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Upfronts 2004: Resumee

Freitag, 21. Mai, 2004

Nun gut, nach all den Bildern, Daten, Listings und Marketing-Meldungen der letzten Tage ist es wohl empfehlenswert, mal einen Gang zurückzuschalten und einen zusammenfassenden Blick auf das Programm der „big six“ für die nächsten 12 Monate zu werfen.

Trends

Die allgemeinen Trends sind unübersehbar – mehr Reality, weniger Comedy, mehr frisches Programm, weniger Wiederholungen, mehr Spin-Offs, weniger Produktionen von „unabhängigen“ Studios. Man kann den Networks also nicht vorwerfen, dass sie nichts Neues austesten – im Gegenteil, die TV-Saison 2004/05 dürfte als eine maßgebliche Neuorientierung in der US TV-Geschichte gelten. Die Networks waren auch zu Änderungen gezwungen – der Werbeetat sinkt kontinuierlich seit Jahren und noch stärker als früher ist man auf den schnellen Erfolg von TV-Produktionen angewiesen um im Kampf der Programmanbieter um die Gunst der Zuschauer nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Full year schedule

FOX startet nicht nur nach eigener Aussage die „TV-Revolution“, indem sie die Abkehr von der traditionellen Herbst-TV Season propagieren. 52 Wochen mit neuem Programm zu füllen, ist keine einfache Aufgabe — nicht viel einfacher dürfte es sein, diese neue Programmstrategie an Zuschauer und Werbekunden zu verkaufen. Dementsprechend wird FOX laut Variety auch in den nächsten Monaten einige Millionen in den Werbeetat umschichten, um in großen Werbekampagnen den „round year schedule“ an den Mann und die Frau zu bringen. Es ist sicherlich ein riskantes Vorhaben – Werbekunden und Zuschauer sind Gewohnheitstiere, die sicherlich nicht von heute auf morgen dieses neue Programmschema mit offenen Armen empfangen werden. Aber wie FOX-Chefin Gail Berman auch gleich betonte, ist man sich bewusst, dass solche Revolutionen Zeit benötigen.

Mit Ausnahme von CBS (die eisern an den traditionellen Schemata festhalten) und UPN (die derzeit noch überlegen, ob sie auch Samstags Programm zeigen wollen) sind auch die anderen Networks mehr oder weniger auf diesen Zug aufgesprungen — allerdings noch nicht in einem solchen Ausmaße wie FOX. Man will wohl auch erst einmal den Erfolg von FOX beobachten. Dementsprechend verwendet man auch weiter vertraute Begriffe wie „Midseason“ für Starts von Serien im Januar 2005. ABC sendet beispielsweise „Alias“ 22 Wochen an einem Stück ohne Wiederholungen ab Januar, NBC hat eine Liste von potentiellen Midseason-Serienstarts. Abseits der Upfronts hat man allerdings schon angedeutet, ab 2005 die Programmpläne ahnlich wie FOX deutlich flexibler und langfristiger anzulegen.

Reality booms

Die wohl zähneknirschendste Kehrtwendung hat dieses Jahr das WB vollzogen. Hatte man noch in den letzten Jahren beharrlich behauptet, „Reality“ sei nur ein kurzes Feuer, das bald verloschen sei, hat man nun selbst zwei Reality-Formate ins Programm aufgenommen. Auch ABC und CBS geben sich mehr oder weniger dem Reality-Boom geschlagen — frei nach: Wenn der Zuschauer es sehen will, dann senden wir es halt. Der geringe Produktionsaufwand für vergleichsweise hohe Quoten macht wohl zumindest teilweise die fehlenden zukünftigen Syndication-Einkünfte solcher Reality-Produktionen wieder wett. Und gewisse Formatkonzepte lassen sich gegen viel Geld ins Ausland verkaufen (siehe „Idols“ -> DSDS, „Survivor“ -> „Robinson“).

Etwas zerknirscht ist man wohl auch noch aus einem anderen Grund beim WB – hier hatte man bereits vor Jahren die Mutter aller Castingshows (okay vielleicht nach CBS‘ „Star Search“) und hat sie fallengelassen: „Popstars“ (bei uns auf RTL2 und Pro7). Kürzlich gab Jordan Levin, CEO vom WB, denn auch zu, dass man auch in der Popstars-Jury bereits das für „Idols“ typische aggressive Jurorenteam hatte, aber aus Sorge um die Quote entsprechende harsche Kommentare aus der Sendefassung herausliess. Wie sich herausstellte, wurde gerade der schonungslose Stil der „Idols“-Juroren zum Markenzeichen und wichtigen Erfolgsbaustein für die Konkurrenzshow (bei uns ja repräsentiert vor allem durch Dieter Dumpfbacke-Bohlen’s Kommentare).

Comedy stagniert, Renaissance des Dramas

Neben dem Trend zu Reality-Formaten ist noch eine weitere Tendenz bei den „Powers That Be“ auffallend: Man geht weg von Sitcoms und anderen half-hour Comedies hin zu Dramen. Variety hat nachgezählt und fand ein Drittel weniger Comedies in den 2004/05 schedules – nur noch 36. Und nur fünf Comedy-Starts der 2003/04 Season haben es geschafft, ihre erste Season erfolgreich zu überstehen.

