Archiv der Kategorie 'TV + Serien'


"John Doe" Cliffhanger aufgelöst – Update

Montag, 11. Oktober, 2004

Vor zwei Jahren wurde „John Doe“ von FOX nach der ersten Staffel wegen schlechter Quoten abgesetzt. Das war für die Fans besonders schlimm, da die Serie mit einem gewaltigen Cliffhanger endete. In einem Artikel von Entertainment Weekly (leider nicht online AFAIK) wurde jetzt bekanntgegeben, wie es in Staffel 2 weitergegangen wäre und wie die ultimative Lösung der Serie ausgesehen hätte.

Wer’s nicht wissen will, sollte nicht weiterlesen.

Digger am Ende der letzten Szene war nicht wirklich Digger, sondern ein Phönix Clan Mitglied mit einer Gesichtsveränderung. Es hätte sich herausgestellt, dass die Phoenix Gruppe Doe als ihren Messiah ansahen und ihn eigentlich vor einer anderen Gruppe retten wollte, die ihn gerne gekillt hätten. Wie Doe auf der Insel landete? Ein Unfall bei einem Schiffsunglück, bei deren Explosion auch das Zeichen auf seiner Brust entstand (ein Stück Metall). Seine unmenschlichen Erinnerungsfähigkeiten soll er demnach durch diese Beinah-Tod-Erfahrung gewonnen haben, bei dem sein Geist an einen sprituellen Ort reiste, wo alle Fragen des Universums geklärt sind. Jedoch starb er nicht, sondern wachte nackt auf dieser Insel auf…

Irgendwie finde ich die Erklärung nicht sonderlich berauschend. Aber vielleicht haben die Macher ja von Anfang an darauf spekuliert, niemals das Geheimnis um Doe’s wahrer Herkunft lüften zu müssen…

Update Und mit etwas Hilfe aus der niederländischen Newsgroup nl.kunst.sf+fantasy bin ich auf einen Scan des Artikels gestossen: john.doe.solution.jpeg
Dort gibt es dann auch noch einen kurzen Satz zu John Does echtem Namen: Die Produzenten hatten sich eigentlich nie einen überlegt, Autor Brandon Camp nennt im Interview dann doch den Namen „Fred“.

Ausserdem gibt es in diesem Scan noch einen Artikel zu „Miss Match“, der NBC-Dramedy mit Alicia Silverstone vom letzten Jahr. Dort wird allerdings nur der Inhalt der 6 „unaired“ Epsioden besprochen, einen echten Cliffhanger gab’s da ja nicht. Somit ist das ein fetter Spoiler, denn die Episoden werden u.U. irgendwann mal in Deutschland komplett laufen. Im Nachhinein war die Serie übrigens ganz nett, aber das beste war leider der Titelsong von Marcy Gray.

EW.com: Best Fall TV Shows

Montag, 11. Oktober, 2004

Entertainment Weekly kürt die besten Shows des Herbstes:

Desperate Housewives (ABC): „lusciously hyperreal suburban paradise, and the genre-defying cocktail of a script knocks us silly with its mix of hilarious, ironic, dramatic, and oh-so-true moments“

Arrested Development (FOX): „eschewing all the common sitcom trappings (e.g., four cameras and a laugh track) and giving us television’s quirkiest humor“ (DVDs ab 18. Oktober!)

Veronica Mars (UPN): „Something weird has happened this fall TV season: We dig both of UPN’s (yes, we said UPN!) new dramas.“

The Wire (HBO): „Because The Wire is the most demanding, intelligent hour on television right now.“

Lost (ABC): „Layered with sci-fi and thriller subtexts, Lost is chockful of oh-my-God-they-did-not-just-do-that moments.“

RIP Christopher Reeve

Montag, 11. Oktober, 2004

Superman ist tot. Der Schauspieler Christopher Reeve, der seit seinem Reitunfall 1995 vom Hals ab gelähmt war, ist Sonntag Nacht an den Folgen eines Herzstillstandes gestorben. Er spielte in den 70er und 80er Jahren mehrmals die Hauptrolle von Clark Kent in den „Superman“-Spielfilmen und erlangte dadurch Weltruhm. Auch nach seinem folgenschweren Unfall verlor er nicht den Lebensmut und kämpfte energisch gegen seine Lähmung an. So spielte er 1998 die Hauptrolle in einem Remake des Hitchcock Klassikers „The Rear Window“ und trat kürzlich auch in der Serie „Smallville“ im WB auf, in der er auch in der gerade angelaufenen vierten Staffel einen Auftritt haben sollte.

