Archiv der Kategorie 'TV + Serien'


ProSiebenSat.1 verlängern Vertrag mit Disney

Freitag, 21. Januar, 2005

Wie Variety berichtet (aber seltsamerweise gibt’s noch keine PR von ProSiebenSat1), hat die Mediengruppe den im November 2002 geschlossenen Output-Vertrag mit Disney/Buena Vista vorzeitig verlängert. Demnach hat ProSiebenSat1 die Ausstrahlungsrechte an Filmen wie „Pirates of the Caribbean 2“, „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“, „The Aviator“ sowie nun auch offiziell den Serien „Lost“ und „Desperate Housewives“ eingekauft. Generell gilt der Deal wohl für alle Walt Disney Pictures, Touchstone Pictures und Miramax Films Produktionen der nächsten Jahre. Gleiches gilt für Disney-Produktionen die im Rahmen der „Disney Filmparade“ auf ProSieben und „Disney Time“ auf Kabel 1 zu sehen sein werden — Kabel 1 hat ausserdem Jetix-Material lizenziert (früher Fox Kids).

Disney hält gleichzeitig aber weiterhin enge Verbindungen mit der RTL Gruppe.

24: Ruf! Mich! An!

Freitag, 21. Januar, 2005

In der letzten Episode der aktuellen US-Staffel von „24“ war ein Handy zu sehen, in dessen Display auch eine Nummer angezeigt wurde. Doch statt der üblichen 555-Nummer, die fast immer in Filmen und Serien zu sehen ist, da es das „Ortsnetz“ 555 nicht gibt, wurde diesmal eine Nummer beginnend mit 310-597-… angegeben. Prompt riefen Fans auf der Nummer an und erlebten eine Überraschung, als sie am anderen Ende von Mitarbeitern des „24“-Sets begrüßt wurden. Wie Anrufer weiter berichten, wurde die Handy-Nummer von Prop Manager Dick Kyker angemeldet — um einfach mal was anderes als die 555-Nummer zu machen. Das Handy, das unter dieser Nummer registriert ist, werde nun täglich am Set bei Cast und Crew herumgereicht. Fans berichten von kurzen, zwei- bis fünfminütigen Gesprächen mit diversen Crew-Mitgliedern. Demnach seien innerhalb weniger Tage mehr als 14.000 Anrufe eingegangen und man wolle den Anschluss erst in einem Monat kündigen. Noch gibt es aber keine Berichte von Gesprächen mit Kiefer Sutherland… Wie wohl deren Reaktion wäre, wenn jemand aus Deutschland anrufen würde? 😉

Auch die Comedy „Scrubs“ hat in der Vergangenheit eine real exisitierende Nummer in der Show genannt (916-CALL-TURK), dort war allerdings „nur“ ein automatischer Anrufbeantworter am anderen Ende. Fast schon „üblich“ ist das Anzeigen von real existierenden Webadressen in TV-Shows.

Point Pleasant sucks

Donnerstag, 20. Januar, 2005

Marti Noxon, ich bin enttäuscht. Das ist nichts weiter als ein billiger Versuch, auf der „O.C.“-Welle zu schwimmen — und damit sich die Show etwas vom sonstigen Teenage Drama Einerlei abhebt, wirft man halt einen Hauch „The Exorcist“ in das Gemisch. Im Prinzip eine nette Idee, wenn auch die Umsetzung funktionieren würde. Aber ein viel zu plattes Script (selbst „Scream 3“ hatte da interessantere und frischere Storylines), langweilige Charaktere und einschläfernde Hauptdarsteller (gosh, wer hat denn da Richard Burgi ausgegraben?) qualifizieren die FOX-Show eher für die Kategorie „Flop des Monats“. Okay, es war „nur“ eine Pilot-Episode, vielleicht findet die Show ja noch einen sensationellen Twist in irgendeiner vergessenen Schublade — reichlich Storyansätze sind ja gegeben (allerdings allesamt unglaublich unspannend). Mit über 11 Millionen Zuschauern hat die Pilot-Episode dank „The Idol“ Lead-In auch genügend „Startkapital“, um bereits heute (Donnerstag) beruhigt in den regulären Timeslot nach „The O.C.“ zu wechseln. Aber im direkten Vergleich zu „The O.C.“ dürften die eklatanten Schwächen von „Point Pleasant“ erst recht auffallen — alleine schon wenn man die Charaktere der Eltern in beiden Shows nebeneinanderstellt. Von einem Vergleich mit „Buffy“ wollen wir erst gar nicht anfangen, das ist eine andere Liga. Ich habe so meine Zweifel, ob „tru calling“ wirklich soviel schlechter war, um eine Absetzung zu Gunsten von „Point Pleasant“ zu rechtfertigen.

