Archiv der Kategorie 'TV + Serien'


"The Inside" verliert 20% Zuschauer

Freitag, 17. Juni, 2005

Die zweite Episode einer Serie ist in der Regel diejenige, an der man erkennen kann, ob die Show vermutlich ein Hit oder ein Flop wird. „The Inside“ tendiert wohl eher zu letzterem. Immerhin verlor die Show „nur“ knapp eine Million Zuschauer (von 4,79 auf 3,88 Millionen) gegenüber der Pilot-Episode, was die Serie schon mal aus der Kategorie „Desaster“ rettet. Aber überzeugend sind die Zahlen nicht.

„The Inside“ (households: 2.6/4, #13; adults 18-49: 1.6, #13). The new summer drama was off 19% in households and 20% in adults 18-49 from its debut numbers last week (households: 3.2/5; adults 18-49: 2.0 on 6/8/05).

David Nutter – der Mann für die Pilotepisoden

Donnerstag, 16. Juni, 2005

David Nutter ist eindeutig im SciFi/Fantasy Genre zu Hause. Der Regisseur, der scheinbar zu den Lieblingen im Hause Warner Brothers zählt, fiel mir zum ersten Mal durch seine Arbeit am Piloten für „Millennium“ auf, auch wenn er Anfang der 90er schon bei einigen „X-Files“ Episoden Regie geführt hatte. Seitdem erkennt man seine Handschrift recht deutlich: Mit seiner atemberaubenden Arbeit an den Pilotepisoden von „Roswell“ (meiner Meinung nach das Beste an der ganzen Serie) und später „Dark Angel“ setzte er jeweils die Richtlinien für das „Look & Feel“ der restlichen Folgen dieser Shows und definierte somit den Stil der Serien. Ebenso bei „Smallville“ und wohl auch „Without a Trace“. „Tarzan“ bewies schließlich, dass auch ein Regisseur, der alle Tricks kennt, eine miese Showidee nicht retten kann. Bei den ersten beiden Episoden von „Jack & Bobby“ zeigte er erneut sein Talent, gleichzeitig sollte er mit „Dr. Vegas“ eine miese Klischeeklitsche retten (was nicht gelang).

Und dieses Jahr nun „Supernatural“. Boy, was wollte ich diese Show hassen: Zwei typische WB-Teen-Schönlinge, eine nicht wirklich revolutionäre Storyidee und das auf dem Sendeplatz nach den „Gilmore Girls“. Ich denke man wird es mir verzeihen, dass ich da nur eine laue Girly-Show erwartet habe, bei der man viele nackte männliche Oberkörper durch ein unterdurchschnittliches Script und mäßige Schauspielküste stolpern sieht. Aber nix da, denn David Nutter führt Regie und stattdessen sehen wir junge, brennende Frauen. Whoa! Und meine Güte, ist die Show düster. Klar, es ist ein Ausflug in das (Teen-)Horrorgenre der letzten Jahrzehnte, das Produkte wie „Halloween“ und „The Ring“ hervorgebracht hat, gespickt mit erstklassigen Rock-Hymnen als Soundtrack. Aber ich hätte nicht gedacht, dass sowas mal zur Prime-Time ausgerechnet auf dem Sender läuft, der gerade „7th Heaven“ in die zehnte Staffel geschickt hat. Vermutlich wird die ganze restliche Serie wie schon im Falle von „Roswell“ nicht an die Pilotepisode heranreichen können, aber bei einer Pilot-Episode geht es vorrangig darum, die Zuschauer heiss auf mehr zu machen. Und das ist definitiv gelungen. Die Show hat jetzt schon genügend Schwung für drei Staffeln, selbst die limitierten Fähigkeiten von Jared Padalecki und Jensen Ackles können das vermutlich nicht verhindern.

[Aber ich male mir bereits jetzt farbenfroh die Massen von empörten Eltern aus, die Ende September im Anschluss an die kuschelige und familienkompatible Seasonpremiere der „Gilmore Girls“ beim Anblick von an die Zimmerdecke genagelten Frauen ihre Kiddies im Eilverfahren von der TV-Scheibe wegreissen…]

"Felicity" und J.J.Abrams "reunited"

Donnerstag, 16. Juni, 2005

Wie SciFiWire meldet, wird Keri Russell („Felicity“) in „Mission Impossible 3“ mitspielen. Das Drehbuch für dieses nächste Tom Cruise Großprojekt (ohje) schrieb J.J.Abrams („Lost“, „What about Brian?“), der sich seinerzeit mit der WB TV-Serie „Felicity“ einen Namen als Autor im TV-Business machte.