Gleichzeitig investiert man stärker in Dramen, und hier vor allem in die Ausweitung erfolgreicher Franchises. „CSI“ und „Law and Order“ sind die in den letzten Tagen oft zitierten Beispiele. Auch wenn wie im Falle von „Law & Order“ die Serien eigentlich zunächst gar nicht als Spin-Offs konzipiert waren, hat man beispielsweise „Trial by Jury“ so umgestrickt, dass sie vom „Look & Feel“ dem „Law & Order“ Markenzeichen entspricht (bspw. Einblendung von Ort und Zeit der nächsten Szene, allgemeine Polizeibericht-artige Erzählweise).

UPN mutiert ferner zunehmend zu einer Art US-„TM 3“-Frauensender. Im neuen Line-Up findet sich keine männlich-technisiert orientierte Serie à la „Jake 2.0“. Stattdessen rückt man (Reality-)Formate wie „Top Model“ und „Veronica Mars“ (neu) in den Mittelpunkt des Programms, nachdem man im vergangenen Jahr auf Kosten des WB zahlreiche weibliche Zuschauer hinzugewinnen konnte. Man konnte die männliche Zuschauerschicht noch nie richtig erfolgreich ansprechen und nun hat man sich eine nette Nische geschaffen. In diesem Licht ist auch die Entscheidung zu sehen, „Enterprise“ auf den Freitags-„Death Slot“ zu verschieben. Es war wohl in erster Linie ein Zugeständnis an Paramount, die SF-Serie überhaupt weiter im Programm zu halten – man kann es sich nicht leisten, Paramount zu vergraulen.

Auf diese veränderte Marktlage muss das WB reagieren – die 2003/04 Saison war quotentechnisch desaströs. Und am Horizont tut sich neues Ungemach auf: Oldtimer wie „Charmed“ und „7th Heaven“ werden voraussichtlich 2005/06 nicht mehr zur Verfügung stehen und die Warner Brother Produktionsstudios wollen die Anzahl der produzierten Serien reduzieren.

Man produziert „in-house“

Denn das ist auch der aktuelle Trend, der einem derzeit ins Auge springt: Nachdem Universal und NBC letzte Woche fusionierten, haben die fünf großen Networks alle ein eigenes Produktionsstudio, das die Mehrheit des Programmes für das jeweilige Network stemmt. Immer seltener kommt es somit vor, dass Warner Brothers beispielsweise eine Serie für FOX produziert oder 20th Century für NBC.

Gleichzeitig werden Anstrengungen unternommen, die Produktion zu straffen und effizienter zu gestalten. Warner Brothers ist derzeit beispielsweise der Nummer 1 Produzent in der US-Fernsehwelt, hat aber bereits angedeutet, sein Engagement in den nächsten Jahren zu reduizeren und sich auf wenige, erfolgreiche Produktionen zu konzentrieren. Mit allein 15 Serien, die verlängert wurden plus die neuen Produktionen hat Warner alle Hände voll.

Ebenso 20th Century, die für FOX’s „full year schedule“ Ambitionen das Programmaterial beschaffen dürfen. Wenn FOX mit seinem Konzept scheitert, wird das automatisch auch 20th Century mit in den „Abgrund“ ziehen. Nur FOX hat dieses Jahr neue Serien-Produktionen bei 20th Century in Auftrag gegeben. Um die Kosten zu senken, hat man nun die Billig-Produktionsfirma „Fox 21“ gegründet — ich habe letzte Woche ja darüber berichtet.

Diese Fokussierung auf „in-house“-Produktionen bedeutet aber auch gleichzeitig, dass unabhängige Studios immer mehr ins Schlingern geraten. Carsey-Werner hält sich beispielsweise mühsam an „Grounded for Life“ und „7o’s show“ fest. Alliance Atlantis zählt dank des immensen Erfolgs von „CSI“ noch zu den größeren „Playern“ im Spiel, als kanadische Produktionsgesellschaft hat man zudem einen gewissen Preisvorteil und ferner haben sie auch noch ein umfangreiches kanadisches Broadcast-Network in der Hinterhand.

Update: Via Hollywood Reporter ein paar Zahlen mehr: Warner Brothers hat 10 neue (davon 4 Comedies und 6 Dramen) und 15 verlängerte Serien, 20th Century Fox Television hat 8 neue und 10 verlängerte, Touchstone hat 6 neue und 7 verlängerte, Paramount insgesamt 9 Serien, NBC Universal insgesamt 14 Serien. DreamWorks TV und Imagine haben jeweils zwei neue Serien im Rennen, die junge Produktionsgesellschaft Icon Prods. von Mel Gibson schaffte es sogar gleich im ersten Jahr von Null auf drei Produktionen.

Die Programmtage im Einzelnen

Nun aber zum Eingemachten: Wie sieht denn das Programm nun aus?

Werfen wir mal einen Blick auf den Montag. „Fear Factor“(NBC) dürfte auch weiterhin der Hit um 8 sein – Interessant wird sein, wie sich die Familiendramen „North Shore“ und „Athens“ (FOX) gegen WB’s „7th Heaven“ profilieren können, insbesondere da FOX wohl auf Wiederholungen verzichten kann. Um 10 dann das Flughafen-Krimi-Drama „LAX“ (NBC) gegen „CSI:Miami“ (CBS) – ebenfalls ein nettes Duell, in dem LAX aber aller Voraussicht nach unterliegen wird.