Kirk und Spock fliegen wieder: Star Trek – The New Voyages II

Sonntag, 10. Oktober, 2004

Es gibt wieder neue Abenteuer des Raumschiffs Enterprise NCC-1701 mit Captain Kirk und natürlich Mr. Spock, Uhura, „Bones“ und Scotty. Nach William Shatner und dem restlichen Original Cast aus den 60ern sucht man aber vergebens in dieser Produktion einer Gruppe von Hard-Core Star Trek Fans aus den USA. Gerade veröffentlichten sie die zweite Episode ihrer Serie „Star Trek: New Voyages“, die sie als vierte Staffel der originalen Star Trek Serie einordnen. Für eine „Hobby-Produktion“ sind die Episoden erstaunlich gut gemacht – sie haben solides B-Movie Niveau und stecken locker so manche TV-Movie Produktion in die Tasche, die hin und wieder spät abends auf Kabel1 oder ProSieben laufen. Auch wenn die Sets und Kostüme bis aufs kleinste Detail den Original-Items aus der 60er Jahre Serie nachempfunden sind, will man laut Produzent und Hauptdarsteller James Cawley nicht das Feeling einer 60er-Jahre Show imitieren, sondern mit den Mitteln und Konzepten moderner Serien die Geschichte von „Star Trek – The Original Series“ weitererzählen.

Und das machen sie auch recht gut – schon an den Special Effects kann man sehen, was beispielsweise 1990 noch State-of-the-art gewesen war, ist heutzutage bereits in einer Hinterhof-Garage mit ein paar PCs machbar. In der zweiten Episode ist im Vergleich zur ersten Folge das Drehbuch auch etwas besser geworden und wohl auch dank dem hinzugekommenen Berater Eugene Roddenberry Jr. (der Sohn von Star Trek Erfinder Gene Roddenberry) kommt man dem Geist der originalen Serie erstaunlich nahe. Natürlich gibt es zahlreiche Klöpse in der 40minütigen Produktion, die Kameraführung ist teilweise arg verwirrend, die Schauspielerkünste manchmal grenzwertig, der Score aufdringlich und das Script hie und da mächtig holprig und zu sehr um den typischen Star Trek Humor bemüht. Dennoch zählt dies zu den ehrgeizigsten und besten Fan-Produktionen, die ich bisher gesehen habe und ist durchaus sehenswert.

Daher gibt’s auch ausnahmsweise hier mal einen Link auf eine Möglichkeit zum Download einer Serie – und sogar noch ganz legal: Die zweite Episode kann man auf der offiziellen Homepage http://www.newvoyages.com herunterladen – natürlich gibt es dort auch einen BitTorrent Tracker, der zum Download von Serien ja mittlerweile fast Standard ist. Auch die erste Episode gibt es noch vereinzelt zum Download, beispielsweise auf http://www.fluffygerbil.com/new_voyages/episode_01/

Die NBC Serie „Star Trek“ lief 1966 bis 1969 und wurde nach der dritten Staffel abgesetzt. Es gab zwar mal Pläne für eine Spin-Off gegen Ende der letzten Staffel und auch Ende der 70er („Phase II“), doch es dauerte bis in die späten 80er („The Next Generation“), bis die Serie nach dem Erfolg der Spielfilme auf den TV-Schirme zurückkehrte. Die jüngste Prequel Spin-Off „Enterprise“ startete letzte Woche in den USA auf UPN gerade in die vierte Staffel.

Quo vadis, ProSiebenSat1?

Samstag, 9. Oktober, 2004

Kaum bin ich mal für ein Tage weg, geht auch Anke – und zwar endgültig. Das ist wohl bisher die tiefste Kerbe im Image des Saban-geführten ProSiebenSat.1 Empires. 78 Folgen hat es also gedauert, bis man merkte, dass Engelke im „Ladykracher“-Format deutlich besser aufgehoben ist.

Eine ausführliche Auflistung der letzten Reality-Flops der Senderfamilie hat Marcel Rosenbach in einem Artikel für Spiegel Online zussammengefasst. Interessant ist auch die Rolle, die Schmidt-Vergrauler Schawinski in diesem ganzen Desaster gespielt hat und die im Artikel genauer erläutert wird.

Mir isses egal, meine Late Night Ansprüche werden von Sarah Kuttner weitesgehend zufriedengestellt… Und andere Frage — was macht eigentlich jetzt Anke’s Freund, der Band-Lead-Gitarrist, der extra von Raab hinübergewechselt ist? Bad career choice…

Gilmore Girls Season 5 Reviews

Sonntag, 3. Oktober, 2004

… werde ich nicht hier im Blog posten, sondern im Forum: Gilmore Girls Season 5

"Clubhouse", die zweite.

Sonntag, 3. Oktober, 2004

Meine Review zur Pilot-Episode hatte ich ja schon vor ein paar Monaten hier veröffentlicht. Zusammengefasst: Eine Serie kann man aus diesem Material nicht machen, zu seicht.

Nachdem ich mir nun die zweite Episode angesehen habe, kann ich diese erste Einschätzung nur unterstreichen. War im Pilot der Aaron Spelling Einfluss noch kaum zu spüren, schlug er in Episode 2 nun voll durch. Eine unfassbar vorhersehbare und moralgeschwängerte Story, die man auch 1:1 in 7th Heaven einbauen könnte und zur Krönung noch ein unglaublich schlecht schauspielernder Dean Cain, gegen den selbst ein Baseball-Schläger aus Vollholz eine bessere On-Screen Präsenz hat, machen diese Show höchstens vielleicht für Hard Core Baseball Fans interessant. Schade um Christopher Lloyd.

