Archiv des Jahres 2011


Weitere Staffel für Arrested Development?

Montag, 3. Oktober, 2011

Nein, das ist keine Archiv-Meldung, die sich auf die Startseite gedrängelt hat. Es ist Oktober 2011 und Showtime/Netflix wollen möglicherweise „Arrested Development“ für eine Art Miniserie (und anschliessend einen Film) wiederbeleben. Airdate: Circa 2013.
Auf der anderen Seite hat Mitchell Hurwitz in den letzten Jahren schon verdammt viel angekündigt, daher werde ich jetzt mal nicht zu euphorisch … 😉

Homeland

Sonntag, 25. September, 2011

Endlich habe ich mal einen ruhigen Moment für die „Homeland“-Pilotepisode gefunden. „Moment“ ist da wirlich das passende Wort, die 55 Minuten Laufzeit vergingen wie im Flug, denn „Homeland“ ist hervorragendes Spannungs-TV auf höchstem Niveau mit erstklassigen Darstellern — und damit ist mein Fazit schon wieder gleich im ersten Absatz gelandet. Ich muss wirklich an meinen Blogging-Techniken arbeiten 😉

Ich war bekannterweise nie ein grosser Fan von „24“ und daher skeptisch, ob mich diese neue Serie inhaltlich überhaupt ansprechen würde. Doch „Homeland“ ist ein rasant strukturiertes und smartes Psychodrama, mit nur geringem Gewicht auf klassischer Action. Wie üblich für High-Profile-PayTV-Produktionen dieser Tage muss sich „Homeland“ vor aufwendig inszenierten Kinofilmen gewiss nicht verstecken.

Natürlich bleibt die Frage, wie man den Spannungsbogen der beeindruckenden Pilot-Folge über 13 Episoden einer (oder mehrerer) Staffel(n) gespannt halten will. Aber neben dem klassischen und altbekannten „good vs. evil“-Grundthema mit gelegentlichen „mindfuck“-Wendungen sind es vor allem die saubere Inszenierung sowie die Darstellerleistungen, welche die Serie auf ein besonderes Niveau heben.

Als langjähriger Fanboy dürfte meine Meinung wohl wenig Gewicht haben, aber Claire Danes liefert eine grossartige Performance. Im Vorfeld konnte ich mir nicht recht vorstellen, wie das zarte Figürchen, das vor 15 Jahren zu „Blister in the Sun“ durch’s Kinderzimmer tanzte, nun in die Rolle einer toughen CIA-Ermittlerin passen sollte. Aber sie füllt diesen Charakter hervorragend mit Leben aus, nicht den Hauch eines Zweifels an ihrer Authentizität und Kompetenz kommt im Verlauf der Folge auf. Die Art und Weise, wie sie die krankhafte Besessenheit verkörpert und sich offensichtlich daran langsam zugrunderichtet, ist in jeder Hinsicht sehenswert.

Mandy Patinkin in der Rolle als Kollege und Mentor ergänzt sie hervorragend, mit ihm hat Claire auch ihre stärkste Szene — als ihr Charakter in höchster Verzweiflung und mit dem Rücken an der Wand einen finalen „Hail Mary Pass“ versucht, indem sie sich Mandys Charakter an den Hals wirft: Ihre ganze Körpersprache und Mimik in diesen Szenen ist schlichtweg faszinierend — man kann regelrecht jede einzelne Stufe der zunehmenden Verzweiflung und schieren Panik in ihrem Gesicht ablesen (sogar Claires legendäres „wobbly chin“ hat wieder einen Kurzauftritt). Der anschliessende „Tanz“ im Kleiderschrank ist nicht minder beeindruckend — ohne ein Wort wird hier jeder ihrer Gedanken im besten Sinne des Wortes „verkörpert“.

Also nochmal das Fazit in aller Kürze: „Homeland“ sieht richtig gut aus und macht extrem viel Lust auf mehr.

P.S.: „The New Girl“ ist mit exzellenten Quoten auf FOX gestartet: Mehr als 10 Mio Zuschauer und sogar 20% mehr als das Lead-In „Glee“.

P.P.S. „Hello. My name is Inigo Montoya. You killed my father. Prepare to die.“

Mein Emmy-Highlight ;-)

Montag, 19. September, 2011

Und ansonsten: Yay for Jason Katims & Kyle Chandler!

