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Veronica Mars – The Movie

Donnerstag, 14. März, 2013

„a long time ago we used to be friends“

Aus der Kategorie „Es geschehen noch Zeichen und Wunder“ kommt die Meldung, dass der „Veronica Mars“-Spielfilm nach all den Jahren nun doch noch Realität werden könnte. Zwar nur als Low-Level-Produktion, aber immerhin mit Kristen Bell und einigen weiteren Original-Darstellern aus der Serie. Rob Thomas hat an der Idee für einen Spielfilm nie wirklich losgelassen, auch wenn Warner Brothers ihm bekannterweise mehrmals einen Korb gegeben haben. Nun will er es als Fan-Projekt via Kickstarter finanzieren und wie auch nicht anders zu erwarten, kamen die geforderten 2 Millionen US-Dollar innerhalb weniger Tage/Stunden zusammen. Aktuell steht das Spendenbarometer schon bei 2,5 Millionen Dollar. Demnach müsste der Film bereits im Sommer gedreht werden können, mit einer Kino-Veröffentlichung („in selected cities“) Anfang 2014. Vor einigen Jahren hätte ich das alles als illusorischen Wunschtraum abgetan, aber die Zeiten haben sich definitiv geändert. Das könnte wirklich funktionieren — ich würde mich jedenfalls tierisch freuen, nach so langer Zeit nun doch noch einen weiteren Blick in das Leben von „Veronica Mars“ zu werfen 🙂

Details hier: http://www.kickstarter.com/projects/559914737/the-veronica-mars-movie-project Zumindest das Spendenaufruf-Video auf Kickstarter sollten sich alle Veronica-Mars-Fans unbedingt anschauen — alleine schon der alten Zeiten wegen 🙂 …

Update: Jetzt sind es schon 3,2 Millionen und die Aktion hat einiges an Wirbel verursacht. Natürlich stürmten die Massen auch gleich auf den armen Joss Whedon los, der doch bitteschön gleich mal morgen ein Firefly-Kickstarter aufsetzen solle. Buzzfeed konnte kurz mit ihm sprechen und von ihm gab es dann auch die ausführliche Begründung, warum das so schnell kein Modell für Firefly sein wird (kurze Version: Whedon ist viel zu beschäftigt dank seinem Marvel-Deal für die nächsten drei Jahre).

Alan Sepinwall hat ein paar Details zur Entstehungsgeschichte der Kampagne, die wohl bereits vor einem Jahr mit ersten Diskussionen und Planungen bei Warner Brothers begann.

Auch anderswo schaut man interessiert zu:

Diane Ruggiero verlässt "The Ex List"

Samstag, 13. September, 2008

Wenn ein Showrunner bei der eigenen Show kurz vor Beginn der Ausstrahlung das Handtuch wirft, dann heißt das meistens gar nichts gutes. Dementsprechend bedenklich ist die Lage nun für die neue CBS-SitcomDramedy „The Ex List“, nachdem Creator/Executive Producer Diane Ruggiero „gegangen wurde„.

Die genauen Gründe für den abrupten Stabswechsel an der Spitze der SitcomDramedy sind nicht nicht bekannt, aber es liegt nahe, dass es kein sonderlich freiwilliger Abgang war. Rick Eid („Law & Order“) wird nun die Position des Showrunners bis auf weiteres übernehmen.

Ausgerechnet der Name „Diane Ruggiero“ war eigentlich ein Grund für mich, die Show im Auge zu behalten, denn sie war für einige der besten „Veronica Mars“-Drehbücher verantwortlich (und dort auch Executive Producer).

In „Ex List“ geht es um eine junge Frau, die eine Liste ihrer Ex-Freunde abklappert, nachdem ihr eine Wahrsagerin prophezeite, dass sie bereits ein Date mit ihrem perfekten Ehemann gehabt hätte. Die Serie basiert auf einer Comedy aus Israel.

Die Wahrscheinlichkeit eines "Veronica Mars"-Spielfilms

Mittwoch, 27. August, 2008

Alle paar Monate tauchen in den üblichen Gerüchte-Küchen (Ausiello, Kristin) wieder die gleichen vagen Andeutungen auf: Rob Thomas sei ja noch so interessiert an einem „Veronica Mars“-Film und auch Kristen Bell würde unbedingt wieder mitmachen wollen. Und es sei ja alles schon so gut wie in trockenen Tüchern.

