Archiv vom Mai 2004


UPNs "Kevin Hill" beliebt bei Werbekunden

Montag, 31. Mai, 2004

Variety hat sich bei den Werbekunden der Networks umgehört und eine Liste der beliebtesten neuen Serien der kommenden Season aufgestellt. Überraschenderweise findet sich neben „CSI:NY“ und „L&O:Trial by Jury“ auch UPNs neues Drama „Kevin Hill“ ganz oben auf der Einkaufsliste. In „Kevin Hill“ geht es um einen Lebemann, der sich plötzlich um seine junge Nichte kümmern muss. Ebenso begehrt: CBS‘ „Clubhouse“, WBs „Jack and Bobby“ und die NBC Sitcom „Joey“. Etwas weniger Interesse findet ABCs „Desperate Housewives“. In die Kategorie „Kompletter Flop“ fallen vor allem die NBC CGI-Serie „Father of the Pride“ und ferner CBS‘ „Dr.Vegas“ sowie „Listen Up“.

WB will weniger Wiederholungen zeigen

Montag, 31. Mai, 2004

Wenige Tage nachdem FOX mit seinem 52-weeks-schedule auch gleichzeitig ankündigte, die Anzahl von Wiederholungen im Programm drastisch zu reduzieren, ist nun auch WB auf diesen Zug aufgesprungen.

Wie Zap2It berichtet, will das WB in der kommenden Season vor allem bei den Dramen „Everwood“ und „One Tree Hill“ nach Möglichkeit ganz auf Wiederholungen verzichten, auch mit den neuen Serien „Jack & Bobby“ und „The Mountain“ soll derart verfahren werden. Wie das allerdings konkret im Sendeschema umgesetzt werden soll, ist noch nicht klar. Eventuell werden die Midseason-Serien genutzt, um einen Sendeplatz effizienter zu nutzen.

Das WB war bisher bekannt dafür, neue Episoden seiner Top-Serien fast ausschliesslich zu „Sweeps“-Zeiten auszustrahlen. Serien wie „Gilmore Girls“ und „Angel“ machten auch mal bis zu 3 Monaten Pause über die Wintermonate und zeigten in dieser Zeit nur Wiederholungen. Allerdings erprobte das WB vor wenigen Jahren bereits erfolgreich das Prinzip des „Slot-Sharing“: Damals teilten sich „Felicity“ sowie „Jack & Jill“ den gleichen Sendeplatz und wechselten sich in 3-monatigen Blöcken mit den Ausstrahlungen ab. So wurden von beiden Serien keine Wiederholungen gezeigt.

Auch ABC will weniger Wiederholungen ausstrahlen, aus diesem Grund startet „ALIAS“ auch erst im Januar 2005.

On a related note: Die jüngste Variety-Review zu WBs „Summerland“ ist so richtig nach meinem Geschmack. Ein einziger Verriss – und meine Pi-Mal-Daumen Diagnose: „Viele schöne Menschen in soapigen Drehbüchern“ scheint gar nicht so weit danebengelegen zu haben 🙂

Ein Blogger in Hollywood

Montag, 31. Mai, 2004

Das Nummer Eins Gesprächsthema auf „In-Parties“ in Los Angeles ist derzeit wohl die geheimnisvolle Identität des vermeintlichen Hollywood-Stars, der in einem anonymen Blog einen Blick hinter die Fassaden der Schicki-Micki-Hollywood Gesellschaft wirft. Bisher ist es ihm (oder ihr) gelungen, die eigene Identität zu verschleiern, er gibt aber an, eine bekannte Persönlichkeit zu sein, die hin und wieder auf den Titelseiten diverser Illustrierten zu finden sei. Oder ist vielleicht auch alles nur ein Fake? So oder so, Grund genug für REUTERS, um dem unbekannten Blogger, der sich selbst nur „Rance“ nennt, mal einen Artikel zu widmen.

Lesenswert ist der Blog durchaus — auch wenn es eventuell ein Fake ist — die schonungslosen Beschreibungen des Lebens von Berühmtheiten in Hollywood sind teilweise sehr amüsant.

Update: Alex Boese von museumofhoaxes.com hat eine sehr plausible Theorie über die Identität des geheimen Bloggers.

UK: Preissturz bei "Buffy" DVDs

Sonntag, 30. Mai, 2004

Interessante Preiskonfusion derzeit auf der Insel: Ursprünglich war wohl geplant gewesen, ab ersten Juni ein billigeres Amaray-case Re-Release der Buffy-Seasonsets in England herauszubringen. Diese Pläne wurden kurzfristig storniert, stattdessen dürfen die Retailer nun die regulären „Book“-Cases mit erstaunlichen Preisabschlägen verkaufen. Amazon.co.uk hat den Preis der Region 2 Boxen um 62% auf 29,97 Pfund (etwa 44 Euro) gesenkt – auch viele andere UK-Händler sind mittlerweile nachgezogen. Leider kommen da noch Porto- und Zollgebühren hinzu. Aber auch cd-wow.net hat zumindest Season 7 für 44,99 Euro im Angebot – die versenden auch porto- und zollfrei nach Deutschland. Vielleicht zieht auch amazon.de nach und reduziert den Preis der Import-Boxen (derzeit 119 Euro).

