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Conan O'Brien geht zu TBS

Montag, 12. April, 2010

Habe leider nicht viel Zeit, daher nur kurz diese große Überraschung: Conan geht weder zu FOX noch zu HBO oder Showtime, sondern zum Cable-Network TBS.

Die Show startet im November und läuft Montag bis Donerstag um 23 Uhr, also eine halbe Stunde vor Leno/Letterman, aber leider auch zeitgleich zur „Daily Show“. Er ist damit Lead-In für die George-Lopez-Talkshow. O’Brien wird ähnlich wie Letterman Produzent und „Eigentümer“ seiner eigenen Show sein, eine Forderung die bei FOX zuletzt auf Widerstand gestoßen war.

Die Entscheidung dürfte auch eine große Überraschung für FOX sein, die sich in den letzten Tagen einfach nicht entscheiden konnten, wie sie zu einer Lösung mit ihren Affilliates kommen sollten.

Mir gefällt dieses TBS-Modell eigentlich recht gut, O’Brien ist doch eigentlich wirklich besser auf einem Cable-Sender aufgehoben. Dort rechne ich mit deutlich mehr Freiheiten als auf FOX, wo der Erfolgsdruck dann auch wieder recht groß gewesen wäre. Einzig der Sendetermin als Konkurrenz zu Stewart und Colbert ist ungünstig angesichts der identischen Zielgruppen, aber viele andere Timeslots gibt es in der Late Night nunmal nicht. Auswege wären nur noch der frühe Abend (19 Uhr) oder ein Wochenend-Termin gewesen, beides auch nicht ideal. Und im Zeitalter von Hulu und DVR sind Sendezeiten insbesondere für die junge Zielgruppe eh von geringerer Bedeutung.

Ich muss zugeben, vor diesem Tag war mir TBS eigentlich nur wegen „My Boys“ ein Begriff :). Der Kanal hat seine dicksten Pfründe wohl bei Baseball- und NBA-Übertragungsrechten sowie massig Syndication-Zweitverwertung von Network-Shows wie „The Office“.

Mehr bei Nikki Finke und bei der NY Times.

Update: Jay Leno als neuer/alter Host der "Tonight Show"

Freitag, 15. Januar, 2010

Update 21.1.10: Nach tagelangem Gerangel ist es seit wenigen Minuten endlich offiziell: Conan O’Brien verlässt die „Tonight Show“ und NBC. Jay Leno erhält das „Tonight Show“-Franchise und den 23:35 Uhr-Sendeplatz ab März zurück. Conans letzte Show findet am morgigen Freitag statt. Berichtet wird, dass Conan etwa 32 Millionen $ Abfindung bekommt, seine Crew weitere ca. 12 Mio $ und angeblich 4.5 Mio $ für den Executive Producer Jeff Ross. Ferner darf er bis September 2010 keine Show bei einem Konkurrenzsender starten und in nächster Zeit keine Medieninterviews zu dem NBC-Deal geben.

Zuletzt war auch zu lesen gewesen, dass NBCs Entscheidung gegen Conan und pro Leno einen simplen finanziellen Grund hatte: Während nun die O’Brien-Ära mit etwa 50 Mio $ abgeschrieben werden konnte, hätte eine Beendigung des Vertrages mit Jay Leno das Network angeblich über 150 Mio $ gekostet.

In den letzten Tagen hatte O’Briens „Tonight Show“ (wie zu erwarten) einen starken Anstieg der Einschaltquoten verzeichnet, er schlug Letterman in der Zielgruppe mehr als deutlich. Gleichzeitig war zu spüren, dass er die Anbiederung an Lenos frühere Zuschauerschaft endgültig aufgab und endlich nicht mehr „mit angezogener Handbremse fuhr“, seine Show hatte wieder den alten Biss und Quirligkeit aus seinen „Late Night“-Tagen. Das ist der Conan, wie ihn seine vorwiegend jungen Zuschauer mögen. Letzte Gäste werden unter anderem Tom Hanks und Will Ferrell sein.