Joss Whedon und das Buffyverse: Man geht niemals so ganz…

Mittwoch, 15. Juni, 2005

Eigentlich hiess es ja, dass Joss Whedon sich aus dem TV-Geschäft zurückziehen wolle. Wenn diese Meldung von USAWeekend korrekt ist, dann hat sich Whedon doch noch ein Hintertürchen offen gelassen:

Will Joss Whedon, who created the „Buffy the Vampire Slayer“ and „Angel“ TV series, write a reunion show? Is he writing something new?

Whedon, 40, says if he goes back to „Angel“ or „Buffy“ it will be through „Willow or Faith, or another character that has great resonance with fans.“ He’s now getting „Serenity,“ his first movie as a director, ready for fall release. It’s based on his former series „Firefly:“ „I refused to let it die.“ Plus, he is percolating ideas for „about 30 things — TV series, books, comic books. That’s why I take pills to sleep.“

Ich bin mir allerdings nicht sonderlich sicher, ob Autorin Lorrie Lynch wirklich extra für dieses Snippet bei Whedon angefragt hat oder einfach nur eine alte Aussage aus dem Archiv kramte. Auf der anderen Seite wird ja auch nicht ausdrücklich eine TV-Produktion erwähnt. Ausserdem hat er nach „Serenity“ schon das nächste Großprojekt am Hals: Die Film-Adaption der Comicserie „Wonder Woman“ (Kinostart geplant für 2007).

Im Falle von „Serenity“ gibt es übrigens mittlerweile Gerüchte, die davon sprechen, dass Universal den Kinostart vorziehen will (bisher ist der 30. September geplant). Demnach sei man ziemlich überrascht über den großen Zuspruch bei den Preview-Screenings trotz Star Wars 3 und scheint sich mittlerweile zu ärgern, den Film nicht wie ursprünglich geplant im Mai auf die Leinwand gebracht zu haben.

Previews diverser US-Serien

Dienstag, 14. Juni, 2005

Einen kleinen Schatz für Serienfans gibt’s beim kanadischen Content Distributor CanWest Media zu heben. Dort finden sich Quicktime-Previews zu einigen kommenden US-Serien (jeweils etwa ein bis zwei Minuten lang).

Viel kann man von den extrem kurzen Ausschnitten nicht auf die gesamte Serie ableiten, dennoch hier mal mein Eindruck:

Prison Break: Sehr solide. Daumen nach oben.
Bones: Uh. Sorry, aber es wird noch einige Jahre dauern bevor ich David Boreanaz nicht automatisch mit einem Vampierkiller assoziiere. Und sein Dialog in dem Ausschnitt ist bestenfalls mäßig. Daumen nach unten.
Head Cases: Heh. Überraschender Schlusspunkt des Ausschnitts — wenn es mal keine „Daydreaming“ Szene ist. Daumen zur Seite.
Reunion: Extrem schwierig über diese kurze Szene zu urteilen. Die Musik ist schon mal gut… Daumen zur Seite.
Threshold: Blutende Nasen und ein Fernseher, der erschossen wird. Ich interpretiere das mal als versteckte gesellschafts- und kulturkritische Stellungnahme (hah, just kidding) und neige den Daumen ganz leicht nach oben.
E-Ring: Ging an mir vorbei. Daumen nach unten.
Fathom: Same as Threshold, aber mit ein bißchen besseren Effekten. Daumen ganz leicht nach oben.
Kitchen Confidential: „It’s not a pyramid, it’s a tipi“. Okay, durchaus amüsant und Voice Overs sind auch selten verkehrt: Daumen nach oben.
How I Met Your Mother: Das ist ohne Zweifel mein Liebling und zwar nicht nur wegen Alyson. Ein hochamüsanter Ausschnitt — Welten von Shows wie „Out of Practice“ entfernt (die in der ganzen Pilotepisode keinen einzigen Lacher unterbringt). Daumen nach oben.
The War at Home: Etwas sehr hölzern und alte Gags. Daumen ganz leicht nach unten.
My Name Is Earl: Die Slug-Line dieses Konzepts klang ja schrecklich. Aber der kurze Clip ist durchaus vielversprechend. Daumen nach oben.