Die britische R2-Version ist somit mittlerweile billiger als ein Set der deutschen Version (30-54 Euro) – und die enthalten ja jeweils sogar nur die halbe Staffel. Wer also als Buffy-Fan auf den deutschen Ton verzichten kann, sollte definitiv zur britischen Version greifen – es sei denn man bevorzugt die 4:3-Fassung. Dann sind die etwa preisgleichen US-Region Code 1 Releases empfehlenswert.

Im Juni/Juli sollen angeblich auch die Angel / X-Files Boxen derart kräftig im Preis reduziert werden. Ob diese Preissenkungen dauerhaft bestehen bleiben, ist unklar.

Update: Laut slayerverse wird Staffel 4.1 von „Angel“ bereits Anfang August in Deutschland erscheinen – zum ersten Mal also vor der FreeTV-Premiere. Pro7 scheint die Serie ja erstmal aufs Abstellgleis geschoben haben.

Update 2: Mittlerweile kostet Season 7 bei cdwow knapp 54 Euro.

HBO goes Sitcom?

Samstag, 29. Mai, 2004

Variety berichtet, dass die US Cable Networks HBO und FX sich ernsthaft mit dem Gedanken tragen, innerhalb der nächsten Jahre auch Sitcoms zu produzieren. Bisher konzentrieren sich die beiden Networks ja vor allem auf anspruchsvolle Dramen – nun soll dieses Erfolgsrezept auch auf Sitcoms angewendet werden. Noch habe man aber keine definitiven Pläne, nur grobe Konzepte.

Hm, anspruchsvolle Sitcoms — bisher ja eigentlich eher ein Contradictio in adjecto, aber wenn HBO viel Geld und viel künstlerische Freiheit in Richtung Autoren wirft, dann könnte es sicherlich interessant werden.

TV Guide: Top 25 "Kult" Serien

Samstag, 29. Mai, 2004

Heja, da ist es wieder, das liebe Wörtchen „Kult“. Und TVGuide glaubt auch gleich mal wieder eine Rangliste machen zu müssen – die 25 „kultigsten“ Serien. Hier der Überblick (hab’s leider noch nicht online gefunden):

25. FREAKS AND GEEKS
24. ABSOLUTELY FABULOUS
23. FOREVER KNIGHT
22. H.R. PUFNSTUF
21. MARY HARTMAN, MARY HARTMAN
20. TWIN PEAKS
19. DARK SHADOWS
18. DOCTOR WHO
17. THE AVENGERS
16. MY SO-CALLED LIFE
15. QUANTUM LEAP
14. BEAUTY AND THE BEAST
13. BABYLON 5
12. FAMILY GUY
11. MYSTERY SCIENCE THEATER 3000
10. PEE-WEE’S PLAYHOUSE
9. XENA: WARRIOR PRINCESS
8. THE TWILIGHT ZONE
7. THE PRISONER
6. THE SIMPSONS
5. MONTY PYTHON’S FLYING CIRCUS
4. FARSCAPE
3. BUFFY THE VAMPIRE SLAYER
2. THE X-FILES
1. STAR TREK

Wirklich ein exzellentes Beispiel dafür, wie unmöglich es ist, Äpfel und Birnen miteinander zu vergleichen und dann auch noch eine Rangliste aufzustellen. Wie zum Teufel legt man den Kultfaktor einer Serie fest?

SpOn: "Schönes neues Fernsehen"

Samstag, 29. Mai, 2004

Spiegel Online nimmt derzeit in einer Reihe das Niveau des deutschen Fernsehmarktes unter die Lupe. Bisher sind es zwei – durchaus interessante – Artikel, allerdings von vorne bis hinten ein einziges Gejammer ob der furchtbaren Situation des Niveaus in der Glotze, gespickt mit Rundumschlägen auf das allgemeine Bildungs-Niveau der Deutschen. Das Traurige ist, dass die Artikel größtenteils Recht haben…

Dank an Martin für den Link.

Nip/Tuck auf Premiere

Freitag, 28. Mai, 2004

Und Premiere fährt fort, sich die Rosinen aus dem Serien-Kuchen zu picken. Mit dem Drama rund um zwei Schönheitschirurgen leistet sich der Pay-TV Sender nun erstmals eine Serie vom amerikanischen FX Cable Network. Wie Premiere heute in einer Presseerklärung angekündigt hat, beginnt die Erstausstrahlung im September auf Premiere 1. Bereits seit längerem war ja bekannt, dass auch die Sopranos zu Premiere wechseln – auch dies wurde in der Pressemeldung erneut bestätigt.