Ich frage mich allerdings, wie groß die Wahrscheinlichkeit wirklich ist, dass dieser Film (und sei es nur als „Movie-of-the-Week“ auf einem Cable-Network) jemals zustande kommt. Denn auch wenn das Brouhaha und der Kritiker-Buzz um die Show zumindest im Web immer sehr groß war, so muss man doch auch akzeptieren, dass die Quoten „in der realen Welt“ immer fürchterlich niedrig waren. Die Serie konnte somit erwiesenermaßen einfach nie das breite Publikum ansprechen. Welcher wirtschaftlich denkende Produzent würde da also gutes Geld in ein Projekt stecken, dessen Erfolgsaussichten derart gering sind? Die erste Anlaufstelle wird natürlich Joel Silver sein und der dürfte in den letzten 20 Jahren dank solcher Blockbuster wie „Die Hard“, „Lethal Weapon“, „Matrix“ und einigen mehr schon durchaus eine üppige Portokasse angespart haben. Aber ist er auch bereit, ein paar Millönchen in solch ein Projekt zu stecken — just for fun?

Mein Eindruck ist vielmehr, dass natürlich alle Beteiligten solch ein Projekt gerne machen würden, nur wie das rentabel sein soll, weiß keiner. Oft werden die Serie „Firefly“ und der darauf basierende Spielfilm „Serenity“ als Paradebeispiel herangezogen, aber in meinen Augen hinkt dieser Vergleich. „Firefly“ wurde nach nicht mal einer Staffel vorzeitig abgesetzt, „Veronica Mars“ und das CW/WB hatten hingegen drei Jahre lang immer wieder neue Versuche gestartet, um Zuschauer an die Serie zu binden und hatten ausgesprochen viel Geduld mit der Serie. „Firefly“ hatte eine beeindruckende Grassroots-Kampagne der Fans ins Rollen gebracht — das „Veronica Mars“-Fandom ist jedoch mittlerweile recht ruhig geworden. Und dann sollte man auch nicht vergessen, dass „Serenity“ zwar zuletzt in die schwarzen Zahlen rutschte, aber ein großer finanzieller Erfolg war das Projekt dennoch nicht. Zudem floppte gerade letzten Monat als weiterer Vertreter der „from-the-tv-to-the-big-screen“-Klasse ein weiterer X-Files-Spielfilm mit Bravour an den Kinokassen.

Fazit: Ich glaube nicht, dass es in den nächsten Jahren einen „Veronica Mars“-Film geben wird. Das ist zwar wirklich schade, aber ärgerlich sind auch diese ständig wiederkehrenden „es fehlt nicht mehr viel“-Verlautbarungen in den einschlägigen Medien, die dann doch nur unberechtigte Hoffnungen wecken. Als Fan der Serie sollte man seine Erwartungen also lieber gering halten.

Stattdessen freue ich mich jetzt lieber darüber, dass ABC das Remake von Rob Thomas‘ alter Serie „Cupid“ (mit Bobby Cannavale und Sarah Paulson) endlich offiziell in Auftrag gegeben hat. Es wird aber wohl bis zur Season 2009/10 dauern, bis die Show auf die Bildschirme kommt. Im gleichen Atemzug hat ABC übrigens auch grünes Licht für neue Serien-Projekte von/mit Amber Tamblyn („Joan of Arcadia“) und Nathan Fillion („Firefly“) gegeben („The Unusuals“ respektive „Castle“ ).

Keine "Veronica Mars" auf dem ZDFdokukanal

Samstag, 9. August, 2008

Eigentlich sollte hier ein Beitrag zur täglichen Ausstrahlung von „Veronica Mars“ im ZDFdokukanal stehen. Es war geplant, alle 64 Episoden der Serie ab heute täglich um 20:30 zu zeigen. Doch man hat die Ausstrahlung kurzfristig abgesagt, wie DWDL.de berichtet auf Grund von Lizenzproblemen.

Eventuell gibt es einen neuen Anlauf für eine Komplettausstrahlung in 2009. Vielleicht wird bis dahin auch der unpassende Sendername den sich mittlerweile abzeichnenden neuen Programminhalten angepasst. Man darf darüber diskutieren, ob die früheren miserablen Sendeplätze im „richtigen“ ZDF (samstags 14 Uhr, dann irgendwann mitten in der Nacht) besser waren als ein solcher Prime-Time-Termin auf einem unbekannten Spartenkanal.