Ausserdem ist mir gerade eingefallen, dass ich ja noch nicht meinen Senf zu den Previews der ABC-Shows gepostet habe:

Commander In Chief: „West Wing“ it ain’t. Etwas Pathos, „Hail to the Chief“ und Geena Davis wirkt nicht so recht sympathisch. Dennoch, mit den richtigen Scripts könnte es klappen. Daumen leicht nach oben.
Crumbs: Mittelmäßige Sitcom nach Schema 08/15. Daumen nach unten.
Emily’s Reasons Why Not: Hier klang das Konzept auf dem Papier doch eigentlich recht gut. Aber was daraus wurde ist wenig berauschend. Total unsympathische Charaktere. Und ein Beispiel, dass Voice Overs eine schwache Show auch nicht retten können. Daumen nach unten.
Evidence: Just another job show. Daumen leicht nach unten.
Freddie: Es gibt schlechtere Sitcoms. Aber auch bessere. Es hilft vermutlich auch nicht, dass ich Freddie Prince jr. nicht sonderlich leiden kann. Daumen zur Seite.
Hot Properties: Endlich wird mal eine Serie ihrer Kurzbeschreibung gerecht: Die Show ist wirklich so schlecht, wie sie auf dem Papier klang. Daumen nach unten.
In Justice: Hm, gar nicht mal so übel. Wiedermal viel Pathos und „es gibt ja so viel Böses in der Welt“, aber insgesamt akzeptabel mit Potential. Gute Kameraarbeit. Daumen leicht nach oben.
Invasion: Lost 2. Nur, dass hier noch kleine Kinder mitspielen. Daumen zur Seite.
The Night Stalker: Da könnte man was daraus machen. Für ein Drama ist der Clip leider wirklich zu kurz. Daumen zur Seite.
Sons & Daughters: Another Fake Reality Show with Steady Cam. Alles schon mal dagewesen. Daumen leicht nach unten.
What About Brian?: Die Ausschnitte hatten wenig Aussagekraft, es wurden eher zähe und wenig interessante Szenen gewählt. Die Show bekommt aber den „J. J. Abrams Bonus“ und erhält einen Daumen leicht nach oben.

Ingesamt eher enttäuschend, was ABC dieses Jahr an neuen Produkten im Line-Up hat. Aber warten wir mal ab, wie sich die einzelnen Shows noch entwickeln. Einen Knüller wie „Lost“ oder „Housewives“ sehe ich aber bis jetzt bei keinem Network. Insbesondere „Fathom“, „Invasion“ und „Threshold“ könnte ich bereits jetzt (20 Minuten nachdem ich die Clips sah) nicht mehr auseinanderhalten.

Blogs von TV-Machern

Montag, 13. Juni, 2005

Heutzutage ist ja jeder und alles online — auch TV-Macher sind zunehmend im Web aktiv und haben sogar eigene Blogs. Mir geht es hier um eher unbekannte Websites (wenn auch einige bekannte „Klassiker“ dabei sind), auf denen die Autoren/Schauspieler/Produzenten regelmäßig selbst posten und einen Einblick in das Business geben. Sonstige offizielle Sites, die alle Schaltjahr mal eine „Message“ der jeweiligen „Celebrity“ posten gibt’s über Google ja zuhauf. Ich werde diesen Eintrag soweit es geht aktuell halten — Ergänzungen sind herzlich willkommen. Vielleicht sortiere ich die Liste mal, wenn ein paar zusammengekommen sind.

AUTOREN / PRODUZENTEN

Blog von Karen Hall (Schwester von Barbara Hall („Judging Amy“, „Joan of Arcadia“)) — derzeit Autorin für „E-Ring“.

Blog von Lee Goldberg („Missing“, „Monk“, „Diagnosis Murder“, und Autor der Buchreihe „Unsold Television Pilots“)

Rob Thomas Homepage (Autor von „Veronica Mars“)

Blog von Alex Epstein (Autor des Buchs „Crafty Screenwriting“ und Autor der Space Serie „Charlie Jade“)

Blog von Warren Ellis (Autor von „Global Frequency“).

