Archiv vom November 2004


28,4 Millionen Zuschauer für "Desperate Housewives"

Dienstag, 30. November, 2004

Die „Hausfrauen“ entwickeln sich für ABC zu einer wahren Goldgrube — die neue Episode vom Sonntag schaffte es trotz (oder wegen) des vorangegangenen Mini-Nipplegates um eine umstrittene Werbung für die Show in der Spitze auf satte 28,4 Millionen Zuschauer, die ganze Episode hatte im Schnitt 27 Millionen Zuschauer (12.4/26 bei 18-49, Fast National: 16.0/23). Follow-Up „Boston Legal“ verlor jedoch fast die Hälfte der Zuschauer (5.9/14).

CBS holte sich trotz der heftigen Konkurrenz noch respektable 13 Millionen Zuschauer mit dem Drama-Movie „When Angels Come to Town“.

NBC („A Christmas Carol“ mit Kelsey Grammer, 3.0/7) konnte da nicht viel gegenhalten.

Nun ist die Frage wohl weniger „ob“, sondern „wann“ die „Desperate Housewives“ die Quotenkrone von Platzhirsch CSI (die 100ste Episode hatte 31 Millionen Zuschauer) übernehmen werden.

Insgesamt konnte sich ABC (6.6/11) dank „Housewives“, „Lost“ und „NFL: Monday Night Football“ in der Season-Quotenliga wieder deutlich vom viertplatzierten FOX (6.3/10) absetzen und bleibt NBC auf den Fersen (6.8/11).

Währenddessen sei auch noch hier untergebracht, dass die Quoten von „Joan of Arcadia“ sich auf (für ihre Verhältnisse) niedrigem Niveau stabilisiert haben – die Episode von Freitag konnte sogar die meisten Zuschauer in ihrem Timeslot gewinnen (9,23 Millionen), hatte gegenüber NBCs „Dateline“ aber einen schlechteren Share und Rating (5.6/10 vs 5.9/11). Insgesamt sind die Quoten der „Wir-lieben-Kamerakräne“-Show aber seit Beginn der Season (zu Recht) auf Tiefflug.

Neue Felicity und Popular DVD Sets

Dienstag, 30. November, 2004

Diese beiden Serien haben etwas gemeinsam – nicht nur dass sie beide auf dem WB liefen und von Buena Vista produziert wurden – nein, die letzte Staffel war auch jeweils die mit Abstand schlechteste der Serien. Und diese letzten Staffeln erscheinen am 8. März wie DVDTimes.co.uk jetzt herausbekommen hat.

Buena Vista Home Entertainment hat den DVD-Veröffentlichungstermin für die vierte und letzte „Felicity“-Staffel angekündigt: Am 8. März wird das Set mit einer Preisempfehlung von $59 in den USA auf den Markt kommen.

Einige Extras sind auch schon bekannt — das Wichtigste dürften wohl die „verlorenen Elena Scenes“ aus dem Serienfinale sein. Diese Szenen klären die Rätsel um Elena und ihren Auftritt in der letzten Episode. Ausserdem ein Special mit Keri Russell und den Autoren der Show.

Am gleichen Tag und zum gleichen Preis erscheint auch Season 2 von „Popular“ – hier ist das Extras-„Highlight“ ein Audio-Kommentar der Autoren.

Die jeweiligen Cover könnt ihr auf DVDTimes.co.uk sehen.

Considering Aaron Sorkin

Montag, 29. November, 2004

Wer sich für den Autor Aaron Sorkin („Sports Night“, „West Wing“) interessiert und sich nicht vor dem Lesen von trockenen, wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema TV-Serien scheut, der sollte sich schon mal folgende Buchveröffentlichung vormerken:

Considering Aaron Sorkin
Essays on the Politics, Poetics and Sleight of Hand in the Films and Television Series by Thomas Fahy

This collection of essays on the work of Aaron Sorkin affords greater insight into the complexities of his writing, drawing connections between the film and television output of today’s most prominent and influential screenwriter. Scholars from various fields—film, literature, art history, political science, and more—examine the thematic content and rhetorical strategy of Sorkin’s writing. Eleven essayists explore the subtle, pervasive and often contradictory messages woven throughout Sorkin’s work, from politics to portrayals of women, and consider his impact on film, television and culture. An interview with Aaron Sorkin precedes the essays, each of which has notes and a bibliography. An appendix covering film and television credits is included.