Kevin Hill (UPN)

Sonntag, 3. Oktober, 2004

Eine Serie um einen erfolgreichen Yuppie-Anwalt, der überraschend ein 10 Monate altes Kind von seinem verstorbenen Cousin erbt und nun sein ganzes Leben umstellen muss, das bisher nur von schnellen Autos und One-Night-Stands geprägt war — das klingt eigentlich eher nach einem billigen SatSieben Movie of the Week oder einer im Suff entstandenen Sitcom-Idee. Und wenn es dann auch noch heisst, dass diese Story in einer Dramaserie auf dem Mini-Network UPN laufen soll, geht man als Zuschauer mit extrem niedrigen Erwartungen an eine solche Sache ran. Und auf der Suche nach einem einprägsamen Titel für die Serie kam man schon wieder nicht weiter als bis zum Namen des Hauptcharakters. Naja, wenn man eh nichts anderes zu tun hat… und es wird ja schon so früh dunkel… und „Veronica Mars“ hörte sich ja auch erstmal ziemlich doof an…

Und dann passiert „Kevin Hill“ … so schnell wird wohl keiner mehr Witze über UPN machen.

Die Story ist nun wirklich nicht neu. Nicht erst seit Tom Selleck in „3 Männer und ein Baby“ durchs Bild stoplerte, haben dutzende Spielfilme, TV-Movies und Sitcoms ein ähnliches Konzept aufgefahren. Doch „Kevin Hill“ ist anders und von der ersten Minute sympathisch. Das liegt vor allem an der beeindruckenden Präsenz von Hauptdarsteller Taye Diggs, der verblüffend glaubwürdig herüberkommt – sei es als draufgängerischer Yuppie oder als überforderter junger und sorgender Vater.

Dazu kommt ein erstklassiges Skript, das perfekt den schmalen Grat zwischen „Will & Grace“-Schwulencomedy, „The Practice“-Anwaltskrimi und ernsthaftem Drama mit Tiefgang meistert. Auch die Nebendarsteller überzeugen. Christina Hendricks („Firefly“) als schüchterne, aber gerissene Anwältin überrascht positiv, Michael Michele gefiel schon in „ER“ und Patrick Breen als schwule Nanny sorgt für den leichten Comedy-Touch.

Nach „Veronica Mars“ ist „Kevin Hill“ gleich das zweite qualitativ überzeugende Drama, das man im letzten Jahr selbst auf den großen Networks zum großen Teil vergebens suchte. Da verzeiht man auch das Betiteln der Serien nach dem Hauptdarsteller. Vielleicht hat es mit der Reality-Schwemme zu tun, dass gute hochwertige Skripte jetzt mehr und mehr auch an die kleinen Networks „verdrängt“ werden – mir soll’s recht sein.

Im Gegensatz zu „Veronica Mars“ ist „Kevin Hill“ aber auch ein großer Zuschauerhit. Mit über 4 Millionen Zuschauern machte die Premiere das parallel laufende „The Mountain“ (2,96 Mill. Zuschauer, WB) zu Recht kräftig nass. Hoffentlich können beide UPN Produktionen ihre hohe Qualität auch über eine ganze Staffel halten.

The Simpsons: "At least two more years, and maybe two more after that"

Samstag, 2. Oktober, 2004

In einem Interview mit Entertainment Weekly sprach Matt Groening Ende September über seine Shows „The Simpsons“ und „Futurama“. Die Zukunft von „Futurama“ (das 2003 von FOX abgesetzt wurde) scheint doch noch nicht endgültig besiegelt zu sein, Groening hat durchaus noch Hoffnung, dass es noch weitere Episoden ähnlich wie bei „Family Guy“ geben könnte. Storymaterial für weitere Episoden hätten er und sein Co-Produzent David Cohen jedenfalls noch zur Genüge.

Zum wiederholten Male kritisierte er FOX für die Behandlung von „Futurama“ in den zurückliegenden Jahren.

It was frustrating to have a show on Fox at 7 on Sunday night when Fox’s slogan was “The fun begins at 8!“ I got the feeling that they didn’t even realize we were on the schedule.

Zur Zukunft der „Simpsons“ äußerte sich Groening weitaus positiver – offensichtlich hat er durchaus Ambitionen, eines Tages auch noch eine 20. Season der Serie zu produzieren.

Hintergrund Artikel über "Desperate Housewives"

Samstag, 2. Oktober, 2004

Ein interessanter Artikel über die Entstehung der Housewives wurde in deseretnews.com (ist irgendwo in Utah) veröffentlicht: deseretnews.com | Producer’s ‚Desperate‘ mom inspired fall’s best new show. Die Show hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich – geschrieben in 2002 wurde die Show zunächst von diversen Networks abgelehnt, weil die (ehemalige) Agentin des Autors keine Ahnung vom Business hatte. Kurz darauf wurde sie wegen Betrugs verurteilt. Heh. Bad career choice. Am 15. 9. 2003 kaufte schließlich ABC die Show, das erste Skript seit 8 Jahren.

 

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