And Thanks to Steve Carell's Wife Too
Dienstag, 17. Januar, 2006Eigentlich kritzele ich bei Award-Shows ja immer ein paar Notizen auf einen Zettel, damit ich für die anschliessenden Blogeinträge noch weiss, was erwähnenswert war. Bei den gestrigen Golden Globe Awards 2006 ist der Zettel jedoch recht leer geblieben. Wer meine Handschrift entziffern kann, der würde nur folgende Buchstaben darauf lesen können: MLP!!!!!
Damit gemeint ist natürlich Mary-Louise Parker für „Weeds“, die den versammelten „Housewives“ den Award für „Best Actress in a Comedy Series“ wegschnappte und damit dem Namen der „Comedy“-Kategorie wenigstens etwas gerecht wurde (wenngleich „Weeds“ ja eigentlich auch schon zumindest eine sehr schwarze Comedy/Dramedy ist). Es war wohl ein klassischer Fall von „Wenn vier sich streiten, freut sich die fünfte“, aber dennoch eine verdiente positive Überraschung für MLP und die bislang etwas wenig beachtete Showtime-Produktion. Und in der „Best Television Show – Comedy“ Kategorie hatten die „Housewives“ dann ja wie erwartet gegenüber „Weeds“ die Nase vorn.
Anonsten eine nette Show, „same procedure as every year“ — hier und da ein paar kleinere Überraschungen („Brokeback Mountain“ hatten nicht viele auf der Rechnung) und ein paar Enttäuschungen (Geena Davis … best actress drama series … naja, schade um Patricia Arquette). Dazu wie üblich einige langweilige Dankesreden, aber auch viele unterhaltsame Ansprachen — das reichliche Alkohol-Angebot bei den Globes zahlt sich irgendwie jedes Jahr wieder aus 🙂
Schon seit den Nominierungen war klar, dass dieses Jahr vor allem kleine und Independent Produktionen im Mittelpunkt der Spielfilm-Kategorien stehen. Solch eine akute Abwesenheit von großen Hollywood-Blockbuster Produktionen erlebte man selten bei Preisverleihungen in den vergangenen Jahren. Die Stimmung ist dieses Jahr wieder eher ernst, selbst in der „Comedy“ Kategorie überwiegen die eher ernsteren Musicals. Gespannt bin ich vor allem auf die Johnny Cash Biographie „Walk the Line“. Schade jedoch, dass Steve Martins „Shopgirl“ nicht nominiert war.
ProSieben hat mittlerweile auch den Dreh bei den Live-Übertragungen ‚raus und verwöhnte sogar mit aktuellen Kinotrailern von nominierten Spielfilmen. Schön, dass sie nicht nur wie sonst ihr Eigenprogramm endlos promoten. Die Sex-Hotlines-Werbung ist um diese Zeit aber wohl immer noch unvermeidbar.
Die komplette Gewinnerliste gibt’s auf der offiziellen HFPA-Website: http://www.hfpa.org/nominations/index.html
Danke, „Galactica“. Nun hat sich „Frak!“ als vermeintliches Anti-Schimpfwort aus der SciFi Serie doch tatsächlich in meinen Wordschatz gemogelt. Das beweist mal wieder: Man muss es nur oft genug hören und schon geht geht es in Fleisch und Blut über. Über die genaue Rechtschreibung des Kunstworts gibt es aber wohl noch unterschiedliche Einschätzungen. „Frak/Frakking/Frak You“ liegt beim Google Death Match leicht vor „Frack/Fracking/Frack You“, dafür gibt es aber für „Frack!“ sogar T-Shirts.
USA Network und deren Muttergesellschaft NBC Universal (NBCU) haben