Die Spekulationen über die Zukunft von „Coco“ werden in den nächsten Wochen sicherlich noch lauter werden. FOX ist angeblich mehr und mehr interessiert, aber auch Cable-Networks wie Starz, Comedy Central, Showtime und HBO werden als mögliche Kandidaten als neuer Arbeitgeber genannt.

Ende Update.

teamcocoEigentlich hätte ich das Fragezeichen in der Schlagzeile auch schon weglassen können, denn mittlerweile berichten nicht nur die Gerüchte-Hochburgen TMZ und Deadline Hollywood von einer kurz bevorstehenden offiziellen Ankündigung der Rückkehr von Jay Leno in sein altes „Tonight Show“-Format um 23:35 Uhr nach den Olympischen Spielen.

Nach den aktuell zirkulierenden Berichten wird Conan O’Brien bereits am kommenden Freitag (22. Januar) nach nur sieben Monaten seine letzte „Tonight Show“ auf NBC präsentieren. Das Network wird O’Brien wohl aus seinem Vertrag entlassen, derzeit sei nur noch fraglich wie hoch eventuelle Kompensationszahlungen an O’Brien ausfallen und ob NBC auf einer „non-compete“-Klausel besteht. (Dann könnte Conan im Extremfall bis zu dreieinhalb Jahre nicht für ein konkurrierendes Network arbeiten — es gilt aber als unwahrscheinlich, dass NBC darauf im vollen Umfang besteht).

Nach O’Briens öffentlicher Weigerung, zukünftig eine auf Mitternacht verschobene „Tonight Show“ zu moderieren, hatte NBC eigentlich nur noch zwei Optionen: Entweder Jay Leno oder Conan O’Brien kündigen. Dass es nicht mit beiden gleichzeitig geht, haben die vergangenen Wochen gezeigt.

Meine Güte, was für einen Schlamassel hat NBC da angerichtet. Ich hätte ehrlich gesagt auch nicht gedacht, dass NBC schon so schnell wieder einen Rückzieher macht und das „Jay-Leno-in-der-Primetime“-Experiment bereits im Februar abrupt beenden würde. Die Quoten waren für die „Jay Leno Show“ von 22 bis 23 Uhr eigentlich auch gar nicht so schlecht — sofern man sie in einer Kosten/Nutzen-Relation alleine für NBC Universal sieht. Aber ganz gewiss hat NBC die Rechnung ohne all die lokalen Sender/Affiliates gemacht, die im Anschluss von 23:00 bis 23:30 Uhr ihre Haupt-Nachrichten-Sendungen ausstrahlen und dort ihre wichtigsten Werbeeinnahmen verzeichnen. Die drohten seit den dramatischen Ergebnissen der letzten Sweeps-Zuschauererfassung zunehmend lautstark mit einem Boykott der Jay-Leno-Show.

Alle Anhänger des „Team Conan“ wünschen sich nun natürlich eine baldige Rückkehr des Rotschopfs ins TV. Primär liegen alle Hoffnungen auf einen raschen Wechsel zu FOX, aber man liest derzeit auch von vielen mahnenden Stimmen, die FOX auf die hohen Kosten eines solchen Projekts hinweisen (bis zu 70 Mio für ein neues Studio, einen Vertrag mit Conan, Promo-Kampagne und Zugeständnisse an die FOX-Affiliates). Den FOX-Affiliates geht es um 23 Uhr eigentlich recht gut, sie zeigen dort in der Regel Sitcom-Wiederholungen (wie „Seinfeld“ und „How I Met Your Mother“) und fahren damit nicht schlecht, weil sie ein attraktives Kontrast-Programm zu den Nachrichten-Sendungen und Talkshows auf den anderen großen Networks darstellen. Würde nun auch noch FOX (erneut) in den Talkshow-Zirkus einsteigen, gäbe es vermutlich erstmal nur einen kleinen Teil des Late-Night-Kuchens zu ergattern, auch wenn man durch die Möglichkeit, bereits zur vollen Stunde um 23:00 Uhr auf Sendung zu gehen, einen deutlichen Vorteil hätte. Eine Conan-bei-FOX-Show wäre in erster Linie eine PR-Aktion für die Marke FOX, für die man eventuell auch hohe Anlauf-Verluste in Kauf nehmen müsste. Aber ohne Zweifel wären Conan und FOX eine ideale Kombination (insbesondere für Conan-Fans), er könnte dann hoffentlich auch wieder mehr zu dem jugendlichen Stil seiner alten 12:35-„Late Night“-Show zurückkehren.

