Archiv der Kategorie 'TV + Serien'


TIME.com: What Do Guys Want?

Dienstag, 25. Mai, 2004

Nein, dieser Artikel auf TIME.com ist kein Ratgeber für Single-Frauen, die auf Partnersuche sind, sondern zeigt vielmehr die Problematik auf, welche die „good old broadcast networks“ derzeit plagt. Junge Männer wollen im TV vor allem derbe Action und da hilft es nicht gerade, dass man jedes unanständige Wort ausblenden muss oder Live-Übertragungen mit 5 Sekunden Verzögerung ausstrahlt. TIME zitiert jüngste Nielsen-Zahlen nachdem dieses Jahr 13 Prozent weniger Männer in der Alterszielgruppe 18-34 Jahre die network channels wie NBC und ABC eingeschaltet haben als noch im letzten Jahr. Nun wo gehen sie hin? Zu Videogames, Internet und Cable Networks (wie HBO, MTV etc.). Letztere scheren sich nämlich einen Dreck um die typisch amerikanische Konservativität hinsichtlich der „Sauberheit“ des TV-Programmes – da geht es um Sex, Gewalt, und Begriffe wie „fuck“ werden auch nicht ausgeblendet.

What do guys want that they can’t get from the networks? Sex, sure, but, more than that, danger and authenticity — the raw, unbleeped real deal, unpredictable and without a five-second delay

Schön und gut, aber der Gebrauch des Wörtchen „fuck“ allein kann ja nicht der Grund für den Erfolg der Cable Networks (oder den Misserfolg der Broadcast Networks) sein — die allgemeine Programmqualität ist bei den „Kleinen“ mittlerweile deutlich gestiegen während die „alten“ Networks auch aus Kritikersicht in den letzten Jahren nachgelassen haben.

TV’s biggest quandary is how to solve one problem without worsening the other.

Nunja, die Mischung macht’s. Der Superbowl wird niemals eine weibliche Zuschauerschicht ansprechen so wie 7th Heaven nun mal eine „chick show“ ist (Ausnahmen bestätigen die Regel ;-)). Dann muss man eben ein ausgeglichenes Programm präsentieren, und neben eine „chick show“ auch eine „guy show“ platzieren. Oder sich wie im Fall von UPN plötzlich trotz „WWE Smackdown“ und „Enterprise“ auf die weibliche Zielgruppe konzentrieren.

„Are you looking for the people who actually buy cars,“ he asked, „or the people who say, ‚Daddy, please buy me a car‘?“

LOL, da kommen wir langsam zur zentralen Frage, die die Werbeindustrie seit Jahren bewegt? Wer trifft denn die Kaufentscheidungen in den Haushalten? Sind es immer diejenigen, die das Geld verdienen?

women make most viewing decisions, so it’s best to create shows that women will seek out and men will tolerate […] What, after all, do most men want? To be in the good graces of a woman. She’s the one who has the remote.

Hehe 🙂 Dieser Satz hat Signatur-Qualität.

L.A. Screenings

Montag, 24. Mai, 2004

Der Hollywood Reporter bespricht ausführlich in einem Artikel die Änderungen auf dem TV-Rechte Markt in diesem Jahr. Aus Anlass der heute beginnenden „L.A. May Screenings“, die traditionell nach den Upfronts stattfinden, wurde der sich ändernde Markt unter die Lupe genommen. Besonders erwähnt werden die Einkäufer von BSkyB (UK), SBS (Niederlande) und Network Nine (Australien).

Interessanteste Punkte: Die internationalen Einkäufer sehen zunehmend Probleme durch die steigende Anzahl kurzer Serien (6-18), die entweder von vorneherein als „limited series“ ausgelegt sind, oder mitten in der Handlung abgesetzt werden, nachdem die Serie bereits eingekauft wurde. Und somit fehlt den Einkäufern das Programmmaterial.

Aber auch andere Probleme sind in den letzten Monaten deutlich geworden:

„This year, the big question was: Where had all the young men gone (from the television viewing audience)? To some extent, they had gone to video games and to their computers. We also have to look at (personal video recorders) and how that is going to impact the advertising market and how the advertiser is going to reach the consumer. On top of all of that, you have the phenomenon of nonscripted programming, which has a low repeat value.

