verpasst, aber bisher nur die Pilot-Folge gesehen. Wie Ralph auch schon schrieb: Das sieht nach einem gigantischen Epos aus, daher hebe ich mir das mal für später auf. Im Moment ist mir das etwas zu „schwergewichtig“, falls das irgendwie Sinn macht :). Bei „Treme“ ging’s mir ähnlich: Eine 20-Minuten-Comedy kann man schnell mal „dazwischenschieben“, aber solche Kaliber verdienen mehr Aufmerksamkeit.

    @Ralph: Stimmt, „Terriers“ steht auch noch auf meiner Liste — da habe ich bisher nur gutes gehört (abgesehen von der Absetzung…)

  6. 6
    Anubiz schrieb:

    rubikon bin ich über den Pilot nie rausgekommen, war mir einfach zu lahm.
    SGU, gut daß es weg is, GZSZ meets BSG …
    hab als gehofft daß es nochmal besser wird, aber dem ward nich so.
    Dexter war wieder sehr gut, wenn auch nich so stark wie S4

    No Ordinary Family schau ich noch, gefällt auch immer noch 😉
    letztens beim einsortieren gestaunt, wieviel neue Serien ich doch dieses Jahr am Start hatte 🙂
    walking dead, boardwalk, nikita, lost girl!, blue bloods und bestimmt noch was vergessen 🙂

    und endlich mal zwischen den Jahren Serenity geguckt!
    und nu will ich wieder mehr Firefly :(:(:(:(

  7. 7
    onlime schrieb:

    Größtenteils stimme ich mit den Bewertungen überein.
    Chuck würde ich aber doch einen zweiten Daumen nach oben spendieren, weil die Serie jetzt mal wieder richtig schön anzieht und wieder Spaß macht. Und die Plotlöcher und Logikfehler gehören einfach dazu. Ebenso die Bösewichts-Organisationen, die irgendwie böse sind, weil… äh… McGuffin. Ich wäre aber in der Tat nicht traurig, wenn die Serie mit dieser Staffel einen würdigen Abschluss erfahren würde (z.B. steht ja noch ein awesome Heiratsantrag bevor)

    Auch Eureka verdient in meinen Augen mehr Daumen nach oben. Wie schon gesagt funktioniert ein derartiger Reboot nur bei ganz wenigen Serien und Eureka hat er richtig gut getan. Nach wie vor überkommt mich beim Gucken ein heimeliges familiäres warmes Gefühl und ein breites Grinsen schleicht sich in mein Gesicht. Aber jetzt, wo sich inzwischen für fast alle Cast-Members alles zum „guten“ gewendet hat, könnte man die Serie eigentlich auch guten Gewissens zu einem befriedigenden Ende führen – sobald man Jo und Zane auch in der alternativen Zeitlinie zusammengebracht hat…

    Bei Walking Dead bin ich zuversichtlich, dass in der folgenden Staffel mit mehr Folgen mehr Zeit bleibt, die Geschichten ausführlicher zu erzählen und den Charakteren mehr Tiefgang zu verpassen. Man stelle sich nur vor, wie grandios die Serie hätte sein können, wenn man schon jetzt mehr Folgen zur Verfügung gehabt hätte und das geruhsame Erzähltempo der herausragenden Pilotepisode beibehalten hätte.

    Was wurde denn in der Aufzählung noch nicht genannt…
    Fringe!!! Wieso steht das nicht in der Liste??? Die Serie wird immer besser und gehört mit zum besten, was im Moment so an Serien zu sehen ist (jetzt, wo Breaking Bad und Mad Men gerade Pause machen). Da kann man gar nicht genug Daumen nach oben verteilen!

    Being Erica habe ich weiterhin geschaut, obwohl da im Moment stellenweise arg die Luft raus ist, aber die Ereignisse des vorweihnachtlichen Serienfinales machen dann doch wieder neugierig auf eine Weiterführung, falls es eine solche geben sollte.

    Ansonsten noch The Event… Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben bei dieser Mischung aus Lost (im Gegensatz zu Lost werden Mysterien recht zeitnah aufgeklärt, und im Gegensatz zu Lost sind sämtliche Charaktere klischeehaft und stinklangweilig) und 24 (wie bei 24 gibt es eine schnell vorangetriebene Handlung und wie bei 24 strotzt alles nur so von Logikfehlern). Irgendwie greift da das „I want to like this show“-Gefühl, obwohl ich tief drinnen eigentlich weiß, dass das eigentlich große Scheiße ist. 😉

  8. 8
    redlock schrieb:

    —NIKITA: der Pilot war nicht so der Bringer, aber danach…“must-see-tv!“ Und immer noch unglaublich, dass die Serie auf „CW“ läüft

    —LOST GIRL: Ebenfalls eine sehr, sehr unterhaltsame Serie, mit einem tollem Darstellerpärchen Ana Silk & Ksenia Solo

  9. 9
    sab schrieb:

    @Anubiz: Hachja, Firefly. Diese Wunde wird wohl niemals heilen :o)

    @onlime: Fringe schiebe ich schon eine Weile vor mir. Nach der Erfahrung mit der letzten Staffel werde ich die wohl am besten wieder in einem Rutsch schauen.
    „The Event“ hatte ich auch unbedingt „mögen wollen“ (könnte aber auch nicht erklären warum überhaupt). Aber wenn die Freizeit knapp ist, fallen solche Shows als erste aus dem Programm. Da werde ich wohl frühestens am Ende der Staffel mal die allgemeinen Kritiken im Web konsultieren und die Show dann vielleicht als Sommerfüller nutzen.

