Archiv der Kategorie 'Entertainment'


J.J. Abrams erfolgreich: Noch ein Pilot von "Bad Robot"

Mittwoch, 12. Januar, 2005

J.J. Abrams‘ („Felicity“) Produktionsfirma „Bad Robot“ („Alias“, „Lost“) hat sich eine weitere Pilot-Order geangelt: Nach dem Auftrag für eine Episode von „What About Brian?“ durch ABC letzte Woche hat ABC laut Variety nun erneut bei einem „Bad Robot“-Projekt zugegriffen: „Pros and Cons“ – ein Drama um fünf frühere Kriminelle, die nun für die Regierung arbeiten.

Raven Metzner und Stu Zicherman („Rush Hour 2“) haben die Pilot Episode geschrieben und werden unter anderem gemeinsam mit Abrams die Show produzieren. Das Trio hat derzeit sogar noch einen weiteres Projekt auf der Warteliste: Das WB hat eine Pilot-Episode von „Six Degrees“ in Auftrag gegeben (Dramedy um eine Gruppe junger Leute, die gerade ihren College-Abschluss gemacht haben) .

Gemeinsam mit „What About Brian?“ (Dramedy um einen Mitt-Dreissiger, der als einziger von seinen Freunden noch nicht verheiratet ist) und „The Catch“ (Drama um den Alltag von Kopfgeldjägern) und den bereits laufenden Produktionen „Lost“ und „Alias“ hat „Bad Robot“ derzeit also die Produktion von sechs Serien oder Pilot-Episoden zu koordinieren. Sieht so aus, als wäre Abrams der neue D. E. Kelley oder Spelling…

Und als wäre das noch nicht genug, meldet der Hollywood Reporter heute auch noch, dass J.J. Abrams neben der bereits bekannten Verpflichtung zu „Mission Impossible 3“ (Paramount) auch noch für Universal bei „The Good Sailor“ Regie führen und als Co-Producer einspringen soll. „The Good Sailor“ handelt von dem Untergang des US-Kriegsschiffs USS Indianapolis 1945 und der Aufdeckung der wahren Umstände durch einen zwölfjährigen Jungen mehr als 40 Jahre später. Boy, Abrams ist ein vielbeschäftigter Mann. Immerhin ist er wohl nicht mehr aktiv an dem Remake von „Superman“ beteiligt, obwohl sein Drehbuch wohl der aktuell diskutierten Fassung in weiten Teilen zu Grunde liegt.

Ausserdem hat ABC auch noch zwei weitere Piloten geordert: „Invasion“ (in der es gerüchteweise um eine Alien Invasion gehen soll?) sowie „Laws of Chance“ (ein Drama um eine junge Anwältin).

Screen Actor Guild Awards Nominierungen

Dienstag, 11. Januar, 2005

… finden sich dort bei Variety.

Nichts besonderes, ausser vielleicht Hank Azaria der eine Nominierung für das auf Showtime mit miesen Quoten dahinsiechende „Huff“ erhielt sowie Christine Lahti für das ebenfalls mit Quotensorgen beschäftigte „Jack & Bobby“. Immerhin zeigen die SAGs, dass nicht nur die erfolgreichen Shows in den Genuss von Nominierungen kommen können. Jerry Orbach bekommt eine Nominerung posthum (ebenso wie übrigens auch gerade Christopher Reeve bei den Director’s Guild Award Nominierungen). Ansonsten „The Sopranos“, „Sex and the City“, „Desperate Housewives“, „24“, „Arrested Development“, CSI, etc pp. Oh, und sogar „West Wing“. Ich frage mich, für welche Season…

Bei den Filmen ist „Sideways“ am häufigsten nominiert (der auch gerade den Preis als bester Film bei den Annual Critics‘ Choice Awards gewonnen hat — meine Güte, wieviele Awardzeremonien gibt’s denn noch? )

Keine Chance gegen die "Housewives": 14 Millionen sehen "24 – Day 4" Premiere

Montag, 10. Januar, 2005

ABC regiert auch weiterhin den Sonntag. Laut Variety schaffte es die erste Stunde der zweistündigen Premiere von „24 Day 4“ mit 15,4 Millionen Zuschauern nur auf den dritten Platz der Quotenhitliste hinter ABCs „Home Makeover“ (20 Millionen Zuschauer) und CBS‘ „Cold Case“ (15,6 Millionen).