Vor Herbst 2010 oder eher Frühjahr 2011 wäre aber schon aus logistischen Gründen keine „Conan O’Brien Show“ auf FOX realisierbar.

Spannend wird es aber auf jeden Fall bleiben. Insbesondere die Entwicklung der neuen alten „Tonight Show with Jay Leno“ in den kommenden Monaten wird aufmerksam beobachtet werden. Und die Frage, wie lange der fast 60jährige Leno überhaupt noch moderieren will. NBC hat definitiv mehr auf Vergangenheit als auf Zukunft gesetzt, ob sich das noch rächen wird? (Aber wieviel schlimmer kann es denn eigentlich noch kommen?)

Immerhin hat diese rasche Entscheidung von NBC auch Vorteile: Das Network benötigt nun plötzlich fünf Stunden mehr Sendematerial um nach den Olympischen Spielen die Leno-Lücke um 22 Uhr zu füllen. Dadurch wird „Friday Night Lights“ bereits Ende April die FreeTV-Ausstrahlung der vierten Staffel beginnen, die neue Serie „Parenthood“ bekommt den exzellenten Sendeplatz nach „The Biggest Loser“ und die Chancen für eine Verlängerung von „Chuck“ im Herbst steigen ebenfalls.

There's no wanking in "Hamlet"!