Dienstag.
Um 8 könnte schwere Konkurrenz für „Gilmore Girls“ (WB) aufziehen, wenn sie gegen UPN’s „All Of Us“ und „Eve“ ankämpfen müssen – die ebenfalls hauptsächlich die weibliche junge Zielgruppe in den Fokus nehmen. Alles neu dann um 9: „One Tree Hill“ (WB) und „Father of the Pride (FOX) für die Jungen – „Clubhouse“ (CBS) und später „The Jury“ (FOX) für die Älteren gegen „Accoding to Jim“ (ABC). Die animierte Show „Father of the Pride“ (NBC) wird die ersten Wochen kaum überleben – auch wenn sie sündhaft teuer ist.

Am Mittwoch dürfte der 8 Uhr Slot locker an das ABC Drama um Überlebende eines Flugzeugabsturzes „Lost“ gehen, CBS‘ Krimiposse „Hawaii“ gebe ich nur geringe Chancen. Die Jungen schauen WB (Smallville) oder FOX (That 70’s show). Der 9 Uhr Slot dürfte an NBC gehen, dank „West Wing“ und dem neuen Bill Pullman-geführten „Revelations“, mit Störfeuer von FOX’s „Still Life“. WB dürfte mit seinen seltsamen Sketch-Shows baden gehen. Die Combo „King of Queens“ und John Goodman’s „Center of the Universe“ (CBS) dürfte ideal für die Freunde der Sitcom sein. Um 10 dann der Hit der Saison: Der Neue im Viertel (CSI:NY) gegen den Platzhirschen (Law & Order). Keine Vorhersage möglich…

Das WB hat schon angedeutet, dass sie „The Mountain“ am Donnerstag nicht lange platzieren werden, falls „The O.C.“ (FOX) auf seinem neuen Sendeplatz zu erfolgreich wird („The O.C.“ und „The Mountain“ stammen aus der Hand des gleichen Produzenten) . Und ich sage euch, das wird auch so kommen. „The O.C.“ wird auch donnerstags gegen WB gewinnen — nur die heftige Konkurrenz durch „Survivor“ und „Joey“ macht die Sache nochmal richtig spannend. Wenn sich „Joey“ durch schechte Scripts nicht selbst ein Bein stellt, kann nur „The O.C.“ die Sache madig machen. Die Frage ist: Wer kommt besser aus den Startlöchern?
21 Uhr: Nummer 1 klar CBS:CSI, dann the „The Apprentice 2“ (NBC). Schade für das Teenage-Angst Drama „It’s Life as We Know It“(ABC), aber hey, ABC wird die Show so oder so absetzten — it’s ABC after all. Auch wenn „Tru Calling“ nicht der kreative Hit ist, wird die Show wohl auf dem Sendeplatz einigermassen überleben können.

Freitag: „8 Simple Rules“ (ABC) gegen „What I Like About You“ (WB) — goodbye, WB. CBS‘ „Joan of Arcadia“ dürfte auch locker gegen das neue FBI/Krimi/Teenage-Drama „The Insider“ (FOX) bestehen können. Um 9 dann das Drama Duell „The Jury“ (FOX) gegen „Third Watch“ (NBC) und „JAG“ (CBS). Das wird Tote geben (pun intended). Sterben wird auch „Enterprise“, es sei denn Nielsen ermittelt zukünftig die TV-Quoten auch über die Downloads bei Kazaa und Bittorrent.
Um 10 dann „Medical Investigation“ (ich denke, hier ist noch eine Titeländerung anzuraten, NBC) versus „Dr. Vegas“. Ich setzte mein Geld auf Mr. vegas, dank Rob Lowe.

Samstag: Na, das überspringen wir mal. Da ist traditionell nix Serien-Relevantes im TV.

Sonntag: Und hier tritt FOX’s Chaos-Plan dann voll in Kraft. Die Sitcoms werden den ganzen Abend in den nächsten 52 Wochen so durcheinandergeschüttelt, dass einem schwindlig wird. Nur die „Simpsons“ sind da wohl ein Hit-Garant. „Charmed“ dagegen zu setzen ist vielleicht nicht die beste Idee des WB. Man sucht wohl langsam auch nach einem Grund für die Absetzung nächstes Jahr… Daumen drücke ich auch „Arrested Development“ (FOX). Um 9 wirds dann erst richtig spannend: Wird Alias von der kontinuierlichen Ausstrahlung profitieren? Wie wird sich „Desperate Houswives“ halten? „Jack & Bobby“ (WB) gebe ich ehrlich gesagt auf diesem Sendeplatz keine großen Überlebenschance. Da passt das Lead-In („Charmed“) gar nicht. Aber wenn „The Mountain“ und „Jack & Bobby“ dieses Jahr beim WB scheitern, ist dort wirklich Panik angesagt. Aber man hat ja noch ein paar Mideason-Pilots in der Jackentasche. Um 10 Uhr darf man dann abwarten, wie sich „The Practice: Fleet Street“ schlägt. Ich würde fast mal darauf tippen, dass es die Show schafft.

Zusammenfassend:

ABC hat Potential, wird dieses Jahr aber seine Lage nicht sonderlich verbessern können. CBS wird das Jahr dominieren, dicht gefolgt von NBC, das den Verzicht auf Comedy früher oder später noch bereuen wird. FOX könnte der Gewinner des Jahres werden, wenn die Zuschauer das komplizierte Programmschema akzeptieren. WB steht auf sehr wackeligen Beinen. UPN hat seine Nische gefunden.