Ausserdem hat der HR eine Übersicht über alle neuen Serien der Season – aber diesmal nach Produktionsstudio geordnet. Sehr nützlich.

Gerüchte um "Star Wars" TV Serie

Montag, 24. Mai, 2004

„Moriarty“ von aint-it-cool-news.com lehnt sich mal wieder gewaltig weit aus dem Fenster und berichtet über Gerüchte zu Plänen von Lucasfilm, im Jahre 2006 eine TV Serie zu starten, die im „Star Wars“ Universum spielen soll. Demnach soll die Serie die Lücke zwischen „Star Wars“ Episode 3 und 4 schliessen, der junge Boba Fett soll einer der Hauptcharaktere sein.

Sonderlich viel Wert kann man auf solche Gerüchte wohl nicht legen, aber irgendwo ist ja immer ein Fünkchen Wahrheit. Dumm wäre es sicherlich auch nicht, den Goldesel „Star Wars“ vom Big Screen auch auf den kleinen Bildschirm zu bringen – so kann man das Franchise am Leben erhalten, auch nachdem George Lucas ankündigte, niemals Episoden 7-9 zu drehen. Ein interessantes Experiment wäre es zudem – nachdem bisher solche Produktionen eigentlich immer den umgekehrten Weg gingen: Vom TV ins Kino („Star Trek“, „Firefly“). Falls dies wirklich die letzte Season von „Star Trek: Enterprise“ sein sollte, wäre ja wieder Platz für eine SF-Serie im Programmplan 2005/06 oder 2006/07. Ein großes Problem dürfte jedoch der hohe Anspruch von Lucas an Special Effects und Locations sein – zudem treten in Star Wars recht viele Aliens auf, die eben keine menschliche Form haben (und somit auch nicht einfach durch einen Schauspieler in einem Kostüm dargestellt werden kann). Das dürfte die Kosten für eine Serie kräftig in die Höhe treiben. Aber wer weiss, welche technischen CGI-Tricks Lucasfilm mittlerweile auf Lager hat.

Richard Biggs verstorben

Montag, 24. Mai, 2004

Wie J. Michael Straczynski (JMS, Entwickler und Autor von „Babylon 5“) in einer Nachricht an die Fans von „Babylon 5“ am Samstag Abend mitteilte, verstarb Richard Biggs plötzlich und unerwartet am Morgen des 22. Mai. Die Todesursache sei noch nicht endgültig geklärt, es deute laut JMS aber auf einen Schlaganfall oder ein Aneurysma hin. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

Richard Biggs wurde vor allem bekannt durch seine Rolle als Dr. Franklin in der Science Fiction Serie „Babylon 5“. Er wurde 43 Jahre alt. Unter anderem haben Fanpages wie www.thegalacticgateway.com virtuelle Kondolenzbücher eingerichtet.

NY Times: "TV's Bold New Concept: Summer"

Montag, 24. Mai, 2004

Die NY Times hat dem neuen „full year schedule“ der Networks einen ausführlichen Artikel gewidmet. Ein weiteres interessantes Argument für die Einführung dieser 52-Wochen Schemata sei demnach die Tatsache, dass die Cable Networks wie HBO jeden Sommer Zuschauer gewinnen, die dann im Herbst in immer geringeren Zahlen wieder zu den alteingesessenen Broadcast Networks (ABC, CBS etc) zurückkehren. Daher wolle man auch die Investition in das Sommerprogramm forcieren. Beispiele sind hierfür u.a. „Six Feet Under“ (HBO) und „Dead Like Me“ (Showtime), die beide im Sommer ihre Zuschauer fanden. Vor allem FOX drängt ferner dazu, alte Rituale wie „Seasons“ und „Sweeps“ mittelfristig abzuschaffen. Dennoch sollte man logischerweise nicht damit rechnen, dass Serien zukünftig 52 Episoden pro Jahr produzieren – auch Schauspieler und Produzenten brauchen mal Urlaub und bei zwei Millionen US-Dollar Kosten pro Drama-Episode ist sowas auch ein risikoreiches und nicht billiges Vergnügen.

