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"Tru Calling" ersetzt "Point Pleasant"

Mittwoch, 23. März, 2005

Der Serverumzug scheint zwar zunächst nicht ganz so reibungslos abgelaufen zu sein wie erhofft, aber jetzt ist wieder alles im Normalzustand.

Der Ausnahmezustand herrscht hingegen wohl bei FOX (har, har, ja, die Überleitung hatte Sarah Kuttner-Format 😉 ) — denn dort hat man sich dazu entschieden, ab Ende März das Serien-Debakel „Point Pleasant“ ausgerechnet durch den Sendeplatz-Vorgänger „Tru Calling“ zu ersetzen. The king is dead, long live the king. Passt aber auch irgendwie zum Showkonzept: Tru darf halt nochmal ‚ran. Für die zweistündige Season-Premiere wird sogar der O.C.-Sendeplatz einmal freigeräumt (obwohl da nur Wiederholungen geplant waren). Wer also damit gerechnet hatte (like me), dass FOX die restlichen sechs Episoden von „Tru Calling“ irgendwo im Sommerprogramm verstecken würde, sieht sich jetzt mit einem überraschend offensiven Programmplanungs-Stunt konfrontiert. Mit einer dritten Staffel braucht aber dennoch niemand zu rechnen, denn Eliza und Kollegen sind bereits seit einiger Zeit in andere Projekte involviert.

Die zweite Staffel von „Tru Calling“ ist übrigens (im Vergleich zur ersten Staffel und zu „Point Pleasant“) wirklich gut. Es gibt zwar auch hie und da wieder ein paar lahme Stories, aber insgesamt wurde die Show in den sechs Folgen deutlich spannender und entwickelte einige interessante Story-Arcs. Dazu ein paar nette Überraschungen und Plot-Twists. Wenn die Show doch bloß schon von der ersten Folge so konzipiert worden wäre…

Wie ich schon vor einigen Monaten ankündigte, wird übrigens laut wunschliste.de RTL ab Ende April alle Episoden der Serie zeigen. Demnach strahlt der Kölner Sender die Show jeden Samstag um 16:50 mit dem abstrusen deutschen Beititel „Schicksal reloaded“ aus. Ich will erst gar nicht versuchen, die Entscheidung für diesen Titel nachzuvollziehen…

Point Pleasant sucks

Donnerstag, 20. Januar, 2005

Marti Noxon, ich bin enttäuscht. Das ist nichts weiter als ein billiger Versuch, auf der „O.C.“-Welle zu schwimmen — und damit sich die Show etwas vom sonstigen Teenage Drama Einerlei abhebt, wirft man halt einen Hauch „The Exorcist“ in das Gemisch. Im Prinzip eine nette Idee, wenn auch die Umsetzung funktionieren würde. Aber ein viel zu plattes Script (selbst „Scream 3“ hatte da interessantere und frischere Storylines), langweilige Charaktere und einschläfernde Hauptdarsteller (gosh, wer hat denn da Richard Burgi ausgegraben?) qualifizieren die FOX-Show eher für die Kategorie „Flop des Monats“. Okay, es war „nur“ eine Pilot-Episode, vielleicht findet die Show ja noch einen sensationellen Twist in irgendeiner vergessenen Schublade — reichlich Storyansätze sind ja gegeben (allerdings allesamt unglaublich unspannend). Mit über 11 Millionen Zuschauern hat die Pilot-Episode dank „The Idol“ Lead-In auch genügend „Startkapital“, um bereits heute (Donnerstag) beruhigt in den regulären Timeslot nach „The O.C.“ zu wechseln. Aber im direkten Vergleich zu „The O.C.“ dürften die eklatanten Schwächen von „Point Pleasant“ erst recht auffallen — alleine schon wenn man die Charaktere der Eltern in beiden Shows nebeneinanderstellt. Von einem Vergleich mit „Buffy“ wollen wir erst gar nicht anfangen, das ist eine andere Liga. Ich habe so meine Zweifel, ob „tru calling“ wirklich soviel schlechter war, um eine Absetzung zu Gunsten von „Point Pleasant“ zu rechtfertigen.

Mehr habe ich zu der Show im Moment nicht zu sagen — ich könnte mir aber vorstellen, dass das „Television Without Pity“-Recap ein köstlicher Verriss werden dürfte…

Leseliste

Mittwoch, 12. Januar, 2005

Der Hollywood Reporter hat ein ausführliches Feature zu dem anstehenden 10. Geburtstag von UPN und WB — wirklich lesenswert, wenn man sich für die Geschichte dieser beiden jungen Networks interessiert (Dank an redlock).

Die NY Daily News widmen sich dem Thema Product Placement bei „Desperate Housewives“ (Dank an Martin). Ähnliches gab es in jüngster Zeit ja auch schon mal bei Alias (Ford, anyone? ;-)) und kürzlich wies HBO ja eindringlich darauf hin, dass sie kein Product Placement akzeptieren — sie bringen die Artikel freiwillig und kostenlos in ihren Shows unter …

Nancy Franklin vom „New Yorker“ widmet sich auch dem „Housewives“-Boom.

Die New York Times hat ein Interview mit Marti Noxon online gestellt aus Anlass ihrer neuen Show „Point Pleasant“, die am 19. Januar startet:

We don’t matter to most of the people in the world, and we should know that. But when you go on the Internet, suddenly you’re a special person and you can actually create a little world for yourself where you’re special all the time. I also got really wounded by people’s criticism. I couldn’t handle the upside or the downside. I definitely felt a danger of starting to disconnect from the stuff that makes me able to write – deep-seated insecurity and anonymity. So I stopped. I pulled the plug.

I hope it means that they’ll let us stay on for a while knowing we’re not going to do huge, splashy numbers right away. That’s how I tell myself it will be all right.

Businessweek beschäftigt sich mit dem Trend „TV on Mobile Phones“. Ich hatte die geplanten „Mobisodes“ von „24“ ja hier im Blog schon mal erwähnt — nun gibt es wohl weitere Pläne. Behind-the-scenes Ausschnitte von „The O.C.“ sollen demnächst über Handy abrufbar sein. Nur $5.99 pro Snippet. Oder $24.99 im Jahresabo. Die drei Brüder von „Jamba“ schreiben bestimmt schon eifrig mit…

Zap2it berichtet von mäßigen Quoten bei „Carnivale“ und „Unscripted“.

Und für alle, die sich soweit duchgelesen haben, gibt es noch einen Absacker aus der Kategorie „Ils sont fous, ces americans„: E! will die Michael Jackson Gerichtsverhandlungen nachstellen. In diesem Sinne: Gute Nacht, John-Boy!