Zwar wird wohl auch dort kaum ein neuer Zuschauer die Serie entdecken, viele Besitzer eines digitalen TV-Empfängers müssen den ZDFdokukanal wohl auch erstmal in der Senderliste suchen gehen. Wenn nicht gerade sensationelle Kracher-EM-Spiele zwischen Griechenland und Schweden anstanden oder olympische Wettbewerbe im Bogenschießen einen Sendeplatz benötigten, fristeten viele der öffentlich-rechtlichen Spartenkanäle eher ein mickriges Dasein. Aber ich muss sagen, in den letzten Monaten tat sich dort einiges, insbesondere EinsFestival hat sich mit vielen Musiksendungen wie „London Live“, „Popsplits“ und Perlen aus dem Rockpalast-Archiv sowie „Shaun das Schaf“ heimlich auf meiner Kanalliste nach vorne gearbeitet. Und EinsExtra ist alleine schon wegen der „Tagesschau vor 20 Jahren“ ein Muss 😉

Veronica Mars 4×01 – The FBI Moments

Donnerstag, 25. Oktober, 2007

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*seufz*. Das hätte durchaus ‚was werden können. Der kleine Zeitsprung und das Setting von „Vroni“ beim (seltsamerweise unkenntlich gemachten) FBI funktioniert in den wenigen Minuten dieses Teasers eigentlich ganz gut. Ich muss aber auch sagen, dass es mich nicht vom Sockel gerissen hat. (Spoiler voraus) Naja, vielleicht bis auf die kurze Szene bei Veronicas göttlicher Slow-Motion-Verfolgung des Schuldirektors in Unterhosen.

Das war ein geschickter Schachzug, die Serie im Grunde schon wieder in der Highschool beginnen zu lassen und ein wenig mit den Erwartungen des Zuschauers zu spielen. Der Trailer musste in den knappen 15 Minuten aber zuviel Material auf einmal unterbringen (logischerweise um den Powers That Be mögliche zukünftige Storylines anzudeuten) und wirkt dadurch etwas gehetzt. Kristen Bell schien mir zudem dann doch etwas zu jung für diese Rolle. Auch die Nummer mit dem Ex, der zufälligerweise nun auch in der gleichen Abteilung arbeitet, wirkte etwas abgedroschen. Aber Vroni mit ’ner Waffe im Anschlag hat ‚was :-).

Ich hätte sicherlich eingeschaltet und ich glaube, die Serie hätte genauso gut funktioniert wie im Highschool/College-Setting der ersten Staffeln. Vielleicht hätte man auch etwas düstere Stories umsetzen können, mehr in die Richtung von „The Inside“. Aber ob diese FBI-Variante dann bessere Quoten als das „Original“ eingefahren hätte, bezweifle ich. Das hätte zu großen Teilen aber auch am CW gelegen, das ohne die DVR-Nutzer mittlerweile wohl komplett aufgeschmissen wäre.

vm4.jpgAber das CW wollte sich darauf ja eh nicht einlassen und so haben wir nun immerhin durch diesen Trailer einen kleinen Mini-Abschied von „Veronica Mars“ und einen versöhnlichen Ausblick auf den weiteren Weg, den dieser Charakter gegangen wäre. Die komplette dritte/letzte Staffel (samt dieses Trailers für die nie realisierte Staffel 4) ist seit dieser Woche auf DVD erhältlich.