Konsequenzen für deutsches Programm

Traditionellerweise werden immer in der Woche nach den Upfronts in Los Angeles die L.A. TV Screenings abgehalten. Dabei handelt es sich um eine Art „Telemesse“, bei der US Produktionsstudios und Networks ihre neuen Shows an ausländische TV Stationen verkaufen. Dazu zählen insbesondere die an den Upfronts vorgestellten Produktionen, auch wenn sie noch nicht mal eine Pilot-Episode oder gar einen geplanten US-Ausstrahlungstermin vorweisen können. Größtenteils sind europäische Stationen an größere, langfristige Verträge mit US-Produktionsstudios gebunden, dennoch ergibt sich bei dieser Verkaufsmesse immer wieder die Gelegenheit, zusätzliches Programmaterial zu sichten und einzukaufen. Deutsche TV-Stationen haben laut Variety im vergangenen Jahr Ausstrahlungsrechte an US-Serien im Umfang von 560 Millionen US-Dollar eingekauft. Dies ist in gewisser Hinsicht ein Aufwärtstrend — durch die Krise am deutschen Werbemarkt lagen die Ausgaben im Jahr davor deutlich darunter, während Deutschland früher sogar der internationale Nummer 1 Abnehmer für US Material war.

In Deutschland starteten Serien ja schon immer bunt über das Jahr verteilt – einen geballten Start im Herbst kennt man hier eigentlich kaum – und wenn dann nur für Eigenproduktionen. Abgesehen von dem so genannten „Sommerloch“ (das aber auch zunehmend für den Start neuer Produktionen genutzt wird – siehe die US-Serienstarts auf den Sendern der Pro7Sat1 Mediengruppe in den nächsten Wochen) gibt es in Deutschland schon lange einen „full year schedule“. Dies ist auch bedingt durch den Zeitaufwand bei der Synchronisation – eine Episode eines full hour Dramas benötigt mindestens ein bis zwei Wochen Bearbeitung in einem Synchronstudio, bevor sie zur Ausstrahlung zur Verfügung steht. Da man bei uns auch nicht mehrwöchige Pausen zwischen einzelnen Episoden gegenüber den Zuschauern vermitteln kann, werden in der Regel alle Episoden einer Saison am Stück ausgestrahlt. Somit werden die Einkaufsentscheidungen der deutschen Sender durch den Trend bei US Networks zu „full year“ schedules nur geringügig beeinflusst. Eine Serie startet im Allgemeinen etwa 10-12 Monate nach dem Start in den USA auch bei uns. Allerdings stehen die Serien-Einkäufer und -Verkäufer in den USA nun zunehmend vor einem Problem, da sie jetzt Serien einkaufen müssen, die erst in vielen Monaten in den USA starten und für die oftmals noch nicht mal die Darstellerliste feststeht. In Konsequenz dürften solche Messen wie die „L.A. Screenings“ in Zukunft an Bedeutung verlieren.

Grossbritannien und die Niederlande

Anders sieht es hingegen in den europäischen Ländern aus, die auf eine Synchronisation verzichten oder sich auf Untertitelung beschränken (beispielsweise Niederlande und Grossbritannien). British Sky Broadcasting (BSkyB, die in in Grossbritannien das größte Pay-TV Network Europas unterhalten) strahlen beispielsweise zahlreiche US Serien bereits wenige Wochen nach dem US-Start aus – und dieser mehrwöchige Abstand erklärt sich auch nur daraus, dass man ähnlich wie in Deutschland Serien ohne „Pause“ ausstrahlt. Nur durch diese Verzögerung zum US-Start kann man aber sicherstellen, dass neues Programmaterial aus den USA rechtzeitig und kontinuierlich „nachgeliefert“ werden kann. Die Season-Finales werden oft in Großbritannien (und auch mitunter in den Niederlanden und Frankreich) bereits eine Woche nach dem US-Airdate ausgestrahlt – es soll sogar schon vorgekommen sein, dass Finale in UK einen Tag vor der US-Ausstrahlung über den Äther gingen. Wie Networks wie BSkyB nun also auf diese Änderung reagieren, bleibt abzuwarten.

RTL: "Monk" und "Firefly" kommen!

Donnerstag, 20. Mai, 2004

Ich hatte es ja schon mal vor längerer Zeit für Mai angekündigt, aber dann kam eine dämliche Action-Quiz-Show dazwischen. Nun ist es endlich offiziell: „Monk“ startet am 29. Juni um 22:15 Uhr auf RTL.

Und auch „Firefly“ ist wieder im Spiel: Voraussichtlich ab Mitte August strahlt RTL die Science-Fiction Serie von Joss Whedon donnerstags um 23:15 aus, aber solch eine Vor-Ankündigung hatten wir auch schon mal…

Upfronts 2004: UPN

Donnerstag, 20. Mai, 2004

Und endlich sind wir durch: Auch das kleinste der sechs Networks hat sein Line-Up für den Herbst bekanntgegeben. Dass „Enterprise“ zurückkommt, hatte sich ja in den letzten Wochen bereits abgezeichnet — UPN kann sich den Verlust des Star Trek Franchises derzeit einfach nicht leisten. Dennoch muss Enterprise nun den schwierigen Gang in den „Friday Night Death Slot“ antreten – wie der Futoncritic bereits vor einigen Wochen voraussagte. Entweder gibt es in diesem Slot nun eine ganz große Quoten-Überraschung oder Enterprise ist nächstes Jahr weg vom Bildschirm — vielleicht auch schon vor den üblichen 22 Episoden.