In der zweiten Stunde um 9 hatte das FOX Drama dann mit 14,3 Millionen Zuschauern kaum eine ernsthafte Chance gegen die „Desperate Housewives“ (25,2 Millionen), schlug aber immerhin NBCs „Law & Order: CI“ (13,3 Millionen). Wiederum recht deutlich im Vergleich dazu verlor ABCs Follow-Up „Boston Legal“ fast die Hälfte der Zuschauer von den Hausfrauen, mit über 14 Millionen Zuschauern konnte die Show aber dennoch „Crossing Jordan“ auf die Plätze verweisen – es ist halt alles relativ, auch bei den Quoten 😉

Heute läuft eine weitere Doppelepisode von „24“, bevor die Show nächste Woche ihren regulären Slot Montags um 9 einnimmt.

Weihnachten: "The Sopranos" auf HD DVD

Freitag, 7. Januar, 2005

Gerade bei heise gelesen: Neben einer ansehnlichen Liste von Spielfilmen will unter anderem HBO auch seine Mafia-Serie „The Sopranos“ Ende 2005 passend zu dem US-Verkaufsstart von HD DVD Playern auf den Markt bringen.

Bin ja mal gespannt, wie komplex der [HD|Blu Ray] DVD Markt im Jahre 2006 aussehen wird. Importe von Discs nach Europa werden erstmal fraglich sein, da das neue Advanced Access Content System (AACS) eventuell auch das Thema „Region Code Free“ Player erstmal wieder von vorne aufrollt. Ich habe zu der konkreten Implementierung aber auch noch nichts gelesen — ich denke aber, dass zumindest das Grundprinzip des Region Codes beibehalten wird. Und dann gibt es ja mit HD und Blu Ray gleich zwei Standards — ob es jemals wie bei DVD+R und DVD-R mal Dual-Player oder gar -Recorder geben wird, steht auch noch in den Sternen. Ganz zu schweigen davon, ob die Kunden bei diesem Formatkrieg überhaupt mitspielen. Aber HD TV und komplette Serienstaffeln auf ein oder zwei Silberscheiben klingt schon sehr verlockend…

In den „üblichen“ Tauschbörsen finden sich übrigens schon heute (natürlich rechtlich gesehen zumindest sehr zweifelhafte) HDTV MPEG2 Mitschnitte von tagesaktuellen Serien aus dem US-TV — 4 GB für eine Episode à 42 Minuten sind aber derzeit wohl noch jenseits von gut und böse – aber dennoch dürfte die Filmindustrie das gar nicht gerne sehen — selbst ihre offiziellen aktuellen DVD-Releases kommen an diese Bild- und Tonqualität bei weitem nicht ‚ran. MPEG4 HDTV Mitschnitte reduzieren das Datenaufkommen zudem auch schon gewaltig…

Timeslot-Gewinn: 16 Millionen sehen "Alias"-Premiere

Freitag, 7. Januar, 2005

Besser kann es für den Start der vierten „Alias“-Staffel auf ABC gar nicht laufen: Das Lead-In „Lost“ fuhr um 8 Uhr mit 21 Millionen Zuschauern eine neue Bestquote ein (bisheriges Maximum knapp 19 Millionen) und schlug damit alle Timeslot-Konkurrenten auf den Nachbar-Networks um Längen. Davon profitierte auch der darauffolgende zweistündige Start der anderen J.J. Abrams Serie „Alias“ mit Jennifer Garner, die sich in 90 Minuten durch 10 verschiedene Outfits kämpfte. Die Show konnte insgesamt satte 16 Millionen Zuschauer verzeichnen und liess ab 10 Uhr mit immerhin noch 14,4 Millionen Zuschauern sogar das Urgestein „Law & Order“ (14,3 Millionen) sowie Newcomer „CSI: NY“ (12,7 Millionen) hinter sich.