Blog von Charles Deemer (Autor diverser Bücher zum Thema Scriptwriting)

Blog eines anonymen Movie Executives der über diverse amüsante Film- und Serienangebote bloggt.

Blog von Paul Guyot („Snoops“, „Felicity“, „Judging Amy“).

Blog von John August („Big Fish“, „Charlie’s Angels“)

Artfulwriter.com von Craig Mazin („Scary Movie 3 & 4“ ) und Ted Elliott („Shrek“, „Aladdin“)

Blog von John Rogers (Produzent von „Global Frequency“, „The Core“).

Roger Avary (Writer u.a. „Pulp Fiction“) (Link von xDest)

Blog von Javier Grillo-Marxuach („Lost“ Autor) (Link von ETM)

Blog von Ron Moore („Battlestar Galactica“) (Link von Ron) sowie ein Videoblog von Executive Producer David Eick.

Blog von Peter David („Babylon 5“, Comics) (Link von Ron)

Blog von Chad Darnell (Casting Director “Alias“, “Crossing Jordan” ) (link von TME)

Blog von Bryce Zabel (Autor, Creator von „M.A.N.T.I.S.“, „Dark Skies“)

Blog von Cathy Belben, einer Bibliothekarin, die nun Autorin bei der zweiten Staffel von „Veronica Mars“ ist.

Blog von Jane Espenson („Buffy the Vampire Slayer“, „Tru Calling“, „Gilmore Girls“, „The Inside“ und aktuell „Jake in Progress“.) (link von mb)

Das offizielle Grey’s Anatomy Blog

SCHAUSPIELER

Ellen Muth („Dead Like Me“) postet gerne und häufig im Forum von ellen-muth.com.

Blog von Michael Welch („Joan of Arcadia“)

Blog von Wil Wheaton („Star Trek: TNG“)

Zach Braff („Scrubs“, „Garden State“)

William Shatner („Star Trek“, „Boston Legal“)

Neil Gaiman (Comicbuch Autor)

Blog von Kevin Smith („Jersey Girl“, „Mallrats“, „Clerks“, „Dogma“)

Jenna Elfman – nur sehr selten neue Einträge. („Everything I know About Men“, „Dharma & Greg“)

Tom Green („Road Trip“) (Link von xDest)

Pamela Anderson (bzw. ihr „Blog“ zur neuen Comedy-Serie Stacked) Unter der Rubrik „Favorite Blogs“ gibt’s dort auch Links zu den Blogs von anderen „Stacked“-Darstellern und Crewmitgliedern wie Alexis Vogel, Cory Myler, Kathleen Karridine, Paget Brewster, Brian Scolaro und Michael Sherman (Link von xDest)

Global Frequency

Sonntag, 12. Juni, 2005

Global FrequencyDer Pilot zur geplanten, aber nie verwirklichten WB Midseason Serie „Global Frequency“ ist kürzlich in „Umlauf“ gekommen — das ist die Gelegenheit (mit einem Jahr Verspätung) mal einen kleinen Blick auf die SF-Serie zu werfen.

„Global Frequency“ basiert auf den gleichnamigen DC Comics von Warren Ellis, der auch (gemeinsam mit ein paar „Angel“-Alumni) das Buch für diese TV-Adaption schrieb. Warren Ellis und seine „Frequency“ Comics sind in der Comic-Szene keine Unbekannten, daher wartete die Fangemeinde gespannt auf die TV-Fassung, die im Mai 2004 von WB eine Pilotorder bekam und eigentlich im Januar 2005 starten sollte. Ende 2004 wurde aber klar, dass theWB die Serie doch nicht in den Sendeplan übernehmen würde.