    @redlock: Hui, aus Nikita wurde noch „Must-See-TV“? Das kommt allerdings wirklich überraschend nach dem mäßigen Pilot. Naja, ich behalte es mal im Hinterkopf :). Das kanadische Lost Girl hatte ich noch gar nicht auf dem Radar, danke für den Hinweis.

  10. 10
    Anubiz schrieb:

    ja, Nikita is echt gut geworden – und wie gesagt Lost Girl (auch schon verlängert!)
    wird wohl oft das Kanadische Buffy genannt 😉

  11. 11
    Bernhard schrieb:

    Guter Überblick, auch wenn ich bei mancher Bewertung anderer Meinung bin. — Deine „Mobile Edition“ gefällt mir auf meinem Smartphone ganz gut.

  12. 12
    Dhl schrieb:

    Ich bin auch von deinem mobilen sablog schwer begeistert. Ich haette auch gern mehr Zeit fuer parenthood. Weiß man schon, ob und wann die Serie nach Deutschland kommt? Ich finde , es hat im deutschsprachigem Raum gute Chancen…

  13. 13
    Inishmore schrieb:

    Bei so ziemlich allem, was ich gesehen habe, teile ich deine Meinung. Schön, dass dir Raising Hope auch so gut gefällt, ich kenne einige, die die Show niederschreiben. Aber wie kann man eine Show mit süßem Baby und der Frisur von Jason Lee in seiner Gastrolle als alternder Rocker nicht toll finden?

    Community schwankt mir noch sehr; die hauen stellenweise die Lachgranaten raus und andere Episoden fallen doch mehr als deutlich dagegen ab. How I Met Your Mother sehe ich noch nicht so kritisch wie du, dafür erntete deine Analyse von The Office mein tief empfundenes Zustimmungsnicken. Ich habe noch die Box der dritten Staffel herumliegen und traue mich gar nicht reinzuschauen, weil ich bei den aktuellen Episoden dann noch mehr leiden müsste.

    The Walking Dead mochte ich – bis auf das schwache Finale. Ironische Brechung braucht es da für mich nicht, da bin ich so anspruchslos wie der nächste Untote. Auf deine Meinung zu Boardwalk Empire bin ich übrigens sehr gespannt. Zum Schluss auch von mir der Hinweis: Fringe Season 3 ist groß. Und No Ordinary Family hat mich bereits mit dem Piloten zuverlässig vergrault.

  14. 14
    sab schrieb:

    @DHL: Ich weiss leider auch nicht, welche Sendergruppe die deutschen Ausstrahlungsrechte für Parenthood erworben hat.

    @Inishmore: Genau, Jason Lees Auftritt bei „Hope“ war ein Knüller :). Aber der eigentliche Star der Show ist Cloris Leachman — was die Frau schon alles durchmachen musste…

    Und okay, ich werde mir die neue Staffel von Fringe bei nächster Gelegenheit anschauen :). Ich glaube das startet am Montag ja sogar wieder im deutschen TV.

  15. 15
    Schamotnik schrieb:

    Kann dir bei den Sachen die ich schaue fast zu 100% zustimmen.

    Bei Running Wilde hab e ich mir wg. Will Arnett tatsächlich 6 Folgen angetan.. aber hab nie gelacht.
    Raising Hope ist wie du sagst ein angenehme Überraschung. War nie eine großer „Earl“ Fan, aber rh ist immer für ein paar Lacher gut.

    Von den neuen Serien ist sonst nur Terriers zu empfehlen.. gute Story mit tollen Schauspielern..

    Von den letztjährigen Folgen sind The Middle und Cougar Town sehr solide.. stimme dir da absolut zu. Modern Family ist mMn mit Abstand die beste Serie, unterhalte mich wirklich bei jeder Folge köstlich. Community seh ich zwar ganz gern, allerdings werd ich nie ganz den Hype um diese Serie verstehen..

    Was hier gar nicht erwähnt wurde ist The League.. auch die 2.Staffel konnte problemlos an die 1. anschließen und ist extrem witzig.
    Auch always sunny hat wieder an frühere Staffel angeschlossen. Die Lethal Weapon 5 Episode war so ziemlich das Lustigste was es die Season zu sehen gab.

    In Sache Dramas war Friday Night Lights gewohnt stark. Das obwohl mittlerweile außer Kyle Chandler und Connie Britton fast alle Schauspieler aus den 1. 3 Staffeln weg sind.. Die Storyline mit der Rückkehr des Vaters ist auf jeden Fall sehr spannend und gefällt gut.
    Parenthood und Men of a certain age haben auch beide dort angeknüpft wo sie letzte Season aufgehört haben. Durchaus unterhaltsames Fernsehen.

  16. 16
    fghgfdhg schrieb:

    @Anubiz
    die anime vorlage cowboy beebop aus der firefly entstanden ist empfehlen, falls du nicht genug von firefly bekommst.
    die crew ist zwar anders, aber vom feeling her sehr ähnlich.

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