Inwieweit die Rückennerv-Verletzung von Hauptdarstellerin Jennifer Garner (die aber wohl wieder einigermassen fit sein soll) Auswirkungen auf den Shooting-Schedule von „Alias“ haben wird, ist noch nicht bekannt.

Update: In den Kommentaren zu diesem Beitrag findet sich nun auch mein Senf zum Seasonopener (Achtung: diverse Spoiler in den Kommentaren).

"Halley's Comet": David E. Kelley produziert Serie für WB

Donnerstag, 6. Januar, 2005

David Janollari (der noch relativ frischgebackene Entertainment Chef von WB Television) arbeitet seit einiger Zeit daran, hochkarätige Namen für sein Network zu gewinnen. Wie Variety heute berichtet, hat er nun nach der Verpflichtung von Jerry Bruckheimer Ende 2004 nun mit David E. Kelley („Picket Fences“, „Ally Mc Beal“, „The Practice“, …) den nächsten größeren Erfolg verzeichnen können.

Kelley soll demnach die neue Twentysomething Serie „Halley’s Comet“ für das WB co-produzieren. Das Konzept für das „Dramedy“ stammt von dem jungen Autor Andrew Kreisberg (33), der u.a. bereits Drehbücher für Comedy-Serien wie „Hope & Faith“ und „The Simpsons“ schrieb. In der full-hour Serie „Halley’s Comet“ geht es um eine junge Frau in ihren frühen Zwanzigern, die nachdem sie eine schwere Krankheit überstanden hat nun selbst Ärztin wird. Jonathan Pontell (Partner in Kelleys Produktionsfirma) wird der Showrunner (der also die wichtigen Fäden in der Show in der Hand hält und sich um das Alltagsgeschäft kümmert) sowie bei einzelnen Episoden Regie führen, Kreisberg schreibt den Piloten und weitere Episoden, Kelley gibt wohl in erster Linie sein Geld und Ratschläge :).

Bisher ist wie üblich Anfang Januar erst die Pilot-Episode geordert, aber eine Aufnahme der Serie ins Herbst-Programm gilt bereits jetzt als sehr sicher, da WB eine hohe finanzielle Verpflichtung in dem Vertrag mit Kelley eingegangen ist. Im Falle einer Nicht-Aufnahme der Serie muss das Network eine hohe Vertragsstrafe an die Produktiongesellschaft von DEK zahlen. Ausserdem wird berichtet, dass zwei weitere Sender stark an dem Konzept interessiert waren und WB nur knapp das Rennen machte.

Wesentliches Merkmal der Serie sei laut Kreisberg die „romantic hopefulness“ und basiere „sort of on my own personal experiences that had a large amount of humor, grace and hope“ — was auch immer das konkret heissen soll. Ich denke aber mal, dass das sehr in Richtung 23jährige Ally McBeal geht — nur statt Anwälten laufen Ärzte durchs Bild.

WB-„Webhead“ Janollari sollte aber aufpassen — große Namen sind nicht alles. Kelleys letztes Projekt „The Brotherhood of Poland, N.H.“ floppte ebenso wie das Projekt davor („Girls Club“) und das „Snoops“ Debakel von ’99 dürfte dem ein oder anderen Zuschauer auch noch in Erinnerung sein. Insofern ist es wohl ganz gut, dass er an diesem Projekt nicht zu sehr involviert ist – bei ihm läuft’s nicht mehr so rund wie früher.

DVD Review: "Greg the Bunny"

Freitag, 31. Dezember, 2004

Greg the BunnyDie Serie
Ein wesentliches Markenzeichen und Alleinstellungsmerkmal von FOX waren und sind vor allem die ungewöhnlichen Show-Konzepte, an die man sich bei dem Sender herantraut. Während die etablierten Networks auf bewährte Rezepte vertrauten, hoffte man bei FOX mit neuen und frischen Ideen eine Lücke und Zuschauer zu finden. Mit Erfolg. Sei es „Party of Five“, das Jahre vor dem Teen-Show-Boom bereits Zeichen setzte, oder „X-Files“, das ein ganzes Genre wiederbelebte, oder „The Simpsons“ – alles hocherfolgreiche „Kult“-Serien, die zum Aufstieg den jungen Networks in den letzten 10 Jahren massgeblich beisteuerten.