Meine Meinung zu „Nip/Tuck“: Dass diese Serie in einem Atemzug mit „Sopranos“ genannt wird, ist gar nicht so verkehrt. Auch „Nip/Tuck“ überzeugt durch recht düstere, teilweise sarkastischen Drehbüchern und überzeugenden Darstellern. Julian McMahon als Lebemann Christian Troy, der niemals zweimal mit derselben schläft, ist ja als „Cole“ aus „Charmed“ bekannt – und obwohl ich nicht dachte, dass ich jemals eine Serie mit McMahon interessant finden könnte – „Nip/Tuck“ hat mir das Gegenteil beweisen. Diese Show ist ihm auf den Leib geschrieben. Er kommt so richtig schon fies und oberflächlich ‚rüber. Dylan Walsh als Sean McNamara ist der absolute Gegenpol: der aufrichtige und nette Familienmensch, der aber in dem Business immer mehr unter die Räder kommt und im Laufe der Serie den Halt verliert.

Aber auch schon gleich eine Vorwarnung: Diese Serie ist nichts für schwache Gemüter, die sich schon bei der puren Erwähnung des Wortes „Operation“ die Hände vor die Augen halten. Hier wird teilweise richtig lustvoll geschnippelt, Organe verschoben, Nasen gebrochen und Implantate rigoros eingesetzt, dass das Blut nur so spritzt — Freunde des „Gore“-Genres dürfte das zwar nur ein müdes Lächeln abringen, aber Otto Normalzuschauer dürfte schon angesichts der zahlreichen „Oben-Ohne“ Szenen ins Schwitzen geraten ;-). Diese Show zeigt das „dreckige“ und gleichzeitig nach aussen so elitäre Schicki-Micki-Business der Schonheitschirugie in den USA mit wortwörtlich schonungsloser Offenheit.

Die erste Staffel (13 Episoden) ist in den USA auf DVD erhältlich, die zweite Staffel startet im Juni.

Weg von den "Gilmore Girls": Jane Espenson wechselt zu "Tru Calling"

Donnerstag, 27. Mai, 2004

Große Enttäuschung heute für alle „Gilmore Girls“ Fans: Drehbuchautorin Jane Espenson (bekannt als (Co-)Autorin zahlreicher exzellenter „Buffy“ und „Firefly“-Episoden) hat laut einem Bericht im Hollywood Reporter die Warner Brothers Show verlassen und einen 2-Jahres-Vertrag mit 20th Century Fox geschlossen. Ihre erste Aufgabe wird der Job als neue Co-Executive Producerin von „Tru Calling“ sein – und diese Show hat eine/n gute/n Autoren/in wirklich mehr als dringend nötig. Die Grundidee der Serie ist ja ganz nett („Und täglich grüßt das Murmeltier“-Prinzip) – aber die Stories sind desöfteren haarsträubend abstrus. Eliza Dushku („Faith“, „Tru“) und Jane kennen sich auch noch aus der gemeinsamen „Buffy“-Zeit.

Espenson war erst im letzten Jahr zum kreativen „Gilmore Girls“ Team (angeführt von Amy und Daniel Palladino) hinzugekommen und sollte eigentlich die „Jess“-Spin-Off Serie mitbetreuen. Als die Show jedoch noch vor der ersten Episode gecancelled wurde, fielen diese Pläne in sich zusammen und stattdessen steuerte sie nun Drehbücher zu „Gilmore Girls“ bei. Jedoch dürfte dort ein deutlicher „Autoren-Überschuss“ in der gerade beendeten Season geherrscht haben, so dass Jane Espenson offen für neue Aufgaben war.

Im Rahmen ihres neuen Vertrages mit 20th Century soll sie zukünftig auch eigene Projekte entwickeln können.

Six Feet Under

Donnerstag, 27. Mai, 2004

Wir unterbrechen diesen Blog für eine wichtige Mitteilung:

Normalerweise regen mich Rechtschreibfehler auf anderen Websites kaum auf – mir passieren sie ja auch ständig, aber nachdem ich das jetzt schon *mehrfach* auf diversen deutschen Sites gelesen habe, muss ich den Besserwisser raushängen lassen und es einfach loswerden: Es heisst „Feet“, nicht „Feed“. „Feet“ = plural von engl. „foot“ = „Fuß“, (Maßeinheit), „Feed“ = engl. „Fütterung, (Ein-)Speisung“. „Six Feet Under“ = 1,80 Meter unter der Erde, keine sechsfache Armen-Speisung. Ach ja, und „Standard“, nicht „Standart“.

Und nun zurück zum sablog, already in progress…

Die Quoten für „Six Feet Under“ auf VOX sind mehr als zufriedenstellend – für solch einen späten Sendeplatz jedenfalls. Das Experiment „SFU“ dürfte also als „gelungen“ bezeichnet werden. Da, schaut genau hin, ZDF, so funktioniert das. Staffel 4 startet am 13. Juni in den USA auf HBO.

(jetzt werde ich wahrscheinlich dutzende Nörgelmails mit Hinweise auf meine eigenen Rechtschreibfehler bekommen — naja, that’s life ;-))

 

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