Mehr habe ich zu der Show im Moment nicht zu sagen — ich könnte mir aber vorstellen, dass das „Television Without Pity“-Recap ein köstlicher Verriss werden dürfte…

Spaceballs – Die Serie

Donnerstag, 20. Januar, 2005

„Lord Helmet“ ist zurück — so meldet es zumindest Variety heute. Demnach plane Mel Brooks eine Zeichentrickserie basierend auf dem 1987er Spielfilm. Produziert wird die Serie von Mel Brooks, MGM sowie der Berliner Film Companie GmbH. 13 halbstündige Episoden sowie ein einstündiger Pilotfilm sind in Arbeit.

Ja, lebt denn d'r alte "West Wing" noch?

Donnerstag, 20. Januar, 2005

Einen positiven Blick auf die jüngsten Episoden der sechsten Staffel von „West Wing“ gibt es in dem .. ehm … naja, „Nashville City Paper“ (Achtung Spoiler im Artikel). Demnach zeige die Show, die nach dem Weggang von Aaron Sorkin bereits mehrfach als kreativ tot bezeichnet wurde, wieder einen ersten leichten, aber hoffnungsvollen Pulsschlag. Nun ist das „Nashville City Paper“ nicht unbedingt das Mekka der TV-Reviewer, aber ähnliche Meinungen habe ich in letzter Zeit aus vielen Richtungen gehört — Fans und TV-Kritiker äußern sich zunehmend positiv über die neuen Episoden. Mal sehen, was daraus wird.

"Galactica" schlägt "Enterprise"

Donnerstag, 20. Januar, 2005

Wiedermal neue Spielkarten für das Quotenquartett: Die erfolgreiche US-Premiere der Neuauflage von „Battleship Galactica“ veranlasste SciFi zu einer Pressemeldung, die mehr einem Rundbrief der „Arbeitsgruppe Förderkreis Statistik in allen Lebenslagen“ ähnelt. Die Highlights: Mit 1.9 Millionen Zuschauern in der Zielgruppe (18-49) war die Doppelepisode die erfolgreichste Sendung eines Cable-Networks am Freitag. Und auch die kleineren Broadcast-Networks wurden wiedermal Zeuge der zunehmenden Quotenkraft der „Cablers“. Besonders interessant für die SciFi-Geeks: UPNs „Enterprise“ schaffte es zeitgleich mit einer neuen Episode nur auf 1,5 Millionen Zuschauer (18-49) – ist aber trotz anderslautender Gerüchte noch nicht abgesetzt. In einigen weniger wichtigen, kleineren Zielgruppen schlug „Galactica“ auch noch weitere Sendungen der „Broadcaster“ wie die FOX-Premiere „Jonny Zero“ und NBCs „JAG“.

"Veronica Mars": Gerüchte um Gaststar: Alyson Hannigan! – 2. Update

Mittwoch, 19. Januar, 2005

Liebe Kinder, gebt fein Acht — hier gibt es ein lebendiges Beispiel, wie sich ein Gerücht im Internet wie ein Lauffeuer ausbreiten kann ohne dass jemand den Wahrheitsgehalt überprüft. Und ich mache munter mit.

Mehrmals wurde in den letzten Wochen angedeutet, dass ein Gaststar mit einem „großen Namen“ in einer der kommenden Episoden von „Veronica Mars“ auftauchen wird. Kristin von E!Online hat in der letzten Woche zudem einige Andeutungen gemacht und nun dominiert das Thema die US-FanForen der Show. Und wie es sich für ein vernünftiges Gerücht gehört, basiert es auf ziemlich wackeligen Behauptungen und Annahmen einzelner Fans. So will ein Forumsnutzer einen/eine Freund/in haben, die am VM-Set arbeitet und bereits eines der Dailys der nächsten Episoden gesehen haben will. Und laut dieser „um-drei-Ecken“-Aussage handelt es sich bei dem geheimen Gaststar, der Logans Schwester spielen wird, um „Willow“ Alyson Hannigan. Sollte sich dieses Gerücht als wahr herausstellen, dürfte es aber nicht mehr als ein Gastauftritt sein, denn Alyson wird ja Co-Hauptdarstellerin in der neuen Jennifer Love Hewitt-Serie „In the Game“. Mehr auf Neptunesite.com.