Doch vor allem in den letzten Jahren fiel FOX in den Augen vieler Fans auch mehr und mehr dem Quotenzwang zum Opfer. Man förderte zwar weiterhin originelle Ideen, aber „The Powers That Be“ hatten zunehmend weniger Geduld mit Serien, die keine Quoten brachten. So hatten Serien wie „Firefly“, „Wonderfalls“ oder „Undeclared“ zwar eine eingeschworene Fangemeinde und begeisterte Kritiker, aber die schwachen Quoten brachen den Shows, die ironischerweise ohne FOX vielleicht nie auf den Bildschirm gekommen wären, früher oder später das Genick.

Bei keinem anderen Network wäre wohl auch das Konzept von „Greg the Bunny“ jemals auch nur in die engere Auswahl für eine Pilot Episode gekommen. Bei FOX schaffte es die Serie sogar auf 13 Episoden, wovon 11 ausgestrahlt wurden. Das Konzept ist so skurril, dass man schon ein eingeschworener Optimist sein muss, um ernsthaft auf einen großen Erfolg der Show zu hoffen: Die Serie spielt in einer Art Paralleluniversum, das unserer Gesellschaft absolut gleicht — nur mit dem klitzekleinen Unterschied: Puppen sind ganz normale Mitbürger. Genau, jene Puppen wie in der Muppet-Show oder Sesamstrasse – von denen selbst Kleinkinder wissen, dass sie kein Eigenleben haben, sondern in der Regel von der Hand eines Menschen gesteuert werden. Nicht so in der Welt von „Greg the Bunny“. Hier leben Menschen und Puppen mehr oder weniger friedlich zusammen — die Puppen wohlgemerkt ohne Hand im Hintern. Sie teilen sich Wohnungen, Arbeitsplätze und sogar Ehen zwischen „Fleshies“ (eben Wesen aus Fleisch und Blut) und „Fabricated Americans“ (so der PC-konforme Ausdruck für Puppen, kurz „Fabs“) sind ganz normal an der Tagesordnung.

Greg the BunnyIm Grunde ist „Greg the Bunny“ die Muppet Show ein paar Ecken weitergedacht. Im Mittelpunkt des 21-Minuten Formats steht die „Show in der Show“: Das Team einer imaginären Kindersendung namens „Sweetknuckle Junction“. Gil Bender (Eugene Levy, „American Pie“) ist der Produzent und Regisseur von „Sweetknuckle Junction“ und muss sich mit dem störrischen Cast (Puppen und Menschen) herumschlagen, dazu bekommt er Druck von oben durch die Network Vertreterin Alison Kaiser (Sarah Silverman, „School of Rock“). Als dann auch noch sein wichtigster Hauptdarsteller, der Hase Rochester wegen eines Alkohol- und Drogenproblems ausfällt, muss Gil für Ersatz sorgen. Da kommt ihm der Mitbewohner seines Sohns Jimmy (Seth Green, „Buffy“) gerade recht: das Karnickel Greg. Greg ist begeistert von der Chance, in „Sweetknuckle Junction“ mitzuwirken neben Berühmtheiten wie Warren „the Ape“ Demontague, Count Blah oder Dottie Sunshine. Was folgt sind 13 Episoden voller schräger Mensch-Puppen Interaktion, immer mal wieder untermalt mit leichten gesellschaftskritischen Tönen (so gibt es auch in der Puppen-Mensch-Welt Rassenprobleme („Sock Like Me“)) und vorsichtigen Anspielungen in Richtung des Muttersenders FOX, der die Show und ihre Macher zunehmend unter Druck setzte.

Ursprünglich sollte „Greg the Bunny“ laut der Aussagen ihrer Erfinder mehr eine Improv-Show werden, die starke Anleihen an Konzepten wie der „Larry Sanders Show“ oder „Curb Your Enthusiasm“ nehmen sollte. Doch das alltägliche TV-Geschäft lässt für Improvisationen kaum Freiraum, so dass in „Greg the Bunny“ dann doch die „scripted“ Elemente überwogen.