„Global Frequency“ ist eine unabhängige Organisation, die gegen das Böse in der Welt kämpft. Eine Art „Alias reloaded“, nur mit einem Touch mehr Sci-Fi. Das Besondere an der Organisation ist, dass es im Grunde ein weltweites Netzwerk aus Tausenden von „normalen“ Menschen ist. Alle Teilnehmer der „Global Frequency“ haben jedoch eine besondere Fähigkeit oder Begabung, die sie zu Fachexperten auf einem bestimmten Bereich macht – seien es Wissenschaftler auf den Gebieten Physik, Waffentechnik oder Nanotechnologie — aber auch andere „Begabungen“ sind gefragt wie beispielsweise professionelle Turnerinnen, die sich auch durch enge Schächte zwängen können. All diese Spezialisten (also eigentlich Menschen wie du und ich) sind in einem globalen Netzwerk organisiert und können über ein besonderes Mobiltelefon jederzeit lokalisiert werden, wenn ihre Dienste gerade benötigt werden. Geleitet wird dieses Netzwerk von der eiskalten Miranda Zero (Michelle Forbes), die wegen ihrer Initiativen von den Geheimdiensten der Welt gesucht wird. In der Pilotepisode stösst der Ex-Cop Sean Ronin (Josh Hopkins) durch Zufall zur Truppe und auf Anhieb erweist er sich als sehr wertvoll für die „Global Frequency“. Gemeinsam mit der Wissenschaftlerin Kate Finch (Jenni Baird) erforscht er das Mysterium von seltsamen elektrischen Entladungen in San Francisco.

Die Show hinterlässt einen zweischneidigen Eindruck. Einerseits handelt es sich um eine sehr raffinierte und wertvolle Grundidee von Warren Ellis, aber die Umsetzung halte ich für unbefriedigend. Konkreter: Die Idee einer Art „Alias reloaded“ Show ist nicht verkehrt und die optischen Effekte sowie Lightning, Editing und Kamerarbeit sind sehenswert. Man spürt die Nähe zum Comic-Genre, die Show kreiert eine beeindruckende Bildsprache — kurzum ein gelunges Beispiel für eine Adaption eines Comics im TV. Was aber die ganze schöne Bilderwelt zerstört ist das teilweise absolut haarsträubende und vor Pathos triefende Drehbuch. Schrecklich aufrechte Menschen, die für das Gute in der Welt kämpfen und dabei seichte Dialogzeilen wie „I’ve done many bad things in my life“ um sich werfen. Insbesondere Miranda Zero ist mir einfach zu kalt und steif — gut für einen Comic, schlecht für eine TV-Serie. Und was man dann in der Kürze der Zeit von den Charakteren erfährt, ist klischeehaft und vorhersehbar. Das übliche „Dunkle Vergangenheit“-Mysterium kann da wenig begeistern. Aber dann sind da wieder in manchen Dialogen kurze Blitze von Brillianz, insbesondere der trockene Humor der Show fand ich sehr ansprechend. Ferner muss man auch Josh Hopkins und Jenni Baird wirklich zugestehen, dass sie eine gute „On-Screen Chemistry“ haben und Jenni Bairds Charakter wird nach einer anfänglichen Wissenschaftler-Klischee-Eindimensionalität immer interessanter.

Zusammenfassend kann ich nicht verstehen, warum theWB das Konzept nicht weiterverfolgt hat. Die Grundlage für eine gute Show ist sicherlich gegeben. An den Drehbüchern hätte noch einiges gefeilt werden müssen, aber die Serie hatte das Potential, diversen „Special Team“ Shows auf den anderen Networks (All die Fathoms, Thresholds und wie sie alle heissen) einen Schritt voraus zu sein. Besser als „Tarzan“, „Bird of Prey“ und „Supernatural“ (unter Vorbehalt) wäre die Show sicherlich gewesen und hätte eine nette, „dunklere“ Ergänzung zum WB-Schedule nach der Absetzung von „Angel“ gebildet. Man hätte daraus ein nettes Prozedural mit einem zusätzlichen übergreifenden Story Arc basteln können. „Global Frequency“ Produzent John Rogers („The Core“) erzählt in seinem Blog aus Anlass des „Leaks“ der Pilot-Episode einige Hintergründe zur Absetzung. Demnach war vor allem der Personalwechsel an der Spitze des WB die Ursache dafür, dass GF fallengelassen wurde. John Rogers hat desweiteren auch noch ein paar Bilder vom Set gepostet — wer ihn noch nicht kennt, ein wirklich lesenswerter Blog, vor allem die „Lost“-Fanfiction… [Note to self: Ich sollte mal eine Liste von privaten TV-Writer/-Produzenten Websites machen … oder kennt jemand schon eine solche Liste?]