Sonntag, 22. Februar, 2009
  • „Yes there is. Loads. But they call it soliloquies.“ effyEs ist mal wieder an der Zeit, die Qualitäten von „Skins“ zu loben. Die dritte Staffel entwickelt sich erneut auf einem hervorragendem Pfad irgendwo zwischen surrealer Überdrehtheit, rohem Teen-Drama und trauriger Gesellschaftskritik. Wenn man in „skins“ in einen Kleiderschrank tritt, kommt man ganz sicher nicht in Narnia heraus… Hilfreich bei der Zuschauerbindung dürfte sicherlich auch die alles andere als subtil eingefädelte „girl-on-girl-action“ sein oder jede beliebige andere sexuell aufgeladene Szene. Aber die Show bietet darüber hinaus auch faszinierendes und authentisches Drama um eine Gruppe spannender Charaktere, so dass die Serie in der nunmehr dritten Staffel den Vergleich mit den weniger provokanten „My So-Called Life“, „Freaks and Geeks“ und „Friday Night Lights“ keineswegs zu scheuen braucht. Die Kameraarbeit, die sich eindeutig nicht mit „dem Üblichen“ zufrieden geben will, begeistert mich auch jedesmal aufs Neue. Schmerzhaft ist allerdings der Gedanke an all die Soundtrack-Ersetzungen, die vermutlich bei der im April kommenden DVD-Veröffentlichung wieder stattfinden werden. Denn der Soundtrack ist ein wichtiger (und exzellent gewählter) Teil der Serie.
  • Ich wünschte, etwas Positives könnte ich auch zur zweiten Episode von „Dollhouse“ schreiben, aber mir fällt wenig ein. Die Show ist immerhin noch nicht so frustrierend wie „Fringe“, aber als Zuschauer muss man schon ziemlich hartnäckig nach Haltepunkten in Form von identifizierbaren Charakteren oder Plots suchen, um das Interesse an der Serie wachzuhalten. Ich reihe mich auch in den Chor der Kritiker ein, die den früher so Whedon-typischen Humor in seinen Dialogen vermisst. Hier und da blitzt etwas Vielversprechendes auf („We have a situation. The kind you need to shoot at.“), aber derzeit steckt die Show noch ganz tief in Genre-typischen Prozedural-Formalismen fest, versehen mit den mittlerweile leider üblichen „Season-Mysteries“. Die Quoten sind immerhin im Vergleich zur Vorwoche nicht drastisch eingebrochen (von 4,7 Mio auf 4,3 Mio), aber mal ehrlich: Viel mehr „einbrechen“ geht da auch nicht mehr. Selbst ein LOLCATS-Testbild würde gute 2,5 bis 3 Mio Zuschauer anziehen, wir reden hier von FOX und (noch) nicht vom CW. Aber dennoch wird FOX meiner Einschätzung nach alle Episoden ausstrahlen — zu lauthals hat man noch im November getönt, dass man der Serie 12 bis 13 Wochen(!) Zeit lassen würde, um Zuschauer zu finden. Und ja, alle dreizehn Episoden (plus unaired Pilot) sollten zu diesem Zeitpunkt bereits abgedreht sein.
  • „Middleman!“ Nachdem man Matt Keeslar nun gerade in „Dollhouse“ als psychotischer Killer gesehen hat, gibt es übrigens auch Neuigkeiten zu seinem vorherigen Projekt: Die Absetzung von „Middleman“ ist offiziell (keine Überraschung), aber ebenso offiziell ist nun auch die DVD-Ankündigung dieser goldigen Sommer-Serie. Natürlich kommt das DVD-Set aus dem Hause Disney/ShoutFactory und wird zeitgleich mit einem Comic veröffentlicht, der die finale Episode in gezeichneter Form darstellen soll.
  • Ein Satz auch noch zu „Life„, das wohl auch bald in die ewigen Jagdgründe eingehen wird: Das „Season-Mystery“ um die bösen Drahtzieher, die Charlie Crews unbedingt zum Schweigen bringen wollen, ist in meinen Augen mittlerweile komplett überflüssig. Es kommt nicht oft vor, dass ich einer Show empfehlen würde, nur noch auf prozedurale Elemente zu setzen, aber in „Life“ wirkt diese ganze Intrigen-Nummer mittlerweile wie ein gigantischer Fremdkörper. Der unschlagbare Charme dieser Serie besteht zu 98% aus der Interaktion von Crews mit seiner Partnerin Reese sowie Captain Tidwell. Mehr braucht die Show gar nicht (okay, gerne genommen wird noch der gelegentliche Gastauftritt von Christina Hendricks ;-). Aber eigentlich auch egal, die Serie ist so oder so am Ende :-(.
  • „L.A. is gonna eat you alive!“. Eine weitere Show feierte am Freitag ihre letzte Ausstrahlung: „Late Night with Conan O’Brien„. Nach über 13 Jahren und 2700 Sendungen wechselt Conan ab Juni nach Los Angeles und in den 23:30-Uhr-„Tonight Show“-Slot. Sein Abschied von seiner alten Show und New York am Freitag war reichlich emotional, auch wenn er nicht (wie Letterman seinerzeit) das Network verlässt. Gerade im Vergleich zu den alten „best of“-Videos aus der Anfangszeit fällt eigentlich nur eines auf: Conan ist dürrer geworden ;). Seinen Stil hat er in den 13 Jahren aber fast unverändert beibehalten und ich denke, daran wird sich auch in Los Angeles nichts ändern, insbesondere da Jay Leno dem konservativeren Publikum erhalten bleibt. Vermutlich wird er solche extremen Sketches wie den „Masturbating Bear“ zurücklassen, aber wie er in seiner finalen Dankesrede betonte: Er bleibt immer Conan, er weiß gar nicht, wie er sich „erwachsener“ verhalten sollte :). Sobald Conan im Sommer die Tonight-Show übernimmt, kann man ihn auch vielleicht wieder bei CNBC Europe sehen, die ihn seit Januar aus dem Programm verbannt hatten (wenn die sich nicht dazu entscheiden, die neue Leno-Show zu senden).
  • Und zum Schluss noch ein Programmhinweis: Heute ist mal wieder Oscar-Nacht. ProSieben überträgt live. Ich habe noch nicht viele der in den Top-Kategorien nominierten Filme gesehen und werde die Veranstaltung wohl am Rosenmontag wie üblich „live on tape“ und mit dem Finger über der Vorspultaste „genießen“. Hugh Jackman als Host dürfte mal ein interessantes Experiment sein. Abgeschafft wurde aber wohl eines der makabersten „Highlights“ der früheren Oscar-Shows: Während der obligatorischen Slideshow-Huldigung der Verstorbenen wird der Ton aus dem Auditorium stummgeschaltet. Also kein Todesfall-Applaus-o-meter mehr.