The New Girl (Quick Pilot Review)

Samstag, 10. September, 2011

FOX scheint grosse Stücke auf die neue Comedy „The New Girl“ zu setzen und hat die Pilot-Episode im US-iTunes-Store bereits jetzt zum freien Download zur Verfügung gestellt (sogar in HD). Da konnte ich natürlich trotz allem Real-Life-Stress nicht die Hände davon lassen und hab mir mal die 24-Minuten-Fassung angeschaut, schliesslich ist dieses neue Zooey-Deschanel-Format ja eines meiner grossen Comedy-Hoffnungen für den Herbst. Ich weiss nicht, ob das auch die Endfassung ist, die in zwei Wochen auf FOX ausgestrahlt wird, aber ich rechne damit.

Um meine Meinung zur Pilotepisode schon gleich zu Beginn des Eintrags zusammenzufassen: So richtig bin ich nicht überzeugt. Insgesamt wirkt das Format etwas zu sehr in das Halbstunden-Format zusammengestaucht. Inhaltlich erscheint die Pilot-Folge wie eine überstürzte Aneinanderreihung von kurzen Momentaufnahmen, geradezu wie ein überlanger Trailer. Es geht eindeutig wirklich nur darum, die 4-5 Hauptfiguren in der Kürze der Zeit möglichst sympathisch vorzustellen. Dabei ist der „Cold Open“ mit Jess‘ kurzer Ex-Boyfriend-Leidensgeschichte wirklich gut gelungen, auch die Idee des „douchebag jar“ erlaubt der Show viele hinrissige Anmacher-Sprüche mit einem zwinkernden Auge einzubauen. Andere Punkte sind wohlbekannt aus Pilot-Reviews: Die Story und die guten Gags kennt man schon aus dem Trailer und die 24 Minuten sind zu knapp, um wirklich eine endgültige Meinung zu den Darstellern und Charakteren zu bekommen, insbesondere da ab Episode 2 die Rolle des „Coach“ neu besetzt wird.

Aber Zooey ist charming wie immer, diesmal etwas mehr „Nerd“-Touch als in ihren bisherigen Rollen und da ich gerade meinen „Eureka“-Rückstand aufhole (*heul*, sie haben „Eureka“ abgesetzt! Diese Schweine!) sehe ich plötzlich gewisse Parallelen zur geeky Flapsigkeit von Felicia Day. Wobei Zooey eben noch den Vorteil hat, dass sie singen kann :). Die Show macht einen „netten“ Eindruck, wie eingangs erwähnt kann ich mich (noch) nicht zu einer besseren Note als eben jenes mittelprächtige „nett“ und vielleicht noch ein „süss“ hinreissen. Aber auch die abgegriffene Formulierung „da könnte was draus werden“ drängt sich mir auf — alleine schon durch den heutzutage sehr mutigen Verzicht auf einen Laugh Track und zumindest dem Ansatz eines richtigen Themesongs (ja, es gibt sie noch! Auch in 2011!) hat die Show bei mir eben schon zwei ganz fette Bonuspunkte. Warten wir mal die nächsten Episoden ab, dann muss sich die Show bewähren.

Und weil es gerade passt: „She and Him“ haben letzte Woche ein Weihnachtsalbum veröffentlicht. Habe noch nicht reinhören können (und auch nicht wollen — wer hört denn Weihnachtslieder im September?), aber um nach Zooeys Auftritt bei Conan letztes Jahr zu urteilen wird das sicherlich hörenswert.

Leider noch ohne Powerlaces

Freitag, 9. September, 2011

Fall Season 2011 – Meine Trailer-Favoriten

Samstag, 20. August, 2011

Inzwischen habe ich mich durch die (meisten) Trailer der neuen Herbstserien „geackert“ und hier ist mein erstes Fazit: Ich glaube, ich werde nicht viel verpassen, selbst wenn ich diesen Herbst wieder kaum Zeit zum Serienkonsum habe sollte. Vielleicht ist da noch der ein oder andere Kandidat, dem ich basierend nur auf den kurzen Trailer-Eindrücken massiv Unrecht tue, aber insgesamt gesehen wird das wohl wieder eine „meh.“-Season. Zahlenmässig scheinen die Comedies zu überwiegen, aber das mag täuschen: Es ist weitaus einfacher, für eine Comedy einen interessanten Trailer zu produzieren als für ein schwergängiges Drama.

