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Zach Braff will neuen Film über Kickstarter finanzieren

Mittwoch, 24. April, 2013

Das hat nicht lange gedauert: Im Fahrwasser der überaus erfolgreichen Crowd-Finanzierung des „Veronica Mars“-Spielfilms (deutlich über 5 Millionen $ von mehr als 90.000 Fans) wollen nun auch andere Filmmacher die Kickstarter-Plattform als Weg zur Realisierung ihres Projekts beschreiten. Dazu zählt auch Zach Braff („Scrubs“), der mit seinem Regie-Debut „Garden State“ vor neun Jahren nicht nur mich begeisterte. Seit „Garden State“ und dem Ende von „Scrubs“ hat sich seine Filmkarriere jedoch nicht bedeutsam weiterentwickelt. Doch nun will er es nochmal versuchen und es wird spannend zu sein, ob er den Überraschungs-Erfolg von „Garden State“ wiederholen kann.

Dazu hat er bereits mit seinem Bruder ein Drehbuch für eine Film namens „Whish I Was Here“ geschrieben, das er nun mit der Hilfe von Fans via Kickstarter zu realisieren hofft.

Ich bin gespannt. „Garden State“ hatte mich seinerzeit auf eine (sehr geschickte) Art hauptsächlich durch die Story und den wohl grossartig zusammengestellten Soundtrack begeistert (und ich weiss, dass es auch viele Leute gibt, die den Film nicht sonderlich mögen). Ob dieser positive Effekt allerdings zu wiederholen ist, bleibt abzuwarten. Aber ich bin schon mal ein „Backer“, soviel Kredit hat er noch durch die „Garden State“-Zeit, dessen Soundtrack ich immer noch gerne höre 🙂
Dass er den Finanzierungswunsch von $2 Mio schafft, scheint mir nach dem Erreichen von $500’000 innerhalb weniger Stunden eigentlich sicher. Aber während Rob Thomas mit dem „Veronica Mars“-Kickstarter fast 1 Jahr in Vorbereitung verbrachte, versucht Zach das nun innerhalb von einem Monat auf die Beine zu stellen. Hoffentlich unterschätzt er den damit verbundenen Aufwand nicht. Aber es wäre zu wünschen, dass dieses Modell zumindest für einige (bekanntere) Independent-Filmmacher zukünftig eine veritable Finanzierungs-Alternative sein wird.

Kickstarter: Whish I Was Here

The Last Kiss – L'Ultimo Bacio

Freitag, 1. September, 2006

thelastkiss.jpgEndlich lag er heute im Briefkasten: Der „Last Kiss“ Soundtrack.

Wenn der Film das hält, was der Soundtrack bereits jetzt verspricht, dann dürfte das Remake von „L’Ultimo Bacio“ durchaus sehenswert sein. Mit von der Partie als Hauptdarsteller ist Zach Braff („Scrubs“). Zach durfte darüberhinaus nach dem Erfolg des „Garden State“-Soundtracks die Aufgabe übernehmen, auch den Soundtrack für „The Last Kiss“ zu produzieren. In seinem Blog bezeichnet er den „Last Kiss“-Soundtrack dann auch ausdrücklich als Fortsetzung des „Garden State“-Soundtracks. Und nächstes Jahr dürfte mit „Open Hearts“ wohl schon der dritte Teil seiner musikalischen Reise anstehen. Der Mann hat einfach ein gutes Händchen für schöne (wenn auch etwas „mellow“) Soundtracks, denen es gelingt, die jeweiligen Filme noch mal ein gutes Stückchen aufzuwerten. Welches Hoffnungen auch bei Lakeshore Records mit seim Namen verbindet, zeigt schon der kleine Aufkleber auf der CD: „handpicked by Zach Braff“.

Und ich denke, er wird den Ansprüchen auch druchaus gerecht. Wer den „Garden State“ Soundtrack mochte, für den wird das „The Last Kiss“ Album sicherlich auch kein Fehlkauf darstellen. Ich habe mich schon alleine darüber gefreut, dass Coldplay, Imogen Heap, Fiona Apple, Rufus Wainwright und Aimee Mann auf einem Sampler zusammengefunden haben — das ist ja alles andere als ein alltägliche Kombination, zeugt aber in meinen Ohren von dem „Mut“ von Zach Braff, solche Künstler auf einem Album zu vereinen.