Monday
8.00 pm: One on One
8.30 pm: Half & Half
9.00 pm: Girlfriends
9.30 pm: Second Time Around

Tuesday
8.00 pm: All of Us
8.30 pm: Eve
9.oo pm: Veronica Mars

Wednesday
8.00 pm: America’s Next Top Model
9.00 pm: Kevin Hill

Thursday
8.00 pm: WWE Smackdown!

Friday
8.00 pm: Top Model (Wdh.)
9.00 pm: Star Trek: Enterprise

Upfronts 2004: FOX

Donnerstag, 20. Mai, 2004

Dank FOX wird die Programmplan-Übersicht langsam wirklich zu einem Alptraum. Es gibt nicht nur einen, nein gleich drei unterschiedliche Line-Ups für die nächsten 52 Wochen, die auch durchgehend mit neuem Material gefüllt werden. Fast jeden Monat will FOX neue Serien starten – ironischerweise aber nicht im September, dem Monat, in dem alle anderen Networks ihre Shows starten. Begriffe wie „Midseason“ passen da nicht mehr. Insbesondere der Sonntag-Abend wird in den nächsten 12 Monaten kräftig durchgeschüttelt – „Malcom in the Middle“ wechselt alle drei Monate den Sendeplatz. Dementsprechend muss man dann auch einiges an neuen Serien vorbereiten – die Flut an neuen Shows ist beeindruckend.

Highlights: „Arrested Development“ kommt zurück, trotz schwacher Quoten. „Family Guy“ kommt auch nach mehrjähriger Abstinenz zurück auf den Schirm, dank den sehr guten DVD-Verkaufszahlen. Interessant auch, dass „Tru Calling“ ab Juni die ganzen 12 Monate auf dem neuen Sendeplatz am Donnerstag Abend vorgesehen ist, nur die Simpsons und die „70’s show“ haben auch noch den Vorteil eines so „stabilen“ Slots.

Ich versuche mal alles irgendwie zusammenzufassen:

Monday
8.00 pm: North Shore — ab Januar: Athens
9.00 pm: The Casino — ab November: The Swan — ab Januar: 24

Tuesday
8.00 pm: The Bernie Mac Show — ab November: The Billionaire — ab Januar: American Idol
8.30 pm: Method & Red (Wdh.) — ab November: The Billionaire — ab Januar: American Idol
9.00 pm: The Jury — ab November: The House

Wednesday
8.00 pm: That ’70s Show
8.30 pm: Quintuplets — ab Januar: Related by Family
9.00 pm: The Simple Life 2: Road Trip — ab November: The Bernie Mac Show — ab Januar: American Idol
9.30 pm: Method & Red — ab Januar: The Bernie Mac Show

Thursday
8.00 pm: North Shore (Wdh.) — ab November: The O.C.
9.00 pm: Tru Calling

Friday
8.00 pm: Totally Outrageous Behavior — ab November: The Next Great Champ — ab Januar: The Inside
8.30 pm: World’s Craziest Videos — ab November: The Next Great Champ — ab Januar: The Inside
9.00 pm:The Jury (Wdh.) — ab November: neue Folgen — ab Januar: Johnny Zero

Saturday
8.00 pm: Cops
8.30 pm: Cops
9.00 pm: America’s Most Wanted
11.00 pm: MAD TV

Sunday
7.00 pm: Oliver Beene — ab November: King of the Hill — ab Januar: The Sketch Show
7.30 pm: King of the Hill — ab November: Malcolm in the Middle — ab Januar: King of the Hill
8.00 pm: The Simpsons
8.30 pm: Arrested Development — ab Januar: Malcolm in the Middle
9 pm: Malcolm in the Middle — ab November: The Partner — ab Januar: Arrested Development
10pm: Quintuplets (Wdh.) — ab November: The Partner — ab Januar: American Dad — ab Juni 2005: Family Guy

Eine Auswahl der neuen Serien im erweiterten Eintrag:

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Upfronts 2004: CBS

Mittwoch, 19. Mai, 2004

Der CBS-Plan bringt im Grunde nur eine handfeste Überraschung: CSI: NY wird gegen NBC’s Urgestein „Law & Order“ gesetzt. Ansonsten scheint mir der CBS-Plan soweit recht solide zu sein, auch wenn man in Sachen Midseason etwas „unterentwickelt“ scheint. Aber vielleicht sind da auch noch nicht alle Pläne bekannt.