Update: Okay, das mit „In The Game“ hat sich schon mal als Nullnummer herausgestellt. Laut Futoncritc ist Alyson raus aus dem Hewitt-Projekt, stattdessen ist Sara Gilbert (für mich wird sie immer „Darlene“ bleiben ;-)) nun mit von der Partie. Die offizielle Ankündigung um den geheimnisvollen „Veronica Mars“-Gaststar wird für heute oder morgen erwartet.

2. Update: Zap2it meldet es als erstes: Das Gerücht stimmt. Alyson Hannigan wird in mindestens einer Episode von „Veronica Mars“ mitspielen, eventuell kann ihr Charakter auch in weitere Episoden eingebaut werden. Die Episode 1×15 mit dem vorläufigen Titel „Russkie Business“ wird voraussichtlich Ende Februar auf UPN ausgestrahlt.

Die schönsten Staus der Welt: Sunset Boulevard

Montag, 17. Januar, 2005

So, hab mich durch die Globes „durchgespult“ — erstmal Kudos an ProSieben für die ungestörte Ausstrahlung. Genau so habe ich mir das gewünscht – gottseidank haben sie die Engelke daheimgelassen. Ich überstrapaziere zwar jetzt vermutlich mein Glück: Aber könnten wir das bei der Oscar-Verleihung bitteschön noch mal so haben? Danke.

Die Gewinnerliste gibt’s dort. Ein paar Worte will ich aber dennoch dazu verlieren. Erstmal: Captain Kirk hat seinen Globe! Unfassbar. Amüsant zu sehen, wie er seinen hochroten Kopf durch die Reihen zwängte…

Jason Bateman gewinnt für „Arrested Development“. Seine Dankesrede war allerdings schwach. Wenn ich mich nicht täusche, war er der Einzige, der eine Dankesrede ablesen musste. Leider haben sie wie erwartet den Preis für beste Comedy gegen die „Housewives“ verloren, aber so haben sie immerhin einen Preis. Was „The Spotless Mind“ leider nicht von sich behaupten kann :-(.

„Nip/Tuck“ als bestes Drama. Bin ich der einzige, der da überrascht war? Das war wohl ein klassicher Fall von „wenn vier sich streiten, gewinnt der fünfte“. Aber „Housewives“ und „Lost“ als beste Shows wäre des Guten zuviel gewesen und „Sopranos“ sowie „24“ hatten schon mal gewonnen. So darf sich FX über einen Golden Globe freuen und Pro7 jetzt die Trailer umstricken.

Jamie Foxx als „Ray“ — wow, den hatte ich unterschätzt. Der landete automatisch in meiner Billig-Sitcom-Darsteller-Schublade. Naja, jetzt darf sich DVDSoon über eine weitere DVD-Order von mir freuen. Und … uhh… Leonardo Di Caprio bester Drama-Darsteller. Musste das denn sein? Okay, ich hab Aviator nicht gesehen, aber irgendwie kann ich Leo nicht ausstehen (und zwar schon seit „Romeo & Juliet“). Johnny Depps Performance in „Finding Neverland“ war doch nun wirklich brilliant. Oh well.

Ansonsten eine unterhaltsame Preisverleihung (wenn man eine Taste zum Vorspulen in Reichweite hat). Desto später der Abend, umso lockerer die Gäste — wohl vor allem dank der diversen „Moet“-Flaschen, die da gegen Ende leer rumstanden ;-). Dabei waren auch einige kurzweilige Dankesreden — Jamie Foxx, Robin Williams, Marc Cherry und Teri Hatcher fallen mir da ein. Claire Danes sah auch ganz nett und … ehhm … lila aus — und public speaking ist immer noch nicht ihr Ding. Immerhin wurde sie bereits mit ihrem nächsten Film „Shopgirl“ vorgestellt, obwohl der doch erst im Herbst rauskommt.

Jeepers, was ein großes „Alias“-Plakat. Und das in einem NBC-Broadcast. Köstlich. Sicherlich eine unterhaltsamere Alternative für den üblichen Stillshot auf den verwaisten Red Carpet. Mehr davon! Weniger Klingeltöne! 😉

In diesem Sinne: „… and she’ll have fun fun fun ‚til her daddy takes the T-Bird away“…

I [heart] "The O.C., California"

Sonntag, 16. Januar, 2005

Hallo, mein Name ist Sascha und ich bin ein O.C. Addict.