Und wer immer noch nicht loslassen kann, dem bietet „Heroes“ in der zweiten Staffel momentan eine Gelegenheit, Kristen Bell quasi in der gleichen Rolle wiederzusehen. Naja, fast. Ich hatte zumindest bei ihrem ersten Auftritt einige heftige déjà-vus, besonders in der Szene, in der sie in ihrem Auto auf der Lauer lag. Abgesehen davon, dass ihr „Heroes“-Charakter wohl keine Probleme mit ihrer Stromrechnung hat und etwas „böser“ ist, riecht mir Kristens Auftritt arg nach einer Art Geek-Stuntcasting, ähnlich gelagert sind die Auftritte all der Star-Trek-Alumni (sogar aus unterschiedlichen ST-Serien). Man muss aber auch dazu sagen, dass diese ersten Szenen mit Kristen in „Heroes“ noch recht mager waren, so durfte sie ihre „Kräfte“ erstmal nur andeuten. Vielleicht kommt da ja noch mehr. Insgesamt hat mir die jüngste „Heroes“-Episode eigentlich recht gut gefallen, die Charaktere treffen zwar immer noch idiotische Entscheidungen (allen voran Peter), aber immerhin gab es mal etwas Bewegung und vor allem die Szenen mit Parkman und seinem Vater fand ich interessant. Aber insbesondere die Storyline mit Hiro kommt gar nicht von der Stelle und ich kann nur hoffen, dass das in einem Gesamtzusammenhang irgendwann mal Sinn macht. Bisher gibt das mehr Anlass zum Stirnrunzeln.

Veronica Mars als Comic?

Dienstag, 12. Juni, 2007

Die Diskussionen um Wiederbelebungsversuche wird wohl so schnell kein Ende finden, aber hier ist mal eine Beitrag, der nicht von Ausiello oder E-Online stammt: Diane Kristine hat bei blogcritics ein Interview mit Rob Thomas veröffentlicht, in dem er unter anderem die Umsetzung der Show als Comic ins Gespräch bringt.

Thomas recently has been in talks with DC Comics about bringing the teen detective to comic books, an opportunity he’s enthusiastic about that will allow him to use the planned fourth season storylines. He’s also contemplating a feature film script based on the character.

Er geht auch kurz auf die Schokoriegel-Aktion der Fans ein, aber sie käme wohl einen Monat zu spät. Mittlerweile gäbe es keine Hoffnung mehr auf eine Fortsetzung.

Der volle Artikel bei Blogcritics

Veronica Mars: Nuts!

Donnerstag, 7. Juni, 2007

Selbst die „Jericho“-Fans sind wohl ein wenig überrascht, dass CBS nach knapp 2 Wochen und 20 Tonnen Nüssen nun doch nachgegeben hat und die Serie für weitere sieben Episoden verlängerte. Der Druck, der damit in der Mid-Season 2008 auf der Show lasten wird, ist nicht gerade gering — wenn das Experiment „Jericho 2.0“ scheitert, haben The Powers That Be bei anderen Networks zukünftig eine perfekte Antwort auf Fanpetitionen zur Rettung abgesetzter Serien: „Wenn es schon bei CBS und Jericho nicht klappte, wie soll es dann bei Serie XY funktionieren?“. Im Grunde müssten somit auch Zuschauer, die keine Fans dieser Show sind, nun an einem Überleben von Jericho interessiert sein. Denn früher oder später findet sich wohl jeder Serienfan mal mitten in einer „Save My Show“-Aktion wieder und ein erfolgreiches Vorbild à la Jericho wäre bei solchen Aktionen nur von Vorteil. Allerdings wird man frühestens bei den Upfronts 2008 abschätzen können, ob es wirklich funktioniert hat.

Also kann der „Jericho-Effekt“ noch nicht von großem Nutzen für „Veronica Mars“-Fanaktionen sein, die in den letzten Tagen wieder an Schwung gewonnen haben. Viele Fans klammern sich immer noch verzweifelt an den vor den Upfronts verkündeten Stichtag 15. Juni 2007, obwohl eigentlich niemand genau weiß, ob das Datum überhaupt noch irgendeine Relevanz hat. SaveVeronicaMars.com hat knapp $1600 gesammelt für eine halbseitige Anzeige im heutigen Hollywood Reporter. Zudem senden Fans nun auch „Mars“-Schokoriegel an theCW und Dawn Ostroff (Schokolade im Sommer per UPS verschicken? Hm…). Auch hier hat ein findiger Unternehmer die PR-Chance erkannt und bietet über seinen Amazon-Shop kostenloses Shipping für „Mars“-Riegel an, wenn man als Werbecode „VERONICA“ eingibt. Keine Ahnung, ob das auch von Europa aus funktioniert, bei televisionwithoutpity berichten internationale Fans diesbezüglich von Problemen. Unterstützt wird diese Aktion unter anderem von „Hercules“ von aintitcoolnews.com.