Homeland (Showtime)
Claire Danes. Damian Lewis. Mandy Patinkin. Alleine wegen diesen drei Argumenten gibt es eigentlich keinen Weg vorbei an dieser Show.

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Snow Patrol: Called Out In The Dark

Freitag, 19. August, 2011

Ich stimme meinem Landsmann Inishmore voll zu, der neue Track von Snow Patrol geht irgendwie fluffig ins Ohr. Inklusive „Sch“ ;-). Dürfte sicherlich in Kürze die Charts erobern.

Das dazugehörende kurzweilige Video gibt auch ‚was für Serienjunkies her, daher auch das Posting: Da tauchen zwei Schauspieler auf, die man aus aus dem TV kennen kann.
Auf die Gefahr hin, dass das vermutlich wieder wegen GeoFrickingBlocking niemand mit einer deutschen IP sehen kann:

http://www.youtube.com/watch?v=GwTXwJg6_VE

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Wilfred

Mittwoch, 17. August, 2011

Solch eine WTF?!-Show hatte ich auch schon länger nicht mehr.

Nach einem misslungenen Selbstmordversuch taucht plötzlich im Leben des arbeitslosen und deprimierten Anwalts Ryan ein Hund auf und weicht ihm nicht mehr von der Seite. Nah, eigentlich gehört der Hund (er hört mehr oder weniger zuverlässig auf den Namen „Wilfred“) der attraktiven Nachbarin von Ryan, aber die hat offensichtlich kaum Zeit für ihn, schließlich hat sie ja einen Job. Und so hängt Wilfred eben den ganzen Tag bei Ryan ab, raucht etwas Gras mit ihm und versucht einen lebensgrossen Stoffbär zu einem abwechslungsreichen Sexleben zu überreden. Gemeinsam bestehen der eher schüchterne Ryan und der dagegen deutlich forschere Wilfred einige „Abenteuer“, die sich thematisch auch schön immer in den wöchentlichen Episodentiteln wie „Pride“, „Acceptance“ oder „Fear“ widerspiegeln. Ryan freut sich, dass er endlich einen „Kumpel“ hat, dem er sein Herz ausschütten kann und Wilfred ist froh darüber, dass sich jemand mit ihm beschäftigt und ihm Bier bringt. A match made in heaven.

Hört sich vielleicht nach einem wenig originellen Konzept an, verdient seinen „What the eff“-Faktor durch ein kleines … naja … Detail: Der Zuschauer (und Ryan) sieht Wilfred als normalen Mann in einem wuscheligen Hundekostüm. Der mit einem australischen Akzent spricht.

„Wilfred“ basiert auf einer gleichnamigen erfolgreichen australischen TV-Serie und teilt auch einige Darsteller und Autoren/Produzenten mit der Vorlage. Da ich das Original nicht gesehen habe, kann ich nichts zu den Unterschieden schreiben, aber das US-Resultat, das zur Zeit auf FX läuft, ist eine bunte Mischung aus schrulligem Wahnsinn, bescheuerten überzeichneten Stories, einer guten Portion sympathischen „Lessons learned“-Botschaften und ein paar einfach nur absurd-komischen Szenen.

Elijah Wood ist eine überraschende, aber höchst gelungene Besetzung für die Hauptrolle des eingeschüchterten Ryan, der nur schwer mit dem Alltag zurechtkommt. Wilfred (wie wir ahnen wohl in Wahrheit eher ein unterdrückter Teil von Ryans Persönlichkeit) hilft Ryan, aus seiner kleinen Welt auszubrechen und Neues zu wagen. Elijah Wood kann diese Rolle des etwas verlorenen, aber herzensguten Durchschnittstypen wunderbar ausfüllen und seine Interaktionen mit dem „Hund“ Wilfred erscheinen oftmals derart selbstverständlich, dass man schon mal vergisst, dass da ein verfluchter Schauspieler mit einer dämlichen schwarz angemalten Nase in einem lächerlichen Hundekostüm neben ihm steht. Naja, man „vergisst“ es für eine Sekunde, bis Wilfred dann wieder mal anfängt, den riesigen Stoffbär im Keller zu vögeln.