Free Dalek!

Sonntag, 12. Juni, 2005

Heh, die spinnen, die Briten. Eine Gruppe von Unbekannten hat nach Angaben der BBC einen Dalek entführt, der als Touristenattraktion ausgestellt war. Die Gruppe, die sich selbst „Guardians of the Planet Earth“ nennen, entfernten auch sorgsam die Strahlwaffe des Daleks und hinterliessen ein Bekennerschreiben. Darin bestätigen sie die Entführung des Daleks. „We are holding the Dalek captive. We demand further instructions from the Doctor.“

Ich tippe ehrlichgesagt auf einen Publicity-Stunt von der BBC selbst — dabei hätten die das doch gar nicht nötig. Die aktuelle „Doctor Who“ Staffel (die leider auch schon wieder fast zu Ende ist) gehört ganz sicher zu den großen Sci-Fi Highlights der letzten Jahre — und das hat sich bereits ‚rumgesprochen.

P.S: „Schlechter Wolf“! 😉

Rob Lowe zurück im "West Wing"?

Samstag, 11. Juni, 2005

Laut der Gossip-Sektion der NYPost wird Rob Lowe während den November-Sweeps voraussichtlich für fünf Episoden als Gaststar in der neuen Staffel von „The West Wing“ mitspielen. Noch sei der Vertrag nicht unterzeichnet, aber die Chancen stünden gut. Lowe hatte die Serie 2003 nach 84 Episoden angeblich auf Grund von unerfüllten Gehaltsforderungen verlassen, scheiterte in den darauffolgenden Jahren dann aber als Hauptdarsteller in den neuen Serien „The Lyon’s Den“ (eigentlich noch ganz gut) und „Dr. Vegas“ (fürchterliches Debakel), die beide nicht über 13 Episoden kamen. Derzeit spielt er in einer Miniserie für Lifetime namens „Beach Girls“.

Free Katie!

Freitag, 10. Juni, 2005

Kurze Notizen am Rande: Weder der Start der fünften Staffel von „Six Feet Under“ noch das Comeback von den „4400“ waren sonderlich herausragende Highlights. In „Six Feet Under“ übertreiben es die Autoren allmählich etwas mit den Halluzinationen und bei den Nate & Brenda Szenen drängte sich mir ein Dr. Carter & Kem déjà-vu auf. Und „the 4400“ — wie setzt man eine Serie fort, die eigentlich schon beendet ist? Das wirkt wie eine zehnte Staffel der „X-Files“. Aber kleine Mädchen, die böse Vorahnungen in ihr Tagebuch schreiben, kommen immer gut an. Bonuspunkte für den Auftritt von Summer Glau („Firefly“) — und schon wieder spielt sie eine Verrückte. Talk about type casting.

FOX hat inzwischen den Starttermin ihrer neuen Drama-Serie „Prison Break“ bekanntgegeben: Die zweistündige Premiere findet am Montag, den 29. August um 20 Uhr statt. Die Pilot-Episode macht einen sehr soliden Eindruck, Dominic Purcell bringt wie schon in „John Doe“ kaum mehr als einen Gesichtsausdruck zustande, aber das passt zu seiner Rolle. Wie die Serie aber mehr als eine Staffel mit Handlung füllen will, ist mir ein Rätsel. Aber bei FOX sind sowas ja eh weitesgehend irrelevante Gedankenspiele…

Achja, wer wird wohl Tom Cruise stoppen, der derzeit auf einer PR-Suicide-Tour unterwegs ist. Seitdem er seine alte PR-Beraterin gefeuert hat (angeblich weil sie ihn daran hindern wollte all zu offen über seine Scientology-Verbandelungen zu sprechen), tappt der Idi^WKerl von einem PR-Fettnäpfchen ins andere. Die arme Katie. Die Konkurrenz schläft aber auch nicht und versucht sich im Handy-Weitwurf – was in dem Falle aber eine Oscar-Nominierung kosten dürfte.

Und der Link des Tages (nicht dass es jemals einen „Link des Tages“ gab oder zukünftig geben wird, but who cares): The Med Speak of E.R.. Sehr nützlich, wenn man schon wieder mal die Hälfte der Medizin-Fachausdrücke nicht versteht.

 

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