Monday
8 p.m. — „Still Standing“
8:30 p.m. — „Listen Up“ (neu, Comedy mit „Seinfeld“-Star Jason Alexander)
9 p.m. — „Everybody Loves Raymond“
9:30 p.m. — „Two and a Half Men“
10 p.m. — „CSI: Miami“

Tuesday
8 p.m. — „Navy CIS“
9 p.m. — „Clubhouse“ (neu, Drama mit Christopher Lloyd („Back to the Future“))
10 p.m. — „Judging Amy“

Wednesday
8 p.m. — „60 Minutes“
9 p.m. — „The King of Queens“
9:30 p.m. — „Center of the Universe“ (neu, Comedy mit John Goodman („Roseanne“))
10 p.m. — „CSI: NY“ (neue CSI Spin-Off)

Thursday
8 p.m. — „Survivor“
9 p.m. — „CSI: Crime Scene Investigation“
10 p.m. — „Without a Trace“

Friday
8 p.m. — „Joan of Arcadia“
9 p.m. — „JAG“
10 p.m. — „Dr. Vegas“ (neu, Drama mit Rob Lowe („West Wing“, „Lyon’s Den“) und Joe Pantoliano („The Sopranos“))

Saturday
8 p.m. — „48 Hours Mysteries“
9 p.m. — „The Amazing Race“
10 p.m. — „Crime Time Saturday“ (CSI reruns)

Sunday
7 p.m. — „60 Minutes“
8 p.m. — „Cold Case“
9 p.m. — „CBS Sunday Movie“

Midseason
Bisher unbenannte Comedy mit Jenna Elfman („Dharma & Greg“).

Zu den Serien im Einzelnen (wie immer ohne den ganzen Reality-Müll):

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Upfronts 2004: WB

Dienstag, 18. Mai, 2004

Nicht viel tut sich beim WB. Montag und Dienstag bleiben sogar komplett unverändert bestehen, „Jack & Bobby“ sichert sich den Sonntag-Sendeplatz nach „Charmed“. Die Sitcoms am Mittwoch verschwinden doch nicht ganz, Drew Carey bekommt noch mal eine neue Comedy-Show – bei der es sich aber nicht um eine scripted show handelt. „The Mountain“ started am Donnerstag gemeinsam mit „Studio 7“, einer Art Mischung zwischen Quizshow und Big Brother. Für Midseason sind erstmal nur drei Serien angekündigt, „Dark Shadows“ ist nicht dabei. Insgesamt sind wieder drei Reality Serien im Programm (davon zwei neu) – die lasse ich hier wie üblich weitesgehend unter den Tisch fallen. „Jack & Bobby“ sowie „The Mountain“ hatte ich hier im Blog ja schon ausführlicher Beachtung geschenkt — ansonsten findet sich da wirklich nix, was einen vom Hocker reissen könnte. Vielleicht „Rocky Point“ oder „Global Frequency“ in der Midseason. Aber letzteres erinnert mich an „Threat Matrix“…

Gut, dass man Montag und Dienstag unverändert lässt. Kontinuität kann nur gut für die Quoten sein.

Monday
8:00-9:00 p.m. „7th Heaven“
9:00-10:00 p.m. „Everwood“

Tuesday

8:00-9:00 p.m. „Gilmore Girls“
9:00-10:00 p.m. „One Tree Hill“

Wednesday
8:00-9:00 p.m. „Smallville“
9:00-9:30 p.m. „BLUE COLLAR TV“ (episodische Comedy-Show mit Sketchen)
9:30-10:00 p.m. „DREW CAREY’S GREEN SCREEN SHOW“ (Mischung aus Improvisation und Sitcom)

Thursday
8:00-9:00 p.m. „THE MOUNTAIN“ (Drama)
9:00-10:00 p.m. „STUDIO 7“ (Reality)

Friday
8:00-8:30 p.m. „What I Like About You“
8:30-9:00 p.m. „COMMANDO NANNY“ (Sitcom um einen Ex-Militär, der sich nun als Babysitter von reichen Kids in Beverly Hills verdingt)
9:00-9:30 p.m. „Reba“
9:30-10:00 p.m. „Grounded For Life“

Sunday
5:00-6:00 p.m. Easy View presentation of „One Tree Hill“ (nur ein anderes Wort für Wiederholungen)
6:00-7:00 p.m. Easy View presentation of „THE MOUNTAIN“
7:00-8:00 p.m. „Steve Harvey’s Big Time“
8:00-9:00 p.m. „Charmed“
9:00-10:00 p.m. „JACK & BOBBY“ (Drama um zwei Jungen, die später mal bedeutende Männer ihrer Zeit werden)

Midseason:
„Shaking Up“ (Sitcom um eine verrückte Familie mit Fran Drescher („The Nanny“))
„Rocky Point“ (Drama um eine junge Frau, die statt zur Uni lieber in ihr Heimatdorf zurückkehrt (u.a. mit Billy Campbell, „Once and Again“))
„Global Frequency“ (Drama um eine hochtechnisierte Lauschtruppe, die wirklich jede Datenübertragung anzapfen kann — produziert von Mark Burnett, der nunmehr für vier große Networks (vor allem Reality-) Serien produziert hat und mittlerweile als „Mega-Producer“ vom WB tituliert wird. „Commando Nanny“ ist auch von ihm und basiert sogar auf seiner Lebensgeschichte).

http://www.thewb.com/Shows/Special/0,11116,171792,00.html

Upfronts 2004: ABC

Dienstag, 18. Mai, 2004

ABC startet zwei neue Comedies, sieben(!) neue Dramen sowie zwei Reality-Shows (ABC nennt sie „Alternative Series“ ;-)).
Am Interessantesten: „ALIAS“ startet nicht im Herbst. Erst zur Midseason wird die Show auf dem Platz von „Desperate Houswives“ am Sonntag abend in die vierte Staffel starten. Das bedeutet wohl im Umkehrschluss dass diese Season von Alias weniger Episoden als normale Staffeln haben wird oder dass ABC keine Wiederholungen in diesem Slot zeigen will. Ferner: Die Practice-Spin Off wird den „guten Namen“ ihrer Mutterserie beibehalten und heisst nun „The Practice: Fleet Street“ — und Captain Kir—err, William Shatner wird als „recurring star“ gelistet.
Etwas überraschend kommt auch die Absetzung von „I’m with her“. Die Sitcom hatte zwar nur recht durchwachsene Stories, aber die Quoten schienen noch im Rahmen zu sein.