Das Buch soll im Frühjahr/Sommer 2005 erscheinen zu einem Preis von $35. Mehr Infos beim Herausgeber.

Aaron Sorkin, der vor eineinhalb Jahren bei „West Wing“ aufhörte, arbeitet derzeit vor allem an neuen Film- und Theaterproduktionen: “The Farnsworth Invention”, “Charlie Wilson’s War“, “A Few Good Men” sowie eine Dramaserie um einen Blick hinter die Kulissen einer „Saturday Night Live“-ähnlichen Sketch Show, die eventuell Ende 2005 auf HBO starten könnte. Insbesondere letzteres Projekt ist aber noch nicht sehr sicher.

In den nächsten Tagen folgt hier auch endlich mal eine Review zum „Sports Night“ DVD Set.

Werbekunden fordern mehr Niveau im TV

Sonntag, 28. November, 2004

Offensichtlich setzt sich langsam auch bei der Industrie die Erkenntnis durch, dass gute Quoten nicht alles sind. Sie wollen in Zukunft weniger in umstrittenen Sendungen wie „The Swan“ und „Die Alm“ Werbezeiten für ihre Produkte buchen — so wurde es jedenfalls laut Spiegel auf der Tagung der Organisation Werbungtreibender im Markenverband Mitte November deutlich.

Doch seit kurzem melden sich Kritiker zu Wort, deren Sprache die Chefs der Privatsender besser verstehen als jedes Feuilleton: Deutschlands größte Werbekunden sorgen sich lautstark um die Programmqualität im Privatfernsehen.

Die Antwort der Werbezeitvermarkter:

„Das Programm hat viele Farben, nicht mit allem müssen wir einen Grimme-Preis gewinnen.“

Und das hat auch finanzielle Gründe: Die Werbeindustrie bucht immer weniger Spots — darauf müssen die Sender mit Preisnachlässen reagieren.

Marktführer RTL hätte mit dem Verkauf von Werbezeiten im vorigen Jahr, laut Preisliste, 2,3 Milliarden Euro verdienen müssen. Tatsächlich wurden nur 1,2 Milliarden Euro verbucht. Und obwohl die Privaten schon mehrfach ein Ende der Preisschlacht verkündeten, fallen tatsächlich mangels Zuschauern die Tarife weiter.

Allerdings gilt dieser Ruf nach mehr Qualität im Programm nicht für die ganze Werbeindustrie. Insbesondere der „Lasst euch nicht verarschen — geiz ist geil“-Sektor beweist jede Woche umso mehr, dass sich auch die Werbespots problemlos an das nicht vorhandene Niveau des restlichen Programms anpassen können.

The new wave of online piracy is all about TV

Samstag, 27. November, 2004

Allmählich wird man auch bei den TV-Networks unruhig ob der stetig steigenden Verfügbarkeit von Serien-Downloads insbesondere dank der BitTorrent-Technik. Ein Artikel aus Kanada bei MacLeans.ca beschreibt die derzeitige Haltung der Networks zu dem Thema und die Auswirkungen, wie beispielsweise das neue „Broadcast Flag“.

Der Artikel spricht aber auch Lösungen an — und das sind nicht zwangsweise die oft erwähnten „Lawsuits“:

For the real solution, media moguls might refer to Chernin’s first rule of survival — the one about consumers wanting control, choice and convenience. Logging onto the Net and quickly downloading your favourite show in HDTV fulfills that principle. Until makers of entertainment can satisfy this desire, the piracy fight is likely to keep getting bloodier.