Gewisse stilistische Parallelen zu „Unhappily Ever After“ und vielleicht auch „Greg the Bunny“ und die schiere Absurdität von „Tick“ (und so manchen anderen FOX-Klassikern) drängen sich auf, aber „Wilfred“ ist doch ein ganz eigenes Ding. Wirklich sehr ungewöhnlich, alles andere als „brav“ und ganz sicher nicht eine klassische Comedy. Mehr eine Art Buddy-Show mit „Lessons learned“-Unterton. Manchmal wird es dann doch zuviel mit der bizarren und überdrehten Story, wie in der jüngsten Episode „Pride“, wenn die absurden Sexvorlieben von Wilfred (naja, er ist immerhin auch nur ein Hund 😉 der Episode zu sehr den Charme rauben.

Wem man diese Serie empfehlen kann? Man sollte Freude an Serien mit „Was schaue ich da eigentlich gerade!?“-Effekt haben, die aber doch irgendwo noch einen sympathischen/menschlichen Kern haben. Sicherlich nichts für den Otto-Normal-Zuschauer 😉

sabify reloaded

Mittwoch, 17. August, 2011

Lange schon keine Spotify/Sabify-Playlists mehr gepostet. Naja, sie waren auch in den letzten Monaten von sehr … hm … wechselhafter Qualität.

Hier die Playlists der letzten Monate:
sabify 2011.03
sabify 2011.04
sabify 2011.05
sabify 2011.06
sabify 2011.07

Alternativ einfach in meinem Spotify-Benutzerprofil reinschauen: http://open.spotify.com/user/sabweb

Ich habe auch noch eine Handvoll Einladungen für Spotify übrig: Wer eine will: Einfach einen „Haben wollen“-Kommentar samt E-Mail-Addy hinterlassen… first come, first served. Man braucht diese Invites aber wohl eh nicht mehr aus allen Ländern.

Wichtig dabei: Ihr müsst laut Spotify eine Anschrift entweder in Schweden, Norwegen, Finnland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und neu den USA haben, um etwas mit der Einladung anfangen zu können. Spotify wurde von der Musikindustrie dazu gezwungen, das sehr rigoros zu kontrollieren — so werden IP-Adressen geoblocked und Paypal-/Kreditkarten-Adressen auf ihre Länderzuordnung überprüft.

Submarine (2010)

Dienstag, 16. August, 2011

Wie? Was? Schon gleich der nächste Eintrag? Jahau, das alles erklärende Zauberwort heisst „Urlaub“ 🙂

Aber in guter alter sablog-Tradition wollte ich die Gelegenheit auch mal wieder nutzen, um einen Filmtipp loszuwerden. Und in ebenfalls guter alter sablog-Vorliebe steht eine Teenager-zentrierte Produktion im Mittelpunkt: „Submarine“ ist ein bezauberndes Regiedebut von Richard Ayoade (ja, genau, Maurice Moss aus „The IT-Crowd“) basierend auf der Romanvorlage von Joe Dunthorne (welche ich -noch- nicht gelesen habe). Der Film ist jedenfalls eine herrliche Gratwanderung zwischen „zum Schreien komisch“ und tiefgründigem Coming-of-Age-Drama. Weitere passende Attribute wären die üblichen Teenage-Dramedy-Wörtchen „süss“, „peinlich“, „amüsant“, aber „Submarine“ ist sicherlich alles andere als die typische Guy-falls-in-love-with-girl-Schmonze.

Er handelt von dem 15jährigen Oliver Tate, der in gewisser Weise ein verwöhnter und überheblicher Typ ist, der sich für ‚was Besseres hält und unverstanden fühlt. Als er sich in eine Klassenkameradin verliebt, überanalysiert er jeden Aspekt der Beziehung und schafft es durch eine Reihe von typischen „Überforderter-Teenager“-Entscheidungen einen Pfad von Chaos in seinem Leben zu hinterlassen. Wie in vielen anderen Indie-Regiedebuts wird da einiges an ungewöhnlicher Kameraführung und Schnitttechnik ausprobiert, was stellenweise etwas zu aufdringlich ist, aber eben auch zu recht sehenswerten Einstellungen führt.

Kann ich wirklich empfehlen, wenn man auf etwas schräge Indie-Produktionen steht.

Der erstklassig passende und sehr hörenswerte Soundtrack des Films (nicht des Trailers, also nicht abschrecken lassen ;-)) stammt aus der Feder von Alex Turner (Arctic Monkeys).