Update: www.zap2it.com berichtet, dass von Alias eine volle Season ausgestrahlt wird – ohne nervende Wiederholungen. Grund für den verspäteten Start im Januar seien produktionstechnische Gründe, die es bisher immer recht schwierig gemacht hätten, mehrere Folgen an einem Stück bereitzustellen. So kann man nun im Sommer mit der Produktion beginnen und kann dann ab Januar 22 Wochen lang jede Woche eine neue Episode senden.

MONDAY:
8:00 p.m. “The Benefactor” (Reality)
9:00 p.m. “Monday Night Football” (through January)
(Following the culmination of Monday Night Football in January)
8:00 p.m. ABC Monday Night Movie (in January after football)
10:00 p.m. “Grey’s Anatomy” (neu, Drama, in January after football)

TUESDAY:
8:00 p.m. “My Wife and Kids” (new night)
8:30 p.m. “George Lopez” (new night and time)
9:00 p.m. “According to Jim”
9:30 p.m. “Rodney” (neu, Sitcom)
10:00 p.m. “NYPD Blue” / “Blind Justice” (midseason)

WEDNESDAY:
8:00 p.m. “Lost” (neu, Drama)
9:00 p.m. “The Bachelor” (Reality)
10:00 p.m. “Wife Swap” (Reality)

THURSDAY:
8:00 p.m. “Extreme Makeover” (new time period)
9:00 p.m. “Life As We Know It” (neu)
10:00 p.m. “Primetime Live” (new title)

FRIDAY:
8:00 p.m. “8 Simple Rules” (new night)
8:30 p.m. “Savages” (neu, Sitcom)
9:00 p.m. “Hope & Faith”
9:30 p.m. “Less Than Perfect” (new night)
10:00 p.m. “20/20”

SATURDAY:
8:00 p.m. “Wonderful World of Disney”

SUNDAY:
7:00 p.m. “America’s Funniest Home Videos”
8:00 p.m. “Extreme Makeover: Home Edition”
9:00 p.m. “Desperate Housewives” / “Alias” (midseason)
10:00 p.m. “The Practice: Fleet Street” (neu)

mehr Infos zu den einzelnen Serien:

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Upfronts 2004: NBC

Montag, 17. Mai, 2004

Nun denn, hinein ins Vergnügen :). Die Upfronts-Woche beginnt mit NBC.

NBC Universal Upfronts 2004

NBC Universal

Nach dem Exitus von „Friends“ und „Frasier“ braucht das Network mit dem Pfau eigentlich neues Comedy-Blut. Aus den erhofften Sitcom-Blockbustern ist nichts geworden. Interessanterweise nutzt man das Ende der Top-Sitcoms nicht für eine breite neue Sitcom-Offensive sondern startet mit so wenigen Half-Hour Comedies wie schon seit Jahren nicht mehr. Nur zwei neue Sitcoms starten im Herbst so dass im Lineup erstmal nur vier Sitcoms enthalten sind. Ähnliches gilt auch für die „Hour“-Dramen. Nur drei neue Dramen bedeuten dass NBC mit gerade mal fünf neuen Serien insgesamt in den Herbst starten wird. Das ist aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange in Sachen Serien. Für die Midseason und das restliche Jahr bereitet man sieben neue Serien vor, wie NBC (Universal)-Chef Jeff Zucker dann auch deutlich unterstreicht: „Es geht nicht mehr nur um den Herbst“. Man bereitet den Wechsel auf eine „full year“ Programmplanung vor – mit weniger Wiederholungen und mehr neuem Material im ganzen Jahr – ein Trend, den wir dieses Jahr bei allen großen Networks sehen werden. Gleichzeitig sichert man sich langfristig das Bewährte und Erfolgreiche im Programm – wie bereits gemeldet wurden die Woche ja schon die gesamte „Law & Order“ Palette um zwei Jahre verlängert – heute kam nun noch „Scrubs“ dazu. Und mit „Joey“ auf dem ehemaligen „Friends“-Sendeplatz scheint man auch ein Highlight mit Hit-Garantie parat zu haben. Erste Screenings des „Joey“-Piloten kamen bei Presse und Werbeindustrie hervorragend an – man spricht gemeinhin sogar davon, dass diese Sitcom ihren Ursprung „Friends“ um Längen übetrifft. Warten wir’s ab…

Direkt aus der Pressemitteilung der neue Sendeplan ab Herbst 2004 – neue Serien sind in Großbuchstaben:

MONDAY
8-9 p.m. „Fear Factor“
9-10 p.m. „Las Vegas“
10-11 p.m. „LAX“ (neues Flughafen-Drama mit Heather Locklear)

TUESDAY
8-9:00 p.m. „Average Joe“/“THE CONTENDER“ (Reality-Boxen-Casting-Show)
9:00-9:30 p.m. „FATHER OF THE PRIDE“ (CGI/Animation/Special-Effects Show um Löwen in einem Zirkus, mit John Goodman)
9:30-10 p.m. „Scrubs“ (verlängert bis 2006!)
10-11 p.m. „Law & Order: Special Victims Unit“