"The Tonight Show with Conan O'Brien" ab 1. Juni 2009

Montag, 21. Juli, 2008

Am 25. Mai 1992 übernahm Jay Leno die „Tonight Show“ von der TV-Legende Johnny Carson. Fast exakt 17 Jahre später, am 29. Mai 2009, wird Jay Leno zu letzten Mal als Gastgeber der NBC-Talkshow auftreten und seinem Nachfolger Conan O’Brien das Zepter (und die Quotenkrone) übergeben. Diese Termine gab NBC heute offiziell bekannt.

Der designierte Thronfolger O’Brien wird nach aktuellen Gerüchten wiederum bereits etwa sechs Monate zuvor seine aktuelle Show „Late Night with Conan O’Brien“ in New York an den Nagel hängen und die Zeit nutzen, um sich und sein Team auf die neue Aufgabe in Los Angeles vorzubereiten. Auch sein Nachfolger der „Late Night“-Show steht bereits fest: Jimmy Fallon („Saturday Night Live“) wird vermutlich im März 2009 mit dem Format auf Sendung gehen.

Ich blicke mit recht gemischten Gefühlen auf diesen schon seit Jahren angekündigten Generationswechsel bei NBC. Dass Jay Leno ein recht „weichgespülter“ Gastgeber ist/war, steht wohl außer Zweifel. Aber er kam bei der großen Masse der Zuschauer bestens an — selbst als er während des Autorenstreiks Anfang des Jahres ohne Autoren auskommen musste, hatte er bessere Quoten als sein ärgster Konkurrent David Letterman bei CBS (der nicht auf seine Autoren verzichten musste).

O’Brien hingegen ist ein ganz anderes Kaliber. Er liebt es, herumzualbern und auch mal gelegentlich die Grenzen der „political correctness“ auszutesten. Seine Sketche sind oftmals bizarr und er lebt von der Improvisation — seine Sendungen ohne Autoren Anfang des Jahres waren wohl vielleicht seine besten „Late Night“-Ausgaben überhaupt. Und genau das mag ich an seiner Show.

Wenn er nun aber die „Tonight Show“ übernimmt, wird er zwangsläufig einen Gang zurückschalten müssen und womöglich genau das verlieren, was seinen Stil bisher auszeichnete. Ein „Masturbating Bear“ in der heiligen Halle der „Tonight Show“? Undenkbar. Stattdessen wird Conan nicht umherkommen, „tolle“ Tiertricks zu zeigen und „Americas Greatest Inventors“-Einspieler anzumoderieren. Dadurch wird er einen Teil seiner bisherigen Fans verlieren, gleichzeitig werden die ehemaligen Leno-Zuschauer ihm sicherlich mit Zurückhaltung begegnen.