Ich denke mittel- bis langfristig wird sich die TV-Industrie umorientieren müssen und von dem nahezu 50jährigen Broadcasting-Prinzip verabschieden — oder es zumindest durch weitere Dienste ergänzen. Noch mag es erst eine kleine Gruppe von „Enthusiasts“ sein, die das Internet oder DVRs wie TiVo dazu nutzen, um sich von den strikten Sendeschemata der Networks unabhängig zu machen. Doch auch der gemeine Zuschauer wird immer weniger dazu bereit sein, sich die eigene Tagesplanung durch Sendepläne diktieren zu lassen oder sich beispielsweise zwischen zwei interessanten Sendungen entscheiden zu müssen, die zeitgleich auf verschiedenen Sendern ausgestrahlt werden. Die spannende Frage wird sein, wer als erstes eine marktreife und auch profitable Alternative etablieren kann. Denn gegenwärtig sind die Zuschauer es nicht gewohnt, für Serien zu zahlen (außer bei Pay-TV Networks wie Showtime oder HBO) — und das macht die Marktlage komplizierter als beispielsweise für Musik (à la iTunes) oder Videos/Kinofilme. Auf der anderen Seite sind viele Konsumenten bereit, für Serien-DVDs ihre Bankkonten zu plündern.

MTVIVA – Der Letzte macht das Licht aus – Update

Donnerstag, 25. November, 2004

Was MTV- (und somit auch VIVA-)Geschäftsführerin Catherine Mühlemann derzeit mit dem Programm der ihr unterstellten vier Sender anstellt, lässt sich wohl am besten als Rasenmäher-Methode bezeichnen. Jüngster Tiefpunkt ist die laut FAZ für Januar 2005 angekündigte Absetzung von „Sarah Kuttner – Die Show“. Bezeichnend für das neue Image der Sendergruppe ist der Ersatz, den man für Sarah Kuttner ins Programm nehmen will: „Big Brother“-Wiederholungen. Gleichzeitig müssen Charlotte Roche und Markus Kavka den Hut nehmen – Sendungen wie „Fast Forward“, „MTV Spin“ oder „South Park“ passen ebensowenig ins neue Programm wie Musikvideos. Stattdessen braucht man Sendeplatz für debile amerikanische Formate wie „Pimp my Ride“ oder Datingshows. Wenn das Volk Schwachsinn sehen will, dann gebt ihm halt Schwachsinn. Aber damit folgt man ja nur dem Trend auf dem US-Muttersender — MTV USA hat schon lange nicht mehr viel mit Musik zu tun. Aber immerhin gibt es dort mit VH-1 noch einen Ausweg aus dem Mainstream-Einerlei — auch wenn man dort mittlerweile auch hauptsächlich nur noch mit der Endlos-Oldies-Schleife das Programm bestreitet.

Das neue MTVIVA will wohl seinen Beitrag zur merkbefreiten PISA-Generation leisten — der durchschnittliche Teenager von heute kann eh nicht rechnen, also zieht man ihm mit Klingeltönen und Handylogos für 8 Euro pro Stück das Geld aus der Tasche. Und eine Show, in der sich keine Klingeltöne verkaufen lassen, passt nicht mehr zu dem Mühlemannschen Konzept – getreu nach ihrem Motto „Wer sich nicht scharf positioniert, der kann sein Programm nicht verkaufen.“

Vermutlich kann man Frau Mühlemann noch nicht mal einen großen Vorwurf machen – Niveau oder Inhalte interessieren heute nur noch eine Minderheit – und spätestens seit dem Tod von VIVAzwei dürfte klar sein, dass auch im so genannten Musikfernsehen kein Platz für Minderheiten ist – weil damit kein Sender schwarze Zahlen schreiben kann. Aber sind die Sender an dieser Entwicklung nicht auch mitschuld?

Thomas Lückerath hat in seinem Editorial bei DWDL.de im Grunde alles gesagt, was zu dem „neuen VIVA“ noch zu sagen ist: „Übrig bleibt ein Sender ohne Gesicht und Profil.“ – aber wen juckt’s, hauptsache Umsatz und Gewinn stimmen.

Das neue VIVA-Programmschema findet sich übrigens auf der Website des Werbezeitvermarkters vivasales.tv (auf den kleinen Button „PDF“ klicken).

Auch lesenswert: Das Interview der FAZ mit Charlotte Roche.

