Sneak Preview: JOAN OF ARCADIA (Herbst 2003, CBS)

Barbara Hall ist Produzentin der Erfolgsserie „Judging Amy“ und hat für den Herbst einen Deal für eine neue PrimeTime-Show bei CBS erhalten: „Joan of Arcadia“ soll den Freitagabend zum CBS-Fernsehabend für die ganze Familie machen. In der full-hour Show darf neben Film-Urgestein Joe Mantegna („Godfather III“) auch Oscar-Gewinnerin Mary Steenburgen („Back to the Future III“, „Philadelphia“) die Casting-Liste veredeln. Im Mittelpunkt steht aber die 20jährige Amber Tamblyn („The Ring“) als 16jährige Joan Girardi.

Worum geht’s? Man nehme das Grundprinzip von „Touched by an Angel“, gebe eine Prise „Columbo“ hinzu und mische das gut mit einer beliebigen Teenage-Highschool-Angst-Serie. Fertig ist „Joan of Arcadia“. Joan Girardi ist eigentlich ein Mädchen wie viele andere in ihrem Alter. Sie steht morgens stundenlang vor dem Spiegel auf der Suche nach ‚was vernünftigem zum Anziehen, sie hasst die High-School und sie spricht auch hin und wieder mit Gott. Einziges Problem: Gott antwortet. Und das kann einen Teenager ganz schön aus dem Tritt bringen. So ist Joan, Tochter des Polizeichefs des LA-Stadteils „Arcadia“ und gerade erst seit 6 Monaten in dieser Nachbarschaft, auch ordentlich durcheinander, als Gott sich ihr plötzlich in verschiedensten Lebensformen offenbart und sie darum bittet, ihm ein paar Gefallen zu tun. Natürlich kann man Gott solch eine Bitte nur schwer abschlagen und somit beginnt Joan kleine Aufgaben zu übernehmen, die „zufälligerweise“ öfters mit den Kriminalfällen zu tun haben, mit denen sich gerade ihr Vater herumschlagen muss. Nicht umsonst drängt sich schon vom Titel eine Ähnlichkeit zu „Johanna von Orleans“ auf. Doch das sind nicht Joans einzige Probleme: Ihr kleiner Bruder ist ein computerfixierter Technik-Geek, ihr älterer Bruder sitzt seit einem Autounfall gelähmt im Rollstuhl und findet sich wie seine Eltern nur schwer mit seiner Lage als Behinderter ab und in der Schule (übrigens die Schul-Location, an der auch schon „My So-Called Life“ gedreht wurde) hat Joan einige Probleme mit ihren Freundinnen. Somit werden die Storylines in der nahen Zukunft erstmal nicht ausgehen…

Wie isses? Die Serie hat einige Probleme, den Spagat zwischen erwachsener Krimi-Serie und lockerer Teenager-Serie zu schaffen. Zu inkompatibel sind die Storylines, zu offensichtlich und abgedroschen sind die Stereotypen (der kleine Bruder als Technik-Freak; der überarbeitete Vater, der kaum noch Zeit für seine Familie hat; der behinderte Bruder, der arge Selbstzweifel hat). Aber die Serie hat einen gewissen „Touch“ – immerhin vermeidet sie zumindest im vorläufigen Piloten das religös-triefende Pathos von „Touched by an Angel“ – und kann zudem durch einen überraschend spritzigen Humor aufwarten. Während die Darsteller der Eltern und Geschwister in meinen Augen nicht sonderlich überzeugen (was aber auch an der Vorhersehbarkeit ihrer Charaktere liegen kann), so sticht Amber Tamblyn umso mehr hervor. Sie hat eine sehr natürliche Art und kann den leicht subtilen Humor der Serie hervorragend herüberbringen. Damit haben wir die Höhepunkte der Serie aber schon abgehandelt. Während die Storyidee eigentlich noch recht originell ist, lässt das Drehbuch dann doch etwas zu wünschen übrig. Dennoch dürfte die Serie, wenn man nach dem Erfolg von „7th Heaven“ und ähnlichen „familientauglichen“ Serien in den USA urteilt, durchaus große Chancen auf einen Quotenerfolg haben, vor allem da die Konkurrenz auf diesem Sendeplatz eher mäßig ist.

Wo gibt’s mehr Infos?
TV Tome
CBS Info
Fansite joanofarcadia.com

Eine Antwort

  1. 1
    name schrieb:

    ich bin eigentlich eher durch einen zufall hier gelandet, ich war auf der suche nach neuen joa fansites und da tat sich dies hier auf.
    natürlich habe ich mich gleich auf euren bericht gestürzt denn als großer fan dieser super serie will mann ja nichts verpassen.
    leider war ich ein wenig entäuscht über eure preview denn meiner meinung nach ist es eine der besten serien dieses jahres, es passt alles zusammen und es ist eine gnade mal zu sehen wie gut durchdacht ein TV-show script sein kann.
    alles hat eine begründung in dieser serie und nichts passiert ohne grund, auch nicht die polizei arbeit ihres vaters. wenn man zb genau hinschaut sieht man das sich zwischen den fällen des vaters und joan viele paralelen befinden (zb im pilot, schlaflage von joan und lage des toten mädchens…)
    desweiteren finde ich die charaktere ziemlich getroffen und besonders michael welch als luke ist neben amber ein wahrer spaß faktor, doch auch die personen die in den nächsten folgen wiederholt erscheinen (adam, grace) tragen zum interessanten gesamtbild von joa bei.
    nun ja es tut mir leid das ihr das große potential dieser serie nicht erkannt habt aber was will man machen 🙂
    ich bin übrigens kein „touched by…“ fan und trotzdem mag ich diese serie, ich werde auch weiterhin keine folge verpassen und hoffe das ihr joan und den anderen vielleicht doch noch ne chance gebt.

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