O’Brien wird sicherlich frischen Wind das Format bringen und es vielleicht ähnlich sehenswert wie Lettermans „Late Show“ machen können (wobei aber auch Letterman schon bessere Jahre hatte), aber die Zeiten des zuweilen anarchistischen O’Brien sind sicherlich ab 1. Juni 2009 vorbei. Und ich könnte wetten, dass die Zuschauerzahlen am Anfang stark einbrechen werden. Ob er jemals eine Institution wie Letterman oder Leno (ganz zu schweigen von Carson) werden wird, darüber wage ich noch nicht mal eine Vermutung. Aber 1992 wehte Leno ähnlich starker Gegenwind ins Gesicht.

Bleibt die Hoffnung, dass Jimmy Fallon eine vernünftige Wahl für die Nachfolge von Conans Show in New York ist.

Und mindestens ebenso nervös wird NBC beobachten, welchen zukünftigen Karriere-Weg Jay Leno ab 2010 einschlagen wird. Gerüchten zufolge will er auf jeden Fall weg von NBC und bei ABC sowie FOX umwirbt man den Quotenkönig schon seit Monaten. Nichts wäre schlimmer für Conans „Tonight Show“ als ein Konkurrent namens Jay Leno bei ABC zur gleichen Sendezeit.

O'Brien, Colbert und Stewart treten sich gegenseitig in den Hintern

Dienstag, 5. Februar, 2008

Heh, was für ’ne abstruse Überschrift.

Die alberne „Fehde“ zwischen den drei Hosts schwelte schon seit einigen Wochen und entbrannte ursprünglich um die Frage, wer dem Präsidentschaftskandidaten Mike Huckabee zu seiner Popularität verholfen hat: Colbert oder O’Brien. Weil auch Stewart derzeit ohne Autoren froh über jede gefüllte Sendeminute ist, mischte auch er sich noch in die Streiterei ein. Gestern Abend kam es dann schließlich zum großen Showdown und ultimativen Talkshow-Crossover in New York.

Als kleine Demonstration, dass die drei Talk-Show-Hosts derzeit wirklich (fast) alles machen würden, um irgendwie die Autoren-lose Zeit zu überbrücken, kann man sich den folgenden Dreiteiler zu Gemüte ziehen.

Erst bei Jon Stewart:

Dann bei Colbert:

Und die Krönung dann bei O’Brien:

Die Aktion hat einige Längen, ist aber dennoch stellenweise recht amüsant. Ich frage mich aber, um wieviel besser diese Crossover-Nummer wohl gewesen wäre, wenn die drei ihre Autoren zur Verfügung gehabt hätten.

(via tvsquad)

Conan nicht mehr täglich bei CNBC

Freitag, 23. März, 2007

Erst dachte ich nur, es sei eine Ausnahme wegen der vorgezogenen Sommerzeit in den USA. Aber nach dem neuen Sendeplan sieht es wirklich so aus, als würde CNBC Europe auch nächste Woche weiterhin auf die tägliche Ausstrahlung von Conan O’Brien im Nachtprogramm verzichten. Blargh. Leno kommt wohl noch, aber auch nur noch als Zusammenfassung. Immerhin: Die zwei Best-of-Sendungen am Wochenende bleiben.
Inishmore hat in seinem Blog auch ‚was dazu geschrieben und seiner Empfehlung an CNBC zur therapeutisch-rektalen Anwendung des neuen Sendeplanes kann ich mich nur anschließen…

Achja: viewerpoll@cnbceurope.com

Emmys: Conan O'Brien im Interview

Dienstag, 15. August, 2006

Late-Night-Host Conan O’Brien spricht in einem Telefoninterview mit Tom O’Neil von der Los Angeles Times/The Envelope.com über seine bevorstehende Aufgabe als diesjähriger Emmy-Host und die Chancen seiner eigenen Show auf den ersten Emmy-Gewinn nach 20 Nominierungen. Auch ein Thema: Conans Meinung zum Emmy-Auswahlprozess und warum er ausgerechnet die „Finnland“-Episode nominierte. Podcast, 12 Minuten.