Update: Ja, ich hab die heutige Sarah Kuttner Show auch gesehen. Hah, erfreulich offen (und unverholen frech) hat sie zu den Gerüchten(?) Stellung genommen und scheint sich ja ziemlich sicher zu sein, dass die Show trotz des „Kuddelmuddels“ (O-Ton Kuttner) bei MTVIVA und Viacom auch 2005 weiter laufen wird. Die Aufrufe zu Protesten waren auch nicht gerade leise… Naja, hoffen wir mal, dass sie Recht behält. Vielleicht hat ja auch das nicht gerade leise Gepolter in den Medien in Folge der Absetzungsgerüchte dafür gesorgt, dass man die Pläne nun doch noch mal überdenken will. Yeah, and then hell freezes over. Bei Frau Mühlemann dürften die Äusserungen von Sarah Kuttner jedenfalls morgen beim Frühstück sicherlich nicht auf ungeteilte Freude stossen.

2. Update: Artikel in der FAZ von heute. Demnach wird VIVA in Köln praktisch „abgewickelt“, was auf eine Kündigung fast aller Mitarbeiter hinauslaufen wird. Kuttner’s Show soll ab 2005 zweimal pro Woche um 21 Uhr laufen – vielleicht. An den Absetzungen der anderen zuvor genannten Shows wird aber festgehalten.

"Battlestar Galactica" Produzenten besorgt wegen illegaler Downloads

Mittwoch, 24. November, 2004

Recht selten kommt es vor, dass eine in den USA (co-)produzierte Serie nicht zuerst in den Staaten anläuft, sondern in Europa. Die neu aufgelegte Serie „Battlestar Galactica“ ist jedoch so ein Fall. Co-Produziert von dem britischen Bezahlsender Sky und dem amerikanischen Kabelkanal SciFi startete die Neuauflage der Serie aus den 80er Jahren im Oktober zuerst in Grossbritannien. In den USA müssen Fans sich noch bis Januar gedulden.

Wie vermutlich jedem „Marktkenner“ von vorneherein klar war, passen die Termini „Fans“ und „Geduld“ nur schwer zueinander und prompt tauchten die britischen Episoden kurz nach ihrer Ausstrahlung auch in den einschlägigen Tauschbörsen auf und wurden groben Schätzungen zufolge mindestens zwanzigtausend Mal heruntergeladen — vor allem aus den USA. Warum SciFi solange mit der Ausstrahlung wartet, ist vermutlich deren sahniges Geheimnis, aber jedenfalls sorgt der illegale Download für Unwohlsein bei den Serienproduzenten.

In einer recht ungewöhnlichen Aktion haben sie nun im offiziellen SciFi „Galactica“ Forum dazu aufgerufen, vom Download abzusehen — und zwar wegen der Quoten. Die Produzenten Ronald D. Moore und David Eick argumentieren, dass sie nur dann den Auftrag für eine zweite Staffel erhalten, wenn im Januar die Quoten hoch sind. Sollten die Fans jedoch jetzt größtenteils die Episoden im Voraus herunterladen, würden sie im Januar nicht mehr einschalten. Achja, und natürlich sei es vollkommen illegal.

You see, we need RATINGS which means we need eyeballs in front of TV screens that advertisers can measure.

Ob jedoch der tausendfache Download wirklich nach dem Schneeballprinzip spürbare Auswirkungen auf die Einschaltquote (die wohl eher im Bereich von mehreren Millionen liegt) haben wird, sei dahingestellt.

Lisa Kudrow hat ein "Comeback" bei HBO

Dienstag, 23. November, 2004

HBO startet nach dem Ende von „Sex and the City“ wieder mit der Produktion einer half-hour Comedy Serie. Lisa Kudrow („Friends“) spielt die Hauptrolle in der Show um eine ehemalige Sitcom-Darstellerin, die seit Jahren ein Comeback versucht. HBO hat 14 Episoden geordert, produziert und geschrieben wird die Show von Kudrow selbst sowie von Ex-SatC-Produzent Michael Patrick King.