WEDNESDAY
8-9 p.m. „HAWAII“ (Krimi-Serie — angeblich was anderes, weils in Hawaii spielt)
9-10 p.m. „The West Wing“/„REVELATIONS“ (Bill Pullman als Wissenschaftler, der Beweise für den nahenden Weltuntergang findet)
10-11 p.m. „Law & Order“

THURSDAY
8-8:30 p.m. „JOEY“ (Friends Spin Off)
8:30-9 p.m. „Will & Grace“
9-10 p.m. „The Apprentice 2“
10-11 p.m. „er“

FRIDAY
8-9 p.m. „Dateline NBC“
9-10 p.m. „Third Watch“ – new time
10-11 p.m. „MEDICAL INVESTIGATION“ (u.a. Kelli Williams in einem Drama rund um ein Team hochprofessioneller Ärzte)

SATURDAY
8-11 p.m. „NBC Saturday Night Movie“

SUNDAY
7-8 p.m. „Dateline NBC“
8-9 p.m. „American Dreams“
9-10 p.m. „Law & Order: Criminal Intent“
10-11 p.m. „Crossing Jordan“

Außerdem in der Midseason bzw. im restlichen Jahr:
LAW & ORDER: TRIAL BY JURY
CRAZY FOR YOU (Comedy um zwei vollkommen gegensätzliche Charaktere à la Dharma & Greg)
THE MEN’S ROOM (noch ’ne Comedy um ein paar „Buddy“-Freunde)
MEDIUM (Dramedy um eine Frau, die Tote sieht und hört (hm, „Haunted“, anyone?), produziert von Kelsey Grammer)
THE OFFICE (jüngster Versuch von NBC, eine erfolgreiche BBC-Comedy zu kopieren – angeblich hier mit dem Untertitel „An American Workplace“)

Nicht mehr auf den Schirm zurückkommen werden:
„Boomtown“, „Coupling“, „Ed“, „Frasier“, „Friends“, „Good Morning Miami“, „Happy Family“, „The Lyon’s Den“, „Miss Match“, „The Tracy Morgan Show“ und überraschenderweise auch „Whoopi“. Damit sind die beiden Comedies mit den vermeintlich großen Zugpferden Whoopi Goldberg und Alica Silverstone alles andere als die letztes Jahr erwarteten Hits geworden.

Mehr zum Inhalt der Serien:

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FOX: Tru Calling und Arrested Development renewed?

Montag, 17. Mai, 2004

Nur noch wenige Tage bzw. Stunden bis zu den ersten Upfronts und schon haben Kartenleger und Weissager Hochkonjunktur :-). Der (unter heavy traffic leidende) futoncritic aktualisiert seine auf „Industry-Insider“-Quellen basierenden Spekulationen nun mehrmals am Tag, ein Blick lohnt sich also: http://66.51.173.18/cgi/gofuton.cgi?action=newswire&id=6582

Interessanteste Highlights bisher: Tru Calling und Arrested Development bekommen wohl eine zweite Staffel, WB lässt die Montag und Dienstag Lineup unverändert (erstmal auch kein „Dark Shadows“) und das NBC Lineup wird in großen Teilen umgestellt.

Mehr Details (und offizielle News) im Laufe der Woche.

Xena Warrior Princess wins European Song Contest

Sonntag, 16. Mai, 2004

Tja, da stand den restlichen Europäern wohl nicht der Sinn nach einer ruhigen Ballade à la Max. War wohl auch abzusehen – der überwiegende Teil der Leute, die heutzutage Telefongebühren für das Voting ausgeben, sind junge Leute — und großteils eben während den samstäglichen Partys. Da achtet keine geschulte Jury mehr auf großen Stimmumfang oder ausgefeilte Texte. Die Generation jenseits der 50 schaltet bei der Popmusik eh nicht mehr ein. Dazu das „Blockvoting“ der jeweiligen Nachbarstaaten, die das Eurovision Voting mittlerweile ad Absurdum führen — aber darum geht es ja auch gar nicht und es interessiert auch niemanden. Der Song Contest ist ein sinnfreies und hochamüsantes Kultereignis. Und nicht mehr der Schlager dominiert, sondern junger, frischer Sound mit Drumcomputer und peppiger Tanzperformance.

Und der ukrainische Beitrag traf da wohl ins Schwarze. Immerhin kein so kurioser Background-Chor wie der russische Farbmalkasten.

Wem übrigens der deutsche Kommentar zu steif ist (nichts gegen Peter Urban – er macht das vergleichsweise locker – aber dann doch zu „öffentlich-rechtlich“), dem sei empfohlen, irgendwie den Ton der BBC-Übertragung mit dem Kommentar von Terry Wogan zu nutzen. Er kommentiert die Show nun schon seit mehreren Jahrzehnten und nimmt sie so ernst wie man sie nehmen sollte: Nämlich gar nicht :). Süffisante Kommentare aus dem Off beispielsweise zum diesjährigen Beitrag aus Mazedonien à la „Life? Not as we know it, Jim“ und ein sorgenvolles „I think I’m getting one of my headaches“ wenn der schrottige Beitrag aus Griechenland gerade mal wieder 12 points von Zypern erhalten hat, machen die Show erst wirklich sehenswert.

 

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