Ein Zitat:

„If we’re a 52-week network, we should be introducing shows to the schedule all year long,“ says Preston Beckman, executive vice president of program planning for Fox. „The key is to get shows on different cycles so the schedule always looks fresh. This is the first step in saying there’s no such thing as a TV season anymore.“

NB: Der Artikel geht über drei Seiten, der Link auf die folgenden Seiten ist am Fuß der Website etwas zu klein geraten.

CSI:NY::VOX

Sonntag, 23. Mai, 2004

Geez, jetzt gibt Alliance Atlantis schon ’ne Pressemeldung heraus, nur um mitzuteilen, dass die neue CSI-Spin-Off Serie bereits vor den L.A. Screenings in der nächsten Woche von diversen europäischen TV-Networks aufgekauft wurde (darunter auch VOX) . Naja, da gibt es sicherlich auch langfristigere Absprachen – Wer bereits die ersten beiden CSI-Serien gekauft hat, wird wohl auch als erster gefragt, ob er bei CSI:NY zugreifen wolle. Da braucht man keine L.A. Screenings für solch eine Nachfrage. Wie auch immer – mir soll’s Recht sein, so hat man immerhin schon mal einen Anhaltspunkt, dass VOX auch CSI:3 austrahlen wird. Bei Alliance Atlantis braucht man wohl derzeit auch jede gute Nachricht – es scheint dort etwas im Gebälk zu krachen, zum dritten Mal hat man nun schon den Termin für die Vorlage der Quartalszahlen verschoben und nun auch den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitrahmen überschritten. Offenbar hat man sich etwas mit der Restrukturierung verheddert – Alliance will sich ja aus der Serien-Produktion zurückziehen – nur das CSI-Franchise als fetter Goldesel soll erhalten bleiben.

Joan of Arcadia: #1×23 – "Silence" (Season 1 Finale)

Sonntag, 23. Mai, 2004

Am Anfang war ich skeptisch, ob es diese neue Show schaffen wird, den üblichen „7th Heaven“ oder „Touched by an Angel“-Seichtigkeiten aus dem Weg zu gehen. Aber sie hat es wunderbar geschafft, selbst eingefleischte Atheisten für eine Serie zu begeistern, die Gott als einen der wichtigsten Co-Stars nennt.

Die Krise in der letzten Episode ist zwar eine schäbige Nummer zum Seasonfinale, „JoA“ hat es eigentlich wirklich nicht nötig, mit solchen Cliffhanger-„Tricks“ die Zuschauer zu binden. Eine solche Storyline hätte ich mir viel lieber in der Mitte der zweiten Staffel gewünscht. Aber die Umsetzung tröstet auch hier wieder über diesen Schönheitsfehler hinweg – Amber Tamblyn spielt die Rolle ihres (jungen) Lebens, Kameraarbeit und Drehbuch sind in dem Seasonfinale atemberaubend.

SPOILER: (mit der Maus markieren, um zu lesen)Es wird wohl noch für einige Diskussionen sorgen, wie diese Episode zu „deuten“ ist. Warum hat Joan ihren Glauben „verloren“? Spielte etwa der Teufel eine Rolle? Wie wird Gott in der zweiten Staffel wieder Kontakt zu ihr aufnehmen? Das könnte ein ziemlich holpriger Pfad werden. Etwas quer im Magen liegt mir auch das Luke/Grace-Happy Ending. Erinnert mich zu sehr an ein gewisses Paar in „Everwood“. Dass er Glynnis so schnell abservierte, scheint mir auch etwas seltsam zu sein. Dennoch, Grace zählt neben Joan zu meinen Lieblingscharakteren – sie ist herrlich unkonventionell und ambivalent – somit waren die Szenen dann doch recht unterhaltsam. Zufrieden bin ich damit, dass sie Joan’s Bruder nicht von seiner Lähmung befreit haben – der Ansatz zu dieser Entwicklung ist aber unzweifelhaft angestossen. Die „Fieberwahn“-Szenen von Joan sowie die finalen Szenen mit Adam an Joans Krankenbett waren eindeutig die Highlights dieser Episode.
SPOILER Ende

Ganz klar muss nächstes Jahr ein Emmy an Amber Tamblyn gehen – nicht zuletzt ist es ihr Verdienst, dass der Charakter von Joan Girardi so glaubhaft erscheint. Zudem auch ein dickes Kompliment an Autorin Barbara Hall, der es gelungen ist, einen extrem schmalen Pfad zwischen Seichtigkeit, Klischees und 08/15-Teen-Angst Storylines erfolgreich zu bestreiten. Gleichzeitig schuf sie behutsam von Episode zu Episode zunehmend interessantere Nebencharaktere.