Emmy für "Berlin, Berlin"

Dienstag, 23. November, 2004

Okay, ich muss zugeben, ich wusste nicht einmal, dass die ARD-Vorabend Serie für den Emmy nominiert war (wer liest schon die Sektion der internationalen Emmy-Nominierungen — deutsche Produktionen haben da selten ’ne ernsthafte Chance ;-)). Bei den 32. Internationalen Emmys („I-Emmys“) konnte sich „Berlin, Berlin“ mit Felicitas Woll in der Hauptrolle damit als erste deutsche Produktion einen Preis in der Kategorie „Comedy“ sichern und setzte sich gegen drei Produktionen aus Kanada (u.a. „The Newsroom“) und Südafrika durch. Dominiert wurden die Awards aber von britischen Produktionen, unter anderem die BBC-Drama Serie „Waking The Dead“, die auch den ebenfalls nominierten „Schimanski“ schlug.

Die vierte und letzte Staffel der Serie „Berlin, Berlin“ wird im Frühjahr 2005 in der ARD starten.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Filmrechtehändler Herbert Kloiber (Tele-München Group (TMG)) für sein „outstanding achievement in television broadcasting“. Möchte mal wissen, was diese Achievements so im Detail sind…

Fucking Åmål – Raus aus Åmål

Montag, 22. November, 2004

Gestern abend stolperte ich beim Zappen in der ARD über den schwedischen Teenager-Film „Fucking Åmål“ — und prompt war das Thema „früh ins Bett“ mal wieder erledigt. Dabei habe ich den Film seit Jahren auf DVD . Aber es ist einfach schwer, sich loszureissen, wenn man sich mal einige Minuten mit dem Stil des Films und den Charakteren angefreundet hat. Der gegen Ende der 90er produzierte Film erzählt eine bittersüße Geschichte über das Erwachsenwerden in der tiefen schwedischen Provinz — doch ob die nun im schwedischen Kaff Trollhättan/Åmål oder irgendwo in einem Berliner Vorort spielt, ist eigentlich gleichgültig. „Raus aus Amal“ ist ein perfektes Beispiel für eine kleine, aber sehr feine Filmproduktion von jemandem, der wirklich weiß, wie man eine Geschichte erzählen kann. Lukas Moodysson, Autor und Regisseur des Films, hat sich auch durch zwei andere von Kritikern geliebten Filme empfohlen: „Lilya 4-ever“ und „together“ – beide keine Mainstream-Produktionen, aber teilweise Kassenschlager zumindest in den nordischen Ländern (und in den nächsten Wochen ebenfalls sonntag abends in der ARD in der Reihe „Neuer Schwedischer Film“). Moodysson bevorzugt einen recht ungezwungenen Dokumentarfilmer-Stil, der in „Amal“ durch die Verwendung einer Handkamera und groben 16mm-Film unterstützt wird. Dazu ein sehr realitätsnahes Drehbuch, das all den typischen Teenager-Film-Klischees aus dem Weg geht.

Und die beiden Hauptdarstellerinen Rebecka Liljeberg und Alexandra Dahlström liefern eine beeindruckende Performance ab – und das obwohl sie zum Zeitpunkt des Drehs eigentlich noch absolute Anfänger waren.

Ohne jetzt eine Programmzeitschrift zu konsultieren (die ich eh nicht habe) hoffe ich einfach mal, dass die Ausstrahlung gestern abend nur die Wiederholung einer Nachmittagsausstrahlung war. Denn eine Stunde vor Mitternacht verfehlt der Film seine Zielgruppe um Lichtjahre — wobei keineswegs behauptet sein soll, dass der Film nichts für die älteren Jahrgänge sei – au contraire.

Und falls jemand aus der verehrten Leserschaft hier den Film wirklich noch nicht gesehen hat, dann sei „Fucking Åmål“ hiermit wärmstens empfohlen. Die sehr gute Wertung 8.0/10 in der IMDb kommt auch nicht von ungefähr. Man sollte allerdings ein Faible für Filme wie „Ghost World“, „The Ice Storm“, „Donnie Darko“, „The Virgin Suicides“ und „Lost in Translation“ haben. In der Serienwelt muss zwangsweise „My So-Called Life“ in diesem Zusammenhang genannt werden.

 

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