Veronica Mars: It Never Rains In Southern California

Donnerstag, 24. Mai, 2007

Da sass sie wieder in ihrem Auto vor dem Camelot-Motel, mit der SLR-Kamera in der Hand, „Backup“ auf der Rückbank und den Hausaufgaben auf dem Beifahrersitz. Die „gute, alte“ Veronica aus der Pilot-Episode. Die musste ich mir einfach noch mal anschauen, um den finalen „Mars“-Marathon zu vervollständigen.

Ich hatte neben der abschließenden Doppelepisode auch noch die Folge der Vorwoche „auf Halde“ liegen und somit ein üppiges „Restprogramm“. Und zumindest diese drittletzte „Uganda“-Episode war fast ein einziges Plädoyer für eine rasche Absetzung. Als Prozedural hat die Show einfach gar nicht funktioniert, insbesondere nicht mit solch seltsamen Stories wie der „Uganda“-Nummer oder der „Araber/Terrorist“-Story zuvor. Das waren die schwächsten Momente der ganzen Serie.

Das eigentliche Finale hingegen erinnerte wieder an jene „gute, alte Veronica“. Die ihre Hochform fand, wenn es persönlich wurde. Wenn sie die „Big Bads“ bekämpfen und auch mal heftige Rückschläge einstecken musste. Die nie auf ein glückliches Happy End aus war, sondern oft in düsteren Gefilden wandelte. Die auch mal wieder wirklich auf die Hilfe ihrer Freunde angewiesen war. Die zwar immer sehr smart ermittelte, aber nie so recht die Konsequenzen ihrer Handlungen für ihre Mitmenschen, insbesondere ihrem Vater, durchdachte. Und so war das Finale zwar nicht so versöhnlich und bei weitem nicht so abschließend wie das „Gilmore Girls“-Finale, aber dennoch passend für die Serie.

Die Beziehung zwischen Veronica und ihrem Vater wird wohl auch einer der Teile der Show sein, die ich am meisten vermisse. Gerade in der Darstellung dieses ungewöhnlichen und oftmals komplizierten Eltern-Kind-Verhältnis war die Serie sehr stark, nicht zuletzt auch dank der erstklassigen Performance von Kristen Bell und Enrico Colantoni (Keith) . Der Vater, in ständiger Sorge um seine Tochter, der sich langsam damit abfinden muss, dass sie den gleichen gefährlichen Berufsweg wählt wie er — und dabei aber auch eine Portion Stolz nicht unterdrücken kann. Und die Teenage-Tochter, die zunächst schwer mit der Geschichte der Trennung ihrer Eltern hadert und auch mit rebellischen Schuldzuweisungen an den Vater nicht spart, aber dennoch die enge Bindung zu ihm nie wirklich in Frage stellt. Umso passender ist es, dass die Serie auch in den finalen Momenten mit diesen beiden Charakteren im Mittelpunkt den Ausklang fand.

Für ein Serienfinale wünscht man sich natürlich bessere Gelegenheiten, um von den Charakteren Abschied zu nehmen — aber dieser Wunsch wird leider nicht immer erfüllt.

Die Zuschauer der finalen Episode dürfen sich immerhin als Mitglieder eines elitären Clubs fühlen, gerade mal knapp 2 Millionen Zuschauer schalteten ein — bedingt natürlich auch durch das Finale des Tanzspektakels bei der Konkurrenz. Zumindest die Quoten lagen also damit voll im desaströsen Durchschnitt der gesamten Serie.

Als Fazit müsste man wohl Blumensträuße an Dawn Ostroff schicken um ihr dafür zu danken, dass sie die Show zwei Jahre(!) länger laufen ließ, als die Quoten es eigentlich rechtfertigten. Die Show hatte dieses Jahr das perfekte Lead-In, aber es hat rein gar nichts gebracht. Die Zuschauer hatten die Show schon 2004/05 links liegen lassen und daran hatte sich auch bis zuletzt nichts mehr geändert. Auch das Transcript der FBI-Version liest sich nicht sonderlich vielversprechend, sondern erinnert eher an das Ur-Konzept von „The Inside“. Und ein Kinofilm? Ernsthaft? Ja, jetzt werden natürlich gleich die „Firefly“-Vergleiche ausgepackt — aber da liegen doch wortwörtlich Welten dazwischen. Vielleicht ein TV-Movie, aber selbst da wird’s eng – die Zielgruppe ist einfach viel zu klein. Warum denn auch immer alles auf Zelluloid? Wie wäre es denn mal mit ‚was gedrucktem? Nein, nicht Comics. Aber gerade so eine Voice-Over-lastige Serie wie VM wäre doch ideal für eine Reihe von Novellen/Romanen, die die Handlung der Serie fortsetzen.