Grrr, ich hasse es, wenn mich eine Show in ihren Bann zieht, die ich eigentlich aus tiefsten Herzen verabscheuen wollte. Denn verkörpert sie auf den ersten Blick doch alles, was normalerweise im Kontext mit TV-Serien bei mir Übelkeit und einen tiefen inneren Drang nach dem Ausschaltknopf hervorruft. Soap, Beziehungsdreiecke, Soap, konstruierte Storylines, Soap, oberflächliche Charaktere — kurz: Es ist ’ne Soap.

Und doch habe ich mich dabei erwischt, dass ich mich bei „the O.C.“ besser amüsiere als bei so mancher anderer Serie … bin ich nun ein Soap-Addict? Werde ich gar demnächst etwa bei „All My Children“ Hochzeiten mitfiebern? 😉

The O.C.Das Konzept der Show ist eigentlich ziemlich simpel: Armer vorbestrafter Junge (Ben McKenzie als Ryan Atwood) aus vernachlässigten Verhältnissen findet Unterkunft bei hipper, reicher, glücklicher Familie und verliebt sich in reiche, zickige, bald sehr unglückliche Nachbarstochter (die unterernährte Mischa Barton als Marissa Cooper). Dort freundet er sich mit seinem neuen Bruder und schüchternen Geek Seth Cohen (Adam Brody) an und gibt ihm Mut, um sich an seiner High-School gegen all die „coolen“ Kids durchzusetzen. Dann eckt Ryan bei der ganzen Cheerleader-Football-Clique an und riskiert mehrmals seinen Rauswurf aus der Schicki-Micki-Welt von Orange County. Natürlich sind alle Menschen extrem schön, es scheint immer die Sonne in Kalifornien und die Erwachsenen haben Leichen im Keller, von denen deutsche Boulevard-Magazine ein ganzes Jahrzehnt leben könnten — und über allem schwebt das Bild des schönen, reichen Kaliforniens. Gerade in der Winterzeit läuft einem verfrorenen Mitteleuropäer da natürlich das Wasser im Mund zusammen.

Aber was die Show in meinen Augen vom restlichen (Teen-)Soap-Einheitsbrei abhebt, ist der frische und freche Schreibstil des 28jährigen Autors Josh Schwartz. Er legt den Charakteren Bon-Mots in den Mund, die man in anderen Soaps vom BH90210-Kaliber vergebens sucht. In der englischen Sprachfassung kommt der lockere Dialogwitz hervorragend beim Zuschauer an – viele Szenen vermitteln das Gefühl, dass einiges on location dazu improvisiert wird und das verstärkt nur den Eindruck einer locker-leichten Fast-Food Unterhaltung. Dazu ein harmonierender Cast – vom Neuling Benjamin (neuerdings nur noch „Ben“) McKenzie, über Oldie Peter Gallagher und „Gilmore Girls“-Veteran Adam Brody (Geek „Seth Cohen“ — das Alter Ego von Autor Josh Schwartz). Die zurückhaltende Mischa Barton wird ergänzt duch die freche Rachel Bilson als ihre beste Freundin und Seths große Liebe Summer Roberts. Die restlichen Darsteller, vorwiegend Erwachsene, sind da eher Nebendarsteller, sie sorgen aber für eine große Portion des Soap-Geschehens. Den gelungenen Soundtrack habe ich ja bereits öfters erwähnt. Ein wichtiger Faktor der Show ist zudem die Fähigkeit, sich über das eigene Genre lustig zu machen: Die Teen-Charaktere in „The O.C.“ sind ganz wild auf eine fiktionale Teen-Soap namens „The Valley“, die einige frappierende Ähnlichkeiten zu „The O.C.“ hat, inklusive des kompletten, übertriebenen Merchandise-Zirkus rundherum.

„The O.C.“ ist zudem eine Serie, die vom Überraschungselement lebt. Man kann sich vor allem dann über die kitschig-skurrilen Soap-Storylines amüsieren, wenn man nicht weiss, was da auf einen zukommt. Ob ich die Serie öfters als einmal anschauen würde — keine Ahnung. Es ist sicherlich kein schwergängiges Drama, das sonderlich um Realität oder Tiefgang bemüht ist und in das man viel hineininterpretieren könnte. Aber die Serie ist vielmals amüsanter als so manche so genannte aktuelle Sitcom („Joey“, „Committed“ oder wie sie alle heissen). Man „verfällt“ der Show auch nicht direkt nach einer Episode — zumindest bei mir hat es durchaus einige Episoden gedauert, bis ich angebissen hatte– aber dann richtig…