Dennoch ist die Show eben vor allem wegen ihrer skurrilen Grundidee immer wieder herrlich komisch. Dazu noch kleine Tidbits, die auch schon in der „Muppet Show“ amüsant waren: Hamster, die für bessere Arbeitsbedingungen streiken. Eulen, die ins Bild kommen, nachdem gerade jemand von „Hooters“ sprach — oder das Erdhörnchen (engl: „Gopher“), das um seinen Job bangt, als ein neuer Vorarbeiter (engl: „Gaffer“) eingestellt wird. Und natürlich die „mentally challenged“ Schildkröte „Tardy“ – die wie jeder versichert, nicht behindert, sondern nur „langsam“ ist. Und dann ist da Susan … naja, ich will nicht zuviel verraten… In unzähligen Momenten sitzt man grinsend und kopfschüttelnd vor dem Fernseher und fragt sich, wie jemand eine solche Show auf einem landesweit sendenden Network unterbringen konnte. Manchmal wünscht man sich noch mehr Anspielungen auf die „wahre Welt“ und die oftmals so verkrampfte amerikanische „political correctness“. Auch Teen-Urgestein Corey Feldman („The Goonies“) hat einen Gastauftritt und macht sich über sein eigenes Image lustig.

Die Serie ist handwerklich professionell gemacht – teilweise wurden per Nachbearbeitung sogar die Stäbchen rauseditiert, die die Ärmchen der Puppen in Bewegung halten. Die gesamte Soundstage wurde mit einem Doppelboden versehen, so dass die „Puppenkünstler“ zwischen den Menschen agieren konnten. Die Puppen wirken erstaunlich lebhaft – ein Zeugnis an die Puppengestalter, die teilweise auch bereits bei diversen Henson-Produktionen („The Muppets“) Erfahrungen sammeln konnten.

Greg the BunnyDie DVDs
Wenn auch die Episoden an sich schon recht amüsant sind, so kommt richtig Spaß erst beim reichlich auf den zwei DVDs enthaltenen Bonus-Material auf. Serienerfinder Dan Milano ist in den Audio-Kommentaren zunächst ziemlich staubtrocken, doch sobald einige Darsteller wie Seth Green oder Sarah Silverman dazustossen, kommt Leben in die Bude und man bekommt einen Eindruck davon, dass das Team hinter den Kulissen und zwischen den Aufnahmen weitaus mehr Spaß hatte als in den Momenten, in denen die Kamera lief. Gott sei Dank gibt es reichlich Special Features auf den DVDs — in einem Umfang, der viele anderen Serien-DVDs blass werden liesse. Neben diversen Featuretten und Galleries gibt es auch Puppet Auditions und fast in jedem zweiten Menu verstecken sich Easter Eggs. Ich habe noch nie eine DVD mit so vielen Easter Eggs gesehen wie Disc 2 von Greg the Bunny. Lohnenswert ist es auch, sich die „Background-Loop-Texte“ in allen Menus bis zum Ende anzuhören — auch im „Languages“-Menu.

Ton oder Bild bei Serien-DVDs zu beurteilen macht auch bei dieser DVD wenig Sinn. Die Serie wurde in HD produziert (jedoch nicht widescreen) und dementsprechend sauber ist auch der Transfer auf DVD. Mehr als Dolby Surround braucht man wiederum beim Ton auch nicht und auch wenn ich nicht speziell darauf geachtet habe, sind mir weder Ton- noch Bildfehler aufgefallen.

Alle dreizehn Episoden sind auf den zwei DVDs in der Produktionreihenfolge untergebracht mit Untertiteln in Englisch und Spanisch.