Anyway, ich bin mal gespannt, was Rob Thomas da derzeit mit Enrico Colantoni und Paula Marshall filmt, die beiden würde ich gerne mal wieder zusammen in einer Serie sehen. Insbesondere Paula Marshall („Cupid“), die wegen ihrer Schwangerschaft nur einen kurzen Gastauftritt bei „Veronica Mars“ hatte.

Wie auch immer, wir hatten unsere kleine, aber feine Show mit drei kompletten DVD-Sets und über 60 Episoden. Und wir können uns somit Veronica & Backup so oft anschauen wie wir wollen.

Achja, und überhaupt: „Rob Thomas is a whore.“ 😉

"Veronica Mars is dead"

Donnerstag, 17. Mai, 2007

kristenbell.jpgDiese jüngste Äußerung von CW-Chefin Dawn Ostroff auf der Upfronts-Pressekonferenz meldet zumindest Ausiello in seinem Upfront-Blog. Aber sie sei dennoch daran interessiert, etwas neues mit Rob Thomas und Kristen Bell zu machen. Was auch immer das wieder heißen soll.

Veronica Mars is over, but we’re talking about something else. I don’t know if it’s going to be anything. I’m being honest with you. It could come back in some form, but I don’t know what form that would be.“ She confirmed that the deadline to make a decision is „somewhere around“ the June 15 date i referred to previously.

Kristen Bell wird aber wohl dennoch beim Network bleiben, sie macht die Voice-Overs der „anonymen Bloggerin“ für die neue Drama-Serie „Gossip Girl“.

Rob Thomas hat derweil wohl das Angebot von CBS abgelehnt, bei der neuen Serie „Viva Laughlin“ einzusteigen. Er wolle sich entweder auf „Veronica Mars“ oder ein neues eigenes Projekt konzentrieren.

Und noch ein Update: Auch wieder via Ausiello, diesmal ein neues Zitat von Rob Thomas:

„No one has talked to me about a new, non-Veronica project. All my writer’s have been offered jobs elsewhere, and I believe they will now all accept these jobs. Very, very, very sad day around the VM offices.“

Und in anderen Veröffentlichungen und Blogs von anderen Besuchern der CW-Pressekonferenz ist nachzulesen, dass Dawn Ostroffs Äußerungen wohl nicht so mehrdeutig waren, wie Ausiello sie teilweise darstellt. Daher ist es wohl nun als Fakt anzusehen: „Veronica Mars“ kommt nicht mehr zurück. Und man muss wohl auch wirklich sagen: Die Show hatte nicht nur eine Chance, sondern mehrere. Aber es hat nunmal nicht funktioniert. Mit drei Staffeln hat die Serie ja auch mehr vorzuweisen als so manch andere „Cancelled too early“-Show.

Vielleicht haben wir ja noch Glück, und der Demo-Trailer für die FBI-Version schafft es noch auf die gerade angekündigte Season3-DVD oder auf irgendeine Website. Denn das würde ich ja doch noch gerne sehen.

In diesem Sinne: Goodbye, Veronica!

Morgen keine Entscheidung zu "Veronica Mars"?

Mittwoch, 16. Mai, 2007

Heh, gerade eben schrieb ich noch, dass die (subjektiv ;-)) wichtigste Entscheidung der Upfronts morgen bei der CW-Präsentation fallen würde, wenn das Schicksal von „Veronica Mars“ bekanntgegeben wird.

Laut Ausiello wird „Mars“ nun morgen definitiv nicht auf dem offiziellen CW-Lineup für den Herbst 2007 auftauchen. Doch es gäbe auch noch einen kleinen Hoffnungsschimmer: Das CW könnte Rob Thomas theoretisch noch bis 15. Juni Zeit geben, damit er noch ein komplettes Skript für die „Vroni beim FBI“-Version verfassen kann.

Für mich klingt das aber sehr nach dem allerletzten Strohhalm, den man noch irgendwo auftreiben konnte. Es sieht eher so aus, als wäre die Show am Ende.