Dennoch hat die Serie nach wie vor ihre Schwachstellen: Der ganze „Daddy ist ein Cop“ Nebenschauplatz hatte zu Beginn der Season große Probleme, in den Rest der Serie zu passen. Auch wenn die entsprechenden Stories gegen Ende der Season besser in die restliche Serie eingebunden wurde, wirken sie dennoch oft wie ein Fremdkörper in dieser Serie, in der eigentlich Joan im Mittelpunkt stehen soll. Die Cop-Stories wirken oftmals zu sehr künstlich aufgesetzt, um die männliche Zielgruppe mit etwas Action zufriedenzustellen.

Airdates von „Joan of Arcadia“: Season 2 ab September auf CBS, Season 1 ab Herbst auf ProSieben.

ABC startet in Grossbritannien

Samstag, 22. Mai, 2004

Via Fiancial Times: Walt Disneys TV Network ABC plant den Start eines eigenen Free-TV Senders in UK. Angeblich soll die digitale Freeview Plattform genutzt werden, das derzeit von etwa 3.4 Millionen Haushalten empfangen werden kann. „ABC 1“ soll demnach ein „allgemeines Entertainment“ Programm zeigen – welche Shows konkret zur Ausstrahlung kommen sollen, ist bisher nicht bekannt, Sitcoms wie „My Wife and Kids“ und „Less Than Perfect“ wurden aber genannt.

Bisher gibt es in Europa bereits „Spin-Offs“ unter anderem von FOX, Disney Channel sowie CNBC.

Monk Season 1 auf DVD

Samstag, 22. Mai, 2004

Nur nebenbei: Season 1 von „Monk“ erscheint am 15. Juni in den USA auf DVD. Amazon.com listet das Set derzeit für $42. Die DVDs enthalten wohl nichts anderes als die 13 Episoden der ersten Staffel.

Quick Review: Freaks and Geeks – The Complete Series DVD Set

Freitag, 21. Mai, 2004

Freaks and Geeks DVD Set - sabweb.net

Hier ein erster kurzer Eindruck vom „Freaks & Geeks“ DVD Set. Das DVD Set entspricht voll meinen Erwartungen – die Fülle an Material erschägt einen geradezu. Jede der 18 Episoden hat einen, viele sogar zwei Kommentar-Tracks. Dazu viele „Behind the Scenes“ Ausschnitte, Bloopers und Promos – alles, was das Fan-Herz begehrt. Dazu ein liebevoll gestaltetes Booklet, das jeder Episode eine ganze Seite widmet – und Infos wie Songlisten und Gaststars auflistet. „Liebevoll“ ist wohl auch der passende Begriff für die Gestaltung des DVD Sets, das hier ist keine schnell und gedankenlos zusammengestückelte Massenware. Die DVD Menus sind nett gestaltet, selbst den Hintergrund-Songs in den DVD-Menus sollte man genauer Beachtung schenken, da verstecken sich einige Goodies.

Ton ist in der originalen Dolby 2.0 Surround Fassung und einem Dolby 5.1 Remix verfügbar. Die Bildqualität zeigt auf dem ersten Blick keine Mängel – nur die Outtakes sind erwartungsgemäß von minderwertiger Qualität.

Dies ist wirklich eines der besten TV-Serien DVD Releases und setzt Maßstäbe für andere Serien, die *nicht* nach einer dreiviertel Season abgesetzt wurden. Hoffentlich nehmen sich andere Produzenten daran ein Beispiel. Und ich hoffe, dass es irgendwann die 8-Disk-Edition (die noch weitaus mehr Material enthält) günstiger bei Ebay gibt. Denn auch wenn das erweiterte Set noch so brilliant ist, 110 Euro sind einfach zuviel. Diese „normale“ 6-Disk Edition gibt’s beispielsweise bei cdwow.net für knapp 40 Euro, bei US-Import sind auch 33 Euro drin (je nach Umrechnungskurs).

Freaks and Geeks DVD bei amazon.com

 

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