Fazit
Sehr empfehlenswert. Selten habe ich eine Serie mit soviel Bonusmaterial gesehen und „Greg the Bunny“ ist wahrlich ein kleines Stückchen Fernsehgeschichte. Sicherlich kein „critically acclaimed“ Welthit, aber allemal ein liebenswürdiges und einzigartiges Stück TV, das sicherlich in die Sammlung eines Serienjunkies gehört, der sich auch gerne mal etwas skurrile Shows ansieht und über ein paar Logikfehler hinwegsehen kann. Und wenn man einmal in der Welt von Greg the Bunny gefangen ist, kommt man nur schwer wieder davon los. Eine Welt ohne Tardy the Turtle scheint plötzlich so leer…

Wertung
Serie: 7/10
DVD: 9/10

Links
Infos über die mögliche Neuauflage der Serie und dem 2005er IFC-Special gibt’s auf der neuen „offiziellen inoffiziellen“ Greg the Bunny Website gregtbunny.com.

Die DVDs gibt’s nur in den USA: Greg the Bunny oder als Import auch beim Marketplace des deutschen Amazon-Ablegers.

VOX zeigt "Boston Public" ab Februar

Freitag, 31. Dezember, 2004

Eigentlich war der Serienstart erst für Mai angekündigt, doch nun hat sich VOX dazu entschlossen, bereits gleich nach dem Ende von „Pretender“ im Februar die Erstausstrahlung der D.E. Kelley Serie „Boston Public“ auf den Schirm zu bringen (Pressemeldung).

Mehr als vier Jahre nach dem Start der Serie auf FOX im Oktober 2000 schafft es dieses exzellente Drama nun auch ins deutsche Programmschema, nachdem VOX die Serie seit Jahren im Archiv unter Verschluß hielt. In „Boston Public“ geht es um Schüler und Lehrer einer High School in einem Bezirk von Boston, der von sozialen Spannungen und einer hohen Arbeitslosigkeit geprägt ist. Aber dies wäre keine typische Kelley-Show wenn es da nicht zahlreiche Merkwürdigkeiten gäbe — nicht gar so lächerlich wie in „Ally McBeal“, stattdessen viele ernste Themen wie Anschläge auf Lehrer, Selbstmordversuche von Schülern, Lehrerinnen mit Ernährungsproblemen, Rassenkonflikte — aber natürlich auch viele schräg-komische Elemente. Dazu ein Ensemble von skurrilen Charakteren – beginnend beim strengen und stämmigen Rektor Steven Harper (Chi McBride) hin zu dem alten und konservativen Harvey Lipschultz (Fyvush Finkel). Überhaupt orientiert sich „Boston Public“ mehr an dem ersten großen David E. Kelley Hit „Picket Fences“, was sich nicht zuletzt auch an den zahlreichen Gastauftritten von früheren PF-Darstellern zeigt. „Star Trek“ Fans werden natürlich vor allem wegen Jeri Ryan einschalten, die ab der zweiten Staffel zur Serie stösst und endlich mal nicht mit Borg-Implantaten zu sehen sein wird ;-). Und natürlich wird in der Show immer mal wieder gesungen … dennoch Prädikat: Sehenswert!

Die Serie wurde Anfang 2004 wegen schlechter Quoten von FOX abgesetzt. VOX zeigt alle 81 Episoden der vier Staffeln als Erstausstrahlung, auch die zwei in den USA nicht aussgestrahlten Episoden des Serienfinales. Sendetermin: Werktags um 17:05 Uhr ab Dienstag, 8. Februar 2005.

Außerdem gibt es im Januar/Februar auch neuen „Stoff“ von den Hitserien, die VOX derzeit in der Prime-Time beeindruckende Quoten liefern: Ab Montag, 3. Januar 2005 kommt die neue zweite Staffel von „CSI: Miami“, danach um 22:05 die 3. Staffel von „Crossing Jordan“ (neuer Sendeplatz) und eine Woche später geht dann um 21:10 Uhr „Law & Order: Criminal Intent“ in der zweiten Staffel ebenfalls mit neuen Folgen weiter. Dann gibt es 24 Wochen lang Montags eigentlich keinen Grund, ab 20:15 den Sender zu wechseln…

Im Herbst folgen dann mit der fünften Staffel von „CSI“ und der ersten Staffel von „CSI:NY“ der nächste Schwung Quotengaranten.