Die zweite Staffel hat derzeit einige Anlaufprobleme, die Storylines werden nun teilweise wirklich sehr hahnebüchen und es wird einiges abstrus zurechtgebogen, um noch mehr potentielle Intrigen, noch kompliziertere Beziehungsvielecke und intensivere persönliche Krisen in die Story einzubauen. Leider wurde die Show gerade dadurch auch stärker vorhersehbar, weil sie sich nun doch an den „Soap-Patterns“ des Genres orientiert, denen sie in Season 1 noch erfolgreich ausgewichen ist bzw. die sie zu parodieren versuchte. Auch durch den Sendeplatzwechsel sinken die Quoten derzeit kontinuierlich — aber „The O.C.“ bleibt eines der Zugpferde von FOX und eine dritte Staffel dürfte bereits jetzt als sicher gelten.

Nun würde ich ja gerne empfehlen, am Mittwoch, 19. Januar um 20:15 Uhr ProSieben (ab 26. Januar 21:15) einzuschalten, um sich selbst ein Bild von der Show zu machen, doch die Synchro erweist sich wieder mal (wie ich finde) als „Anti-Suchtmittel“. Ich hatte kürzlich das „Vergnügen“ eine komplette Episode (nicht den Piloten) auf deutsch zu sehen und auch wenn ich mich bemühte, nicht wieder nach Gründen für ein „Synchrobashing“ zu suchen — ich mag die deutsche Version nicht. Es ist wohl wieder ein klassischer Fall von „wenn man die Originalversion kennt, kann die deutsche Fassung gar nicht gewinnen“ — aber insbesondere der Sprecher von Seth Cohen ist in meinen Ohren ein Totalausfall. Dialoge werden vollkommen unbegeistert (und auch zu ernst) in einer Tonlage regelrecht „abgearbeitet“ – es wirkt uninspiriert. Auch die anderen Teen-Charaktere sind eher schwach, mit Ausnahme von Summer. Die Sprecher der Erwachsenen sind hingegen für eine Seriensynchro kaum zu beanstanden. Your mileage may vary. Überraschend unbekümmert geht man mit „politisch unkorrekter“ Sprache um: „Scheiße, Arsch, Nutte, Wichser“ gehört scheinbar zum festen Portfolio der deutschen Sprachfassung – die US-Fassung scheint mir nicht so „dirty“, ich kann mich jedenfalls im Moment kaum an „shit“ oder „fuck“ erinnern, okay, „bitch“ und „whore“ ist schon eher vertreten…

Vermischtes

Sonntag, 16. Januar, 2005

Wil Wheaton moves on. Der vormalige Darsteller des wohl am meisten verspötteten Star Trek Charakters „Wesley Crusher“ hat sich abgefunden mit dem Bild, das die Öffentlichkeit von ihm hat. Er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Just A Geek“.

Thesmokinggun.com hat eine Auswahl von Briefen und E-Mails online gestellt, die in den letzten Wochen von Zuschauern an die FCC wegen des „Desperate Housewives“/ABC/Football – Skandälchen geschickt wurden. Es sind vorwiegend Meinungen von den 500, die sich nicht über die Szene aufregten, sondern über die Überreakton der FCC (vs. 1500 Briefe, welche die Lockerroom-Szene als geschmacklos empfanden). Aber wirklich hochamüsantes Material.

Sarah D. Bunting (Television Without Pity) hat für MSNBC ihre persönliche Vorraussagen für die kommenden Golden Globes Awards publiziert.

Und als Zugabe zu meinem Blog-Eintrag „Musik in TV-Serien“, hier ein Artikel von „The London Free Press“: Teen TV dramas boon for music artists.

ProSieben überträgt heute nacht (Sonntag auf Montag) die Golden Globes Preisverleihung von 1 Uhr bis 5:30 Uhr. Um 18:30 Uhr am heutigen Sonntag gibt’s schon mal eine Vorschau von Anke Engelke, die auch in der nächtlichen Übertragung am roten Teppich stehen und die Prominenten belästigen wird (Geez, warum nimmt ProSieben nicht einfach die E! und NBC Feeds und verschont uns von Engelke’s Geblubber? Nichts gegen die ehemalige „Late Night Queen“, aber wenn sie eines in der Vergangenheit bewiesen hat, dann dass sie keine Interviews führen kann). Am Montag gibt’s dann von 18 bis 19 Uhr und von 23:15 bis 1:30 zwei Zusammenfassungen der Events, ebenfalls auf ProSieben. Ich werde mich wohl erst am Montag Abend hier im Blog zu den Awards äussern, wenn ich die Verleihung „live on tape disc“ angeschaut habe…

 

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