1. Chocolate – Snow Patrol
2. Star Mile – Joshua Radin
3. Pain Killer – Turin Brakes
4. Warning Sign – Coldplay
5. Ride – Cary Brothers
6. El Salvador – Athlete
7. Hide And Seek – Imogen Heap
8. Reason Why – Rachael Yamagata
9. Hold You In My Arms – Ray LaMontagne
10. Prophecy – Remy Zero
11. Paper Bag – Fiona Apple
12. Today’s The Day – Aimee Mann
13. Arms of a Woman – Amos Lee
14. Cigarettes and Chocolate Milk (Reprise) – Rufus Wainwright
15. Paperweight – Joshua Radin and Schuyler Fisk

zachbraff_lastkiss.jpg

Aber ein Soundtrack ist ja immer nur ein Teil eines Filmes — im Mittelpunkt sollte ja eigentlich das auf Zelluloid gebannte Werk stehen. Das italienische Original legt die Latte für das Remake jedenfalls schon mal recht hoch. Es geht um Carlo (Stefano Accorsi), einen jungen Mann Ende 20 und seine drei Freunde — alle mehr oder weniger in der so genannten „Quarter Life Crisis“. Carlo steht vor der Entscheidung, seine langjährige Freundin Giulia zu heiraten und eine Familie zu gründen. Doch er fürchtet um seine Freiheit und schreckt vor diesem „endgültigen“ Schritt in die spiessige Welt der „Erwachsenen“ zurück. Genau richtig (oder falsch) kommt in diesem Moment die junge, 18jährige Francesca ins Spiel. Währenddessen kämpfen seine Freunde ebenfalls mit ihren Lebensplänen: Alles hinwerfen und auf eine Weltreise gehen oder doch lieber einen vernünftigen Job suchen? Doch wer glaubt, dass es die „Erwachsenen“ besser können, der irrt: Die Ehe von Giulias Eltern bröckelt bereits seit Jahren und implodiert nun endgültig.

„L’Ultimo Bacio“ macht eigentlich alles richtig: es erzählt eine schöne Geschichte mit glaubhaften Charakteren und ansprechend ineinander verwobenen Erzählsträngen. Carlos innerer Kampf dürfte für viele in der Altersgruppe sicherlich ein gewisses „Déjà-vu“ darstellen. Besonders faszinierend fand ich die Gegenüberstellung der Eheprobleme der Eltern und die Beziehungskrisen der nachfolgenden Generation — ich hoffe, dass „The Last Kiss“ dem Original da möglichst treu bleibt und sich nicht zu sehr auf die (wohl attraktiveren) jungen Hauptstars fokussiert.

Nur mit der ausladenden, hektischen und emotional reichhaltigen italienischen Sprache hab ich leider so meine Probleme und die deutsche Synchro macht die Sache auch nicht angenehmer. Bin mal auf die US-Fassung gespannt — Autor Paul Haggis ist ja spätestens seit dem Oscar-Erfolg von „Crash“ kein Unbekannter mehr und Zach dürfte eine ideale Besetzung für die Hauptrolle sein. Aber auch der Rest des Cast mit Rachel Bilson („The O.C.“), Eric Christian Olsen, Blythe Danner und Jacinda Barrett („The Real World: London“) durchaus gut ausgewählt.

In Deutschland ist das Original „L’Ultimo Bacio“ unter dem Titel „Ein letzter Kuss“ im Handel als DVD erhältlich. Der Soundtrack zum neuen Film „The Last Kiss“ gibt’s seit Anfang August nur als US-Import. Deutscher Kinostart ist der 16.11.2006 im Verleih der UIP.

Übrigens: Zach Braffs neue Website ist einen Abstecher wert. Viele Videos gibt’s da zu sehen, unter anderem eines seiner Projekte von der Filmhochsschule.

Zach Braff widmet sich "Open Hearts"

Donnerstag, 2. März, 2006

Der „Garden State“-Macher hatte es in seinem letzten Blog-Eintrag ja angedeutet: Zach Braff arbeitet an einem neuen Filmprojekt. Er hat bereits vor längerer Zeit die Rechte an dem dänischen Dogma Film „Elsker dig for evigt“ („Open Hearts“, 2002) erworben und will im Sommer nun ein Remake auf die Beine stellen. Heute gab nun Paramount bekannt, dass sie den Bietwettstreit um die Produktion des Films gewonnen haben und damit Studios wie Fox Searchlight und den Weinstein Brüdern zuvorkamen.

Zach wird ähnlich wie bei „Garden State“ auch bei „Open Hearts“ die Regie führen, das Drehbuch schreiben und eventuell auch eine Rolle in dem Film übernehmen. In „Open Hearts“ geht es um die beiden Paare Cecilie und Joachim sowie Marie und Niels, deren aller Leben nach einem schweren Unfall vollkommen verändert wird. Joachim wurde von einem Auto angefahren und ist seitdem ab der Hüfte querschnittsgelähmt. Cecilie beginnt daraufhin eine Affaire mit Joachims behandelnden Arzt Niels, dessen Frau Marie wiederum die Unfallverursacherin war…

Mit einem Rating von 7,7/10 hat der Original-Film bei der IMDb eine recht gute Bewertung (bei über 1500 Stimmen). Klingt also sehr vielversprechend. Nach dem exzellenten Werk „Garden State“ steht Braff unter erheblichem Erfolgsdruck … mal sehen, ob er nachlegen kann.