Dienstags um 22:15 werden ab 8. Februar die beiden Staffeln der SciFi-Show „Dark Angel“ wiederholt.

Weitere Wechsel stehen dann ab Mitte März ins Haus, wenn nach dem aktuellen kompletten Durchlauf der „Gilmore Girls“ erstmal Pause angesagt ist und die vergleichsweise ruhige Richterin Amy Gray kurz vor Ostern als Ersatz zunächst mit einer Wiederholung aller Episoden und dann mit neuen Staffeln auf den Schirm kommt. Die „Gilmore Girls“ kommen aber ab Herbst 2005 mit der fünften Staffel wieder zurück. Die Pfarrer-Familie von „7th Heaven“ kann hingegen voraussichtlich einer weiteren Wiederholung aller Episoden entgegensehen.

Dank an mb für den „Boston Public“ Hinweis.

RTL zeigt "Tru Calling" ab April

Freitag, 31. Dezember, 2004

Tru CallingAb Ende April will der Kölner Sender unter dem deutschen Titel „Tru Calling – Die wahre Berufung“ jeden Samstag Nachmittag alle Folgen der ersten Staffel der Mystery-Serie mit Eliza Dushku („Buffy“, „Angel“) zeigen. In der FOX-Serie geht es um die junge Frau Tru Davis, die plötzlich die Gabe hat, in der Zeit zurückzureisen und Todesfälle zu verhindern.

„Tru Calling“ kann zumindest am Anfang der ersten Staffel weder durch das Drehbuch noch durch die schauspielerischen Künste der Hauptdarsteller überzeugen (um nicht zu sagen: „grottenschlecht“), mausert sich aber gegen Ende dann doch zu einer einigermassen spannenden und überraschenden TV-Serie. Die Show wurde urspünglich von FOX für eine zweite Staffel verlängert, dann aber doch im Herbst 2004 kurzfristig abgesetzt, noch bevor die zweite Staffel in den USA ausgestrahlt wurde. So hat die zweite Staffel nur sechs Episoden, die derzeit auf ihre Ausstrahlung warten.

Auf RTL wird die Serie bis zum Jahresende den Sendeplatz von „Smallville“ übernehmen (das gilt auch für die Wiederholung am Sonntagmorgen). Eventuell will RTL auch noch die „verstümmelte“ zweite Staffel zeigen, falls FOX grünes Licht gibt und die Synchro rechtzeitig fertig wird. Im Winter 2005/06 kehrt dann „Smallville“ mit der vierten Staffel zurück.

Und wo wir gerade bei Zeitreisen sind: Bereits ab Mitte Februar wiederholt RTL alle Episoden von „Quantum Leap“ („Zurück in die Vergangenheit“) — die Kultserie aus den 80ern mit „Enterprise“-Captain Scott Bakula.

"The Assistants": Bryan Fuller produziert NBC-Serie

Dienstag, 28. Dezember, 2004

Im April unterschrieb Fuller („ST: Yoyager“, „Dead Like Me“, „Wonderfalls“) einen Zweijahres-Vertrag bei 20th Century Fox, nun zeichnet sich das erste Serienprojekt aus dieser Zusammenarbeit ab: Eine full-hour „Dramedy“ Show für NBC. Laut Futoncritic geht es darin wie der Titel schon sagt um eine Gruppe von Assistenten und ihre Chefs. Bryan Fuller hat die Serie entwickelt und wird ausführender Produzent gemeinsam mit Adam Shankman („Bringing Down the House“) und Jennifer Gibgot („The Wedding Planner“).

On a related note, Adam Baldwin („Firefly“) wird in der neuen FOX-Serie „The Inside“ eine Hauptrolle spielen. Produziert wird „The Inside“ von Tim Minear, der auch „Wonderfalls“ und „Firefly“ co-produzierte. Außerdem wird „The Inside“ von Jane Espenson co-produziert und geschrieben, die auch mal für „Firefly“ (und „Angel“ und „Gilmore Girls“ und „Tru Calling“) arbeitete. Und das wirklich Schlimme ist: Das konnte ich auswendig